-
Aufstieg und Untergang des SatanskultsErwachet! 1994 | 22. September
-
-
Aufstieg und Untergang des Satanskults
Im Schein flackernder Kerzen, die gespenstische Schatten an die Wand werfen, vollziehen in schwarze Kutten gehüllte Priester in düsteren Kellern satanische Riten; während der Anbetungszeremonie für ihren Gott, Satan, sprechen sie über den auf dem Altar festgebundenen Opfern monoton ihre Gebete. Die jungen Teilnehmer an dieser Reise ins Okkulte vereint das Bewußtsein, heimliche Mitwisser eines Mysteriums zu sein, das einen Anhauch des Übernatürlichen hat, und sie sind geradezu fasziniert von der schaurig-knisternden Stimmung im Raum. Mit dem unheimlichen Gefühl, zu einem exklusiven Kreis von wenigen Eingeweihten zu gehören, nähern sie sich dem Altar.
Handelt es sich nur um eine harmlose, vorübergehende Modeerscheinung? Oder ist in unserer Gesellschaft eine böse Macht am Werk?
IN ZEITUNGEN, Zeitschriften und Büchern sind ganze Romane über die grausigen Taten von Satanssekten geschrieben worden. In Rundfunk und Fernsehen wird immer wieder über die weitverbreiteten Praktiken gewalttätiger Satansgruppen berichtet. Der Satanskult ist für die Polizei in den Groß- und Kleinstädten der Vereinigten Staaten, Kanadas und Europas ein echtes Problem geworden.
Der Satanismus übt auf heutige Jugendliche eine magische Kraft aus. Der Gründer der Satanskirche erklärte in der Zeitschrift ’Teen (Ausgabe Juni 1993) den Grund dafür: „Statt von unseren Anhängern zu erwarten, daß sie ihre natürlichen Triebe unterdrücken, lehren wir sie, solche Triebe auszuleben. Dazu gehören sexuelle Lust, Rachegelüste und Besitzgier.“
Wie sehr diese teuflische Ideologie, die den von Gott inspirierten christlichen Grundsätzen zuwiderläuft, Satan doch ergötzen muß!
Der Satanskult gewinnt immer mehr an Boden. Er ist eine wachsende Gefahr, doch sein Untergang steht unmittelbar bevor. Der Gott dieses Kults, Satan, ist zum Tod verurteilt. Das trifft auch auf Satans Welt und ihre Unterstützer zu, denn „die ganze Welt liegt in der Macht dessen, der böse ist“ (1. Johannes 5:19; Römer 6:16). Teufelsanbetern und allen anderen, die sich bewußt oder unbewußt für Satans Zwecke benutzen lassen, läßt Jehova mitteilen: „Der Gott, der Frieden gibt, wird seinerseits den Satan in kurzem ... zermalmen“ (Römer 16:20).
Welche Zukunft hat die leidende Menschheit von dem „Gott, der Frieden gibt“, zu erwarten? Die folgenden drei Artikel erläutern den Aufstieg und den Untergang des Satanskults sowie die Zustände, die statt dessen auf der Erde herrschen werden.
-
-
Ist die heutige Jugend eine leichte Beute für den Satanskult?Erwachet! 1994 | 22. September
-
-
Ist die heutige Jugend eine leichte Beute für den Satanskult?
„DIE Teufelsanbetung breitet sich unter Jugendlichen immer mehr aus“, meldete eine finnische Zeitung am 27. Februar 1993. Laut Informationen der Polizei von Tampere (Finnland) führen Kriminelle aus der Drogenszene Jugendliche, insbesondere Mädchen, an die Satansanbetung heran. Oftmals sind die neugewonnenen Opfer erst 10 bis 15 Jahre alt. „Der Satanskult fällt heutzutage bei jungen Leuten auf fruchtbaren Boden“, schrieb das Blatt.
„Das Comeback der Teufelsanbetung ist kein landeseigenes [finnisches] Phänomen“, hieß es in der Zeitung warnend. „So wies eine südafrikanische Zeitschrift, der Johannesburger Star, unlängst darauf hin, daß der Satanskult wohlhabende weiße Jugendliche im Land in seinen Bann zieht.“ Ja, die Satansanbetung ist in vielen Ländern sowohl für Eltern als auch für Kinder ein echter Alptraum.
Im Grunde lautet das trügerische Versprechen des Satanismus: Viel Gewinn bei wenig Einsatz. „Bete den Teufel an; mach dir für ihn die Finger schmutzig, und als Gegenleistung wird er dir alles geben, was du willst. Darum ist der Satanskult für einige Kids so attraktiv“, erklärte die Zeitschrift ’Teen.
„Ich finde, man sollte das Leben in vollen Zügen genießen“, meinte ein Jugendlicher, der sich als Mitglied einer satanischen Gruppe bekannte. „In der Natur sind meiner Meinung nach zwei Kräfte am Werk: Gut und Böse. Gerade die Dinge, von denen man sagt, sie seien böse, machen dich glücklich. Sünden führen zu gefühlsmäßiger, körperlicher und geistiger Befriedigung“, sagte er.
Ein Kriminalbeamter aus Denver (Colorado, USA), der Experte für Satanssekten ist, antwortete auf die Frage, wieso Jugendliche seines Erachtens nach für den Satanismus so empfänglich seien: „Ich werde nie vergessen, was ein jugendlicher Satanist einmal zu mir sagte: ‚Wozu soll ich denn leben? Wir leben heute und tun, was wir wollen. Ein Morgen gibt es nicht.‘“
Dr. Khalil Ahmad, Leiter der Jugendhilfe am Nova-Scotia-Krankenhaus in Dartmouth (Kanada), erklärte, wieso der Satanismus seiner Meinung nach eine solch magische Kraft ausübt: „Jugendliche suchen den Nervenkitzel. ... [der Satanismus] zieht labile Jugendliche, oftmals Verlierertypen, an. Er vermittelt ihnen ein trügerisches Gefühl der Macht.“
Eine andere bekannte Autorität auf dem Gebiet des Satanismus, eine Kriminalbeamtin aus San Francisco, sprach den Kern des Problems an: „Unsere Welt ist apathisch und gleichgültig geworden. Wir kümmern uns mehr um uns selbst als um den anderen. Wir leben in einer Gesellschaft, in der Gewalt und Negativismus vorherrschen. Unsere Kinder sehen das als normal an und geraten deshalb in satanische Kulte hinein.“
Wie tief sind Jugendliche heute in den Satanismus verstrickt? „Kinder bringen sich und ihre Freunde um. Wir haben da ein echtes Problem“, warnte Larry Jones, Polizeioberkommissar aus Boise (Idaho, USA) und Präsident einer verzweigten Organisation, die die Auswirkungen von Okkultkriminalität untersucht. Ein Polizeibeamter aus Illinois, der in seiner Rolle als Berater an der High-School die Entwicklungen in Verbindung mit dem Satanskult beobachtet, meinte, 90 Prozent der Jugendlichen, die sich mit der Teufelsanbetung beschäftigten, würden das nur tun, weil es gerade populär sei, aber 10 Prozent würden „sich vom Satanskult gefangennehmen lassen und immer tiefer hineinschlittern“.
Die Brooklyner Schülerzeitung School News Nationwide brachte in ihrer Ausgabe für die Monate Januar, Februar, März 1994 im Religionsteil einen Artikel mit der Überschrift „Warum der Satanismus für Teenager so attraktiv ist“. Dort wurde folgendes berichtet: „Nach einer Prügelei zwischen zwei Jungen in der Schulcafeteria sprang der Sieger auf und erhob seine Hand blitzartig zu einem seltsamen Gruß — eine geballte Faust, bei der der Zeigefinger und der kleine Finger ausgestreckt werden. Der Kunstlehrer konnte sich keinen Reim darauf machen, warum so viele Kinder dämonengestaltige Wesen mit Ziegenköpfen malten. Außerdem verschwanden aus der Schulbücherei ständig Bücher über Okkultismus.
Die vom Satanismus ausgehende Macht sowie das Magische und Geheimnisvolle daran hatten es den Kindern angetan. Die meisten hielten es nur für einen aufregenden Spaß. Für einige wurde daraus allerdings Ernst — für den 17jährigen Lloyd Gamble sogar blutiger Ernst, denn er verlor bei einem satanischen Opferritual sein Leben.
Nachdem Lloyd gestorben und sein 15jähriger Bruder wegen Mordes verhaftet worden war, ging den Erwachsenen im Kreis Monroe auf, was die zuvor so mysteriösen Zeichen bedeuteten — das ‚Teufelszeichen‘ mit der Hand, die Ziegenkopfbilder und die Bücher, die die Phantasie der Teenager beflügelten und ihnen Ideen für Rituale und Beschwörungsformeln lieferten.“
Berichte über Kinder und Jugendliche, die ihre Eltern oder andere Familienangehörige unter dem Einfluß der Satansanbetung umbringen, scheinen kein Ende nehmen zu wollen. Kinder haben Kinder ermordet. Sie haben, genau wie erwachsene Satansanbeter, Tiere verstümmelt und getötet. Sie haben ihre eigenen Haustiere während satanischer Rituale auf einem Altar geopfert. Es würde den Rahmen dieses Artikels sprengen, wollte man auch nur einen Bruchteil des Gemetzels beschreiben, das von Kindern, die sich der Religion der Teufelsanbetung verschrieben haben, angerichtet wurde.
Ist der Satanismus für solche Kinder lediglich eine Spielerei? Sind echte Teufelsanbeter sonst nur eine verschwindende Minderheit, die Ausnahme? Personen, die sich mit Okkultisten beschäftigt haben, antworten mit Nein. David Toma, ehemaliger Kriminalbeamter beim Sittendezernat, der es sich heute zur Aufgabe gemacht hat, junge Leute durch Vorträge an Schulen aufzurütteln, erzählt, er stelle immer dieselbe Frage: „Wie viele von euch kennen jemand oder wissen von jemand, der mit satanischen Praktiken zu tun hat?“ Er schätzt, daß sich jedesmal „gut ein Drittel der Schüler meldet“.
Gemäß der Aussage von Shane Westhoelter, dem Präsidenten des National Information Network, haben 30 bis 40 Prozent der High-School-Schüler in irgendeiner Form mit Okkultismus zu tun. Außerdem behauptet Shane Westhoelter, daß bis zu 70 Prozent aller Straftaten, die von Jugendlichen unter 17 Jahren verübt werden, dem Einfluß des Okkultismus zuzuschreiben sind.
[Herausgestellter Text auf Seite 5]
Der Satanskult fällt heutzutage bei jungen Leuten auf fruchtbaren Boden
-
-
Die Köder des Satanskults: Drogen und Heavy-metal-MusikErwachet! 1994 | 22. September
-
-
Die Köder des Satanskults: Drogen und Heavy-metal-Musik
CARL A. RASCHKE, Präsident des Institute of Humanities an der Universität Denver, schrieb: „Es ist kein Zufall, daß die zugrundegehende Menschheit, die jetzt dem dritten Jahrzehnt in Satans Zeitalter entgegengeht, so gräßliche Dinge wie Drogen, Heavy metal, Brutalität und rücksichtslose Gewalt auf ihre Fahnen geschrieben hat.“ Außerdem meinte er, daß Heavy-metal-Rock „die Gospel-Musik des Satanismus ist. Mit einem Unterschied: Durch das Anhören von Gospel-Musik im Radio bekehren sich nur wenige [zum Christentum]. Da ist der Einfluß von Heavy-Metal-Musik schon sehr viel größer. Diese Musik legitimiert das Miese, das die Kinder bereits tun.“
Ein harter Vorwurf gegen etwas, was viele Jugendliche heute als normale Ablenkung von den Sorgen des Lebens betrachten — Heavy-metal-Musik und Drogen. Ist dieser Vorwurf berechtigt? Sind Drogen und Heavy-metal-Musik wirklich symptomatisch für den Satanskult? Als Antwort hier nun einige Kommentare von Experten und Personen, die Gewaltakte von Satansanbetern hautnah miterlebt haben.
„Die aufrührerische Botschaft der Heavy-metal-Musik ist, wie vielleicht erwartet, ‚religiöser‘ Natur — und zwar insofern, als sie eine höhere Macht verkündet, die das Universum beherrscht. Diese Macht ist allerdings nicht Gott“, schrieb Carl Raschke in seinem Buch Painted Black. „Sie ... geht vom Erzfeind persönlich aus.“ Weiter erklärte er: „Die mit dem Satanskult verbundene Macht und Gewalt wirkt auf Jugendliche mit einem abgestumpften Gewissen, die keine Perspektive haben, wie ein Magnet. ... Verstörte Jugendliche, die schlecht behandelt wurden, glauben aufgrund ihres von bitteren Erfahrungen geprägten Lebens, die höhere Macht müsse einfach böse sein. Das Heavy metal bekräftigt diese ‚Theologie‘ und integriert sie in die Musik.“
In einer Rede vor dem Senat der Vereinigten Staaten sprach Dr. Paul King von der Universität von Tennessee über Heavy-metal-Musik und sagte, daß eine ganze Reihe orientierungsloser Jugendlicher eine Vorliebe für Musik hat, die „unkonventionelle Themen wie Gewalt, Haß, Rebellion, brutale Sexpraktiken, sexuelle Übergriffe auf Frauen und die Verherrlichung Satans betont. Wenn zum Lebensstil des Heranwachsenden auch noch Drogen gehören, ist die Vorliebe für eine solche Musik wahrscheinlich entsprechend ausgeprägter.“ Dr. King meinte, die Macht des Bösen werde in der Heavy-metal-Musik richtiggehend verherrlicht und gepriesen. In Heavy-metal-Konzerten „erreicht die Glorifizierung böser Taten ihren Höhepunkt“, erklärte er.
Die folgenden Berichte zeigen, wozu die unterschwellige Botschaft des Heavy metal führen kann.
Letztes Jahr haben in New Jersey (USA) zwei 15jährige Jungen das Heimtier einer Familie, eine Labradorhündin namens Princess, auf brutalste Weise getötet. „Es war ein Opfer für Satan“, gaben sie an. Sie ließen die Hündin am Halsband baumeln und versetzten ihr so lange Fußtritte, bis sie starb; dann rissen sie ihr die Zunge heraus, um sie für ein satanisches Ritual zu verwenden. Schließlich spießten sie den verstümmelten Hundekörper auf einen großen Metallhaken und hängten ihn im Garten eines Nachbarn auf. Auf dem Kopf des Hundes entdeckte man satanische Zeichen, und in dem Boden unter der Hundeleiche war ein Pentagramm eingeritzt (ein fünfzackiger Stern in einem Kreis — ein Satanssymbol). An jenem Abend hatten sie sich die Musik der Death-metal-Gruppe Deicide (was „Ermordung Gottes“ bedeutet) angehört, deren Sänger damit prahlt, Tiere zu quälen und zu töten.
In Kalifornien brachte ein junges Pärchen, das gemäß Aussagen von Freunden von der Satansanbetung geradezu besessen war, auf grausame Weise die Mutter des Mädchens um, indem sie auf sie einstachen und sie mit einem Schraubenschlüssel traktierten. In derselben Gegend erschoß ein Jugendlicher, nachdem er Satan angerufen hatte, seinen Vater. Die Polizei, die das Verbrechen untersuchte, war davon überzeugt, daß Heavy-metal-Musik der Auslöser war. „Die Musik lehrt im wesentlichen, daß man nicht auf seine Eltern zu hören braucht und daß man leben soll, wie es einem gefällt“, sagte eine Sachverständige der Polizei.
In England sagten die Opfer einer Serie von Vergewaltigungen vor der Polizei aus, bei einem aus der Gruppe der Vergewaltiger sei das Insigne einer Heavy-metal-Gruppe eintätowiert gewesen, deren Texte sich um Vergewaltigung und Gewalt drehen.
In einem Dorf in Arkansas (USA) wollte ein Jugendlicher seine Eltern mit einem Knüppel erschlagen und dann mit einem Fleischermesser aufschlitzen. Die Polizei entdeckte später in seinem Kassettenrecorder eine Tonbandkassette, auf der das Lied „Altar of Sacrifice“ (Opferaltar) mit automatischem Rücklauf eingespeichert war; in dem Lied schreit eine Heavy-metal-Gruppe lauthals heraus: „Der Hohepriester wartet mit einem Dolch in der Hand, er vergießt das Blut der reinen Jungfrau. Ein Mord für Satan, ein zeremonieller Tod, folge allen seinen Befehlen. ... Geh’ ein in das Königreich Satans. ... Lerne die geheiligten Worte des Lobpreises: ‚Heil dir, Satan‘.“
Wie steht es mit anderen Liedtexten, die Heavy-metal-Gruppen herausschreien und die von ihren Fans bei Konzerten oft in wilder Ekstase mitgebrüllt oder stundenlang von Tonbandkassetten abgespielt werden — wie wirkt sich ihre Botschaft auf leicht beeinflußbare Jugendliche aus? Nehmen wir nur einmal folgende Texte: „Satan, unser Meister, er lehrt uns, grausam zu verletzen, er lehrt uns jeden Schritt“ und: „Gib mir dein Blut, laß es zu mir fließen. Nimm meine Hand, und laß dein Leben los ... Du gibst mir dein Blut, und ich besitze deine Seele.“
„Wenn wir schon einräumen, daß Pornographie zum Kindesmißbrauch führen kann“, schrieb Carl Raschke, „warum dann nicht auch in Erwägung ziehen, daß Lieder, in denen jemand lauthals schreit: ‚Töte, verstümmle, verkrüpple, quäle, vernichte‘, einen geistesgestörten Menschen tatsächlich dazu treiben können, genau das zu tun?“
Forscher sind sich darin einig, daß Drogenmißbrauch und Satanismus Hand in Hand gehen. Der frühere Kriminalbeamte beim Sittendezernat, David Toma, sagte, daß er „noch nie einem Satansanbeter begegnet ist, der keine Drogen nimmt“. Der Drogenkonsum, so die Zeitschrift ’Teen, verkompliziert alles nur noch für Jugendliche, „die sich der Teufelsanbetung zuwenden, und macht es für die durch Drogen und Alkohol benebelten Kinder immer schwerer, zwischen Schein und Wirklichkeit zu unterscheiden“.
„Was für den pathologischen Spieler die Lotterie ist, ist für den Drogensüchtigen das Heavy metal“, sagte Carl Raschke. „Der abhängige Jugendliche eignet sich einen Lebensstil an, der von Arroganz, Brutalität, Diebstahl und sexuellen Ausschweifungen geprägt ist — und das alles wird durch das Gejaule und Gebrülle der verschiedenen Metal-Gruppen noch verstärkt.“
Wenn perverse und gewaltorientierte Gedanken den gesunden Menschenverstand eines jungen Menschen verdrängen, wird er zweifelsohne eine leichte Beute für Satan.
[Herausgestellter Text auf Seite 8]
Wenn Perversität und Gewalt jemandes gesunden Menschenverstand verdrängen, ist er eine leichte Beute für Satan
[Bild auf Seite 7]
Womit füllen wir unseren Sinn?
-
-
Die Tage des Satanskults sind gezähltErwachet! 1994 | 22. September
-
-
Die Tage des Satanskults sind gezählt
JEHOVA GOTT erschuf Adam und Eva, setzte sie in einen paradiesischen Garten und gab ihnen den Auftrag, sich zu vermehren und die Erde mit gerechten Nachkommen zu füllen. Sie sollten sich um den Garten kümmern, ihn pflegen und erhalten, und sie sollten ewig leben unter der einfachen Bedingung, ‘von einem bestimmten Baum in der Mitte des Gartens nicht zu essen. Wenn sie davon essen würden, würden sie sterben’ (1. Mose 1:27, 28; 2:8, 9, 15-17; Jesaja 45:18).
Ein mächtiger Engel lehnte sich gegen Gott auf und wurde zum Satan, was „Widerstandleistender“ bedeutet, weil er die Macht an sich reißen wollte. Er wünschte, daß alle Menschen ihn anbeteten. Er brachte Eva dazu, von der verbotenen Frucht zu essen, indem er behauptete, daß sie gut zur Speise sei und Eva keineswegs sterben werde, sondern so sein werde wie Gott, daß sie also selbst entscheiden könne, was gut und was böse sei. Eva entschied sich für das Falsche; sie fand es in Ordnung, von der verbotenen Frucht zu essen. Eva nahm von der Frucht und gab auch Adam davon, so daß er ebenfalls von der Frucht aß; schließlich starben beide. Auf diese Weise brachte Adam Sünde und Tod über seine Nachkommen; seitdem müssen alle sterben (1. Mose 3:1-6; Römer 5:12). Die ersten Menschen entschlossen sich dazu, Satan zu folgen, und wurden die ersten Anhänger der Satansanbetung. Bis zum heutigen Tag sind Millionen von Menschen zu dem Schluß gekommen, die Religion ihrer Ureltern sei für sie gut genug. „Wenn ihr euch fortgesetzt jemandem als Sklaven darstellt, um ihm zu gehorchen, [seid ihr] dessen Sklaven ..., weil ihr ihm gehorcht“ (Römer 6:16; Johannes 17:15, 16; 1. Johannes 5:19).
Jehova kündigte zwar Satans Vernichtung an, räumte ihm aber eine gewisse Zeit ein. Dadurch hatte Satan die Gelegenheit, seine Behauptung zu beweisen, kein Mensch auf der Erde würde Gott unter Prüfungen treu bleiben — eine Behauptung, die gemäß dem Bericht in den ersten beiden Kapiteln des Bibelbuchs Hiob auf überaus eindrucksvolle Weise zugunsten Jehovas widerlegt wird. Hiob war nicht bereit, seine Lauterkeit gegenüber Gott trotz der grausamen und gemeinen Angriffe Satans aufzugeben, und dadurch stempelte er Satan zum Lügner (1. Mose 3:15; 2. Mose 9:16; Hiob 42:7). Hebräer, Kapitel 11 enthält ebenfalls eine lange Liste von Zeugen, die in der Streitfrage der universellen Souveränität auf der Seite Jehovas Stellung bezogen.
Herausragend ist das Beispiel Christi Jesu, der die große Streitfrage der universellen Souveränität und der Lauterkeit des Menschen Gott gegenüber vollständig und ein für allemal zugunsten Jehovas klärte. Für Satan war das eine vernichtende Niederlage. Jesus lehnte Satans Angebot rundweg ab, ihm im Austausch gegen einen einzigen Akt der Anbetung die Weltherrschaft zu geben. Außerdem erduldete Jesus, ohne sich erschüttern zu lassen, entsetzliche Qualen am Marterpfahl. Dadurch, daß er Satan und dessen Welt besiegte, hinterließ er uns ein vollkommenes Beispiel (Matthäus 4:8-10; 27:50; Johannes 16:33; Hebräer 5:7-10; 1. Petrus 2:21).
In Anbetracht der schrecklichen Zeit, in der wir leben, könnte man fast meinen, Satan sei mächtiger als je zuvor und der Satanskult sei auf dem Vormarsch. Das Bibelbuch der Offenbarung vermittelt im Kapitel 12, Vers 7-9, 12 jedoch ein ganz anderes Bild:
„Krieg brach aus im Himmel: Michael [Christus Jesus] und seine Engel kämpften mit dem Drachen, und der Drache und seine Engel kämpften, doch gewann er nicht die Oberhand, auch wurde für sie keine Stätte mehr im Himmel gefunden. Und hinabgeschleudert wurde der große Drache — die Urschlange —, der Teufel und Satan genannt wird, der die ganze bewohnte Erde irreführt; er wurde zur Erde hinabgeschleudert, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeschleudert. Darum seid fröhlich, ihr Himmel und ihr, die ihr darin weilt! Wehe der Erde und dem Meer, weil der Teufel zu euch hinabgekommen ist und große Wut hat, da er weiß, daß er nur eine kurze Frist hat.“
Die Tage der paradiesischen Erde werden ohne Zahl sein
„Da er weiß, daß er nur eine kurze Frist hat“, intensiviert Satan seine dämonischen Machenschaften in den gegenwärtigen „letzten Tagen“ (Jakobus 5:1-3). Doch es ist ein Silberstreifen am Horizont zu sehen. In Offenbarung 21:1, 3-5 wird dies beschrieben: „Ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der frühere Himmel und die frühere Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr. Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: ‚Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.‘ Und der, der auf dem Thron saß, sprach: ‚Siehe! Ich mache alle Dinge neu.‘ Auch sagt er: ‚Schreibe, denn diese Worte sind zuverlässig und wahr.‘“
Jehova wird in einem Zeitraum von tausend Jahren, in denen Christus Jesus regieren wird, seinen ursprünglichen Vorsatz in Verbindung mit der Erde und der Menschheit verwirklichen (Offenbarung 20:1, 2, 6). Wie bereits erwähnt, sollten die Menschen ursprünglich die Erde mit gerechten Nachkommen füllen, sich um die Erde kümmern, sich der Pflanzen und der Tiere annehmen, in Frieden leben und einander lieben. Die Verwirklichung dieses Vorsatzes ist aufgeschoben worden, um Satan die Gelegenheit zu geben, seine Behauptung zu beweisen, er könne alle Menschen von Jehova Gott abspenstig machen. Er hat zwar Milliarden von Menschen in seine Gewalt bekommen, doch im Fall einiger Millionen Menschen ist ihm das nicht gelungen, denn sie haben ihre Lauterkeit bewahrt (Römer 6:16).
Während einer Zeit der Wiederherstellung wird sich Jehovas Barmherzigkeit durch Christus Jesus sogar auf die Toten in den Gräbern erstrecken, so daß Milliarden von Menschen, die in den vergangenen Jahrtausenden gestorben sind, die Möglichkeit erhalten, ewig auf einer paradiesischen Erde zu leben. Die Bibel sagt hierzu: „Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen werden, die, welche Gutes getan haben, zu einer Auferstehung des Lebens, die, welche Schlechtes getrieben haben, zu einer Auferstehung des Gerichts“ (Johannes 5:28, 29).
Wer sich dann weigert, sich dem Umfeld auf der gerechten neuen Erde anzupassen, wird nicht am Leben bleiben können und nicht die Erde verschmutzen, ihre Pflanzen- und Tierwelt zerstören sowie den Frieden unter den Menschen und die wahre Anbetung Jehovas zunichte machen können. Das wird auch in Psalm 37:10, 11, 29 bestätigt: „Nur noch eine kleine Weile, und der Böse wird nicht mehr sein; und du wirst dich sicherlich umsehen nach seiner Stätte, und er wird nicht dasein. Die Sanftmütigen aber werden die Erde besitzen, und sie werden wirklich ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens. Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, und sie werden immerdar darauf wohnen.“
In Micha 4:2-4 werden wahrer Friede und wahre Sicherheit verheißen: „Viele Nationen werden bestimmt hingehen und sagen: ‚Kommt, und laßt uns zum Berg Jehovas hinaufziehen und zum Haus des Gottes Jakobs; und er wird uns über seine Wege unterweisen, und wir wollen auf seinen Pfaden wandeln.‘ Denn von Zion wird das Gesetz ausgehen und das Wort Jehovas von Jerusalem. Und er wird gewiß Recht sprechen unter vielen Völkern und die Dinge richtigstellen hinsichtlich mächtiger Nationen in der Ferne. Und sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden müssen und ihre Speere zu Winzermessern. Nicht werden sie das Schwert erheben, Nation gegen Nation, auch werden sie den Krieg nicht mehr lernen. Und sie werden tatsächlich sitzen, jeder unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaum, und da wird niemand sein, der sie aufschreckt; denn der Mund Jehovas der Heerscharen selbst hat es geredet.“
Diese friedlichen Verhältnisse werden sich auch auf die Tierwelt auswirken, denn gemäß Hosea 2:18 sagt Jehova: „Ich [werde] an jenem Tag gewiß einen Bund schließen in Verbindung mit dem wildlebenden Tier des Feldes und mit dem fliegenden Geschöpf der Himmel und dem Kriechtier des Erdbodens, und Bogen und Schwert und Krieg werde ich aus dem Land zerbrechen, und ich will sie in Sicherheit sich niederlegen lassen.“ In Hesekiel 34:25 ist ebenfalls von einem Bund die Rede, der die Existenz irgendwelcher ‘Schaden verursachender wilder Tiere’ ausschließt.
Des weiteren wird in Jesaja 11:6-9 verheißen, daß die Tiere im Paradies auch untereinander Frieden haben werden. Wir lesen dort: „Der Wolf wird tatsächlich eine Zeitlang bei dem männlichen Lamm weilen, und der Leopard wird bei dem Böckchen lagern, und das Kalb und der mähnige junge Löwe und das wohlgenährte Tier, alle beieinander; und ein noch kleiner Knabe wird sie führen. Und die Kuh und der Bär, sie werden weiden; zusammen werden ihre Jungen lagern. Und selbst der Löwe wird Stroh fressen so wie der Stier. Und der Säugling wird gewiß auf dem Loch der Kobra spielen; und auf die Lichtöffnung einer giftigen Schlange wird ein entwöhntes Kind tatsächlich seine Hand legen. Sie werden keinen Schaden stiften noch irgendwie Verderben anrichten auf meinem ganzen heiligen Berg; denn die Erde wird bestimmt erfüllt sein mit der Erkenntnis Jehovas, wie die Wasser das ganze Meer bedecken.“
Die Sanftmütigen werden die Erde erben. Sie werden dafür sorgen, daß die Luft, das Wasser und der Boden rein bleiben. Aus vertrocknetem Land werden Quellen und Wasserbäche hervorsprudeln. Berge, deren Hänge aus Profitgier abgeholzt wurden, werden wieder von Wäldern bedeckt sein. In Waldungen wird es üppigen Pflanzenwuchs geben, und Wüsten werden wie der Safran blühen. Die Blinden werden sehen, die Tauben werden hören, die Lahmen werden gehen, und die Stummen werden reden (Jesaja 35:1-7). Echte Wertschätzung für die herrlichen Berge und Täler sowie für die von Wellen umspielten Meeresstrände, die allesamt Jehova gehören, wird die Menschen daran hindern, die Erde aus Habsucht erneut zu ruinieren. Für die Menschen, die dann vollkommen sein werden und die Früchte des Geistes Jehovas hervorbringen, wird es ein leichtes sein, etwas ganz Natürliches, ja eine wahre Freude, ihren Nächsten zu lieben wie sich selbst und vor allem Jehova mit ganzem Herzen, ganzer Seele, ganzem Sinn und ganzer Kraft zu lieben. Ja, die gesamte Menschheit wird geistige Früchte hervorbringen wie „Liebe, Freude, Frieden, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Glauben, Milde, Selbstbeherrschung“ (Galater 5:22, 23).
Zu schön, um wahr zu sein?
An dieser Stelle sagt sich manch ein Leser vielleicht: „Das klingt einfach zu schön, um wahr zu sein.“ Aber nein, die heutigen Verhältnisse sind einfach zu schlimm, um bestehenzubleiben. Die Bibel bezeichnet unsere Zeit als die ‘letzten Tage’. Man braucht sich nur umzuschauen, um zu wissen, daß das stimmt. „In den letzten Tagen“, heißt es in Gottes Wort, werden „kritische Zeiten dasein ..., mit denen man schwer fertig wird. Denn die Menschen werden eigenliebig sein, geldliebend, anmaßend, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, nicht loyal, ohne natürliche Zuneigung, für keine Übereinkunft zugänglich, Verleumder, ohne Selbstbeherrschung, brutal, ohne Liebe zum Guten, Verräter, unbesonnen, aufgeblasen vor Stolz, die Vergnügungen mehr lieben als Gott, die eine Form der Gottergebenheit haben, sich aber hinsichtlich deren Kraft als falsch erweisen; und von diesen wende dich weg. Böse Menschen aber und Betrüger werden vom Schlechten zum Schlimmeren fortschreiten, indem sie irreführen und irregeführt werden“ (2. Timotheus 3:1-5, 13).
Trotz dieser plastischen Schilderung unserer Zeit gibt es immer noch Menschen, die spotten. Das ist auch nicht anders zu erwarten. Ihr Spott ist nur ein weiteres beweiskräftiges Indiz dafür, daß wir in den letzten Tagen leben, denn wir lesen: „In den letzten Tagen [werden] Spötter mit ihrem Spott kommen ..., die gemäß ihren eigenen Begierden vorgehen und sagen: ‚Wo ist diese seine verheißene Gegenwart? Ja, von dem Tag an, da unsere Vorväter im Tod entschlafen sind, gehen alle Dinge genauso weiter wie von Anfang der Schöpfung an.‘ ... die Himmel und die Erde, die jetzt sind, [sind] aufgespart für das Feuer und sind aufbehalten für den Tag des Gerichts und der Vernichtung der gottlosen Menschen. Doch gibt es neue Himmel und eine neue Erde, die wir gemäß seiner Verheißung erwarten, und in diesen wird Gerechtigkeit wohnen“ (2. Petrus 3:3, 4, 7, 13).
In Gottes gerechter neuer Welt werden wir keinen Gedanken an das heutige böse System der Welt Satans verschwenden, denn Jehova verheißt uns: „Siehe, ich schaffe neue Himmel und eine neue Erde; und die früheren Dinge werden nicht in den Sinn gerufen werden, noch werden sie im Herzen aufkommen. Doch frohlockt und freut euch immerdar über das, was ich schaffe“ (Jesaja 65:17, 18). Die Tage des Satanskults sind gezählt, und zu der von Gott bestimmten Zeit wird auch Satan für immer vernichtet werden (Offenbarung 20:1-3, 7-10).
Segensreiche Verhältnisse auf einer paradiesischen Erde sind tatsächlich nicht zu schön, um wahr zu sein; für Jehova sind die Verhältnisse in Satans jetzigem alten System vielmehr zu schlimm, um sie weiterbestehen zu lassen.
[Bild auf Seite 10]
Die segensreichen Verhältnisse auf der paradiesischen Erde sind nicht zu schön, um wahr zu sein
-