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  • „Babylon die Große ist gefallen!“
    Die Offenbarung — Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe!
    • Zum ersten, doch nicht zum letzten Mal wird in der Offenbarung die Aufmerksamkeit auf Babylon die Große gelenkt. Später, in Kapitel 17, wird sie als eine wollüstige Hure beschrieben. Wer ist sie? Wie wir sehen werden, ist sie ein Weltreich, sie ist religiös und ist Satans irreführendes System, das er im Kampf gegen den Samen der Frau Gottes benutzt (Offenbarung 12:17). Babylon die Große ist das gesamte Weltreich der falschen Religion. Sie umfaßt alle Religionen, in denen die religiösen Lehren und Bräuche des alten Babylon erhalten geblieben sind und die seinen Geist bekunden.

      2. (a) Wie wurde die babylonische Religion in alle Gebiete der Erde getragen? (b) Wer macht den bedeutendsten Teil von Babylon der Großen aus, und wann trat er als eine mächtige Organisation in Erscheinung?

      2 Vor mehr als 4 000 Jahren verwirrte Jehova die Sprache der Leute von Babylon, die den Turm von Babel bauen wollten. Die verschiedenen Sprachgruppen zerstreuten sich über die ganze Erde, und sie nahmen die falschen Glaubensansichten und Bräuche mit, die den meisten heutigen Religionen zugrunde liegen (1. Mose 11:1-9). Babylon die Große ist der religiöse Teil der Organisation Satans. (Vergleiche Johannes 8:43-47.) Der bedeutendste Teil Babylons der Großen ist heute die abtrünnige Christenheit, die im 4. Jahrhundert nach Christus als mächtige, gesetzlose Organisation in Erscheinung trat mit Glaubensbekenntnissen und einem Formenwesen, die nicht auf der Bibel beruhten, sondern größtenteils auf der babylonischen Religion (2. Thessalonicher 2:3-12).

  • „Babylon die Große ist gefallen!“
    Die Offenbarung — Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe!
    • Sie hat „alle Nationen veranlaßt ... zu trinken“, indem sie die Tricks einer Prostituierten angewandt und mit ihnen religiöse Hurerei begangen hat. Sie hat politische Herrscher verlockt, mit ihr Bündnisse und freundschaftliche Beziehungen einzugehen. Sie hat durch religiöse Lockmittel ein Ränkespiel getrieben, das zur politischen, kommerziellen und wirtschaftlichen Unterdrückung führte. Sie hat zu religiösen Verfolgungen, zu Religionskriegen und zu Kreuzzügen gehetzt sowie aus rein politischen und kommerziellen Gründen zu Kriegen zwischen Staaten. Und sie hat diese Kriege geheiligt, indem sie erklärt hat, sie seien Gottes Wille.

      6 Es ist allgemein bekannt, daß die Religion auch im 20. Jahrhundert in Kriege und Politik verwickelt gewesen ist — im schintoistischen Japan, im hinduistischen Indien, im buddhistischen Vietnam, im „christlichen“ Nordirland und Lateinamerika sowie in anderen Gebieten —, auch darf man die Rolle nicht übersehen, die die Feldgeistlichen in den zwei Weltkriegen in beiden Lagern gespielt haben, indem sie die jungen Männer anfeuerten, einander hinzumorden. Ein klassisches Beispiel dafür, wie Babylon die Große „flirtet“, ist der Anteil, den sie am Spanischen Bürgerkrieg (1936—1939) hatte, in dem wenigstens 600 000 Menschen getötet wurden. Dieses Blutbad wurde durch Unterstützer der katholischen Geistlichkeit und ihre Verbündeten provoziert, zum Teil deshalb, weil Reichtum und Stellung der Kirche durch Spaniens gesetzliche Regierung gefährdet waren.

      7. Wer ist das Hauptangriffsziel Babylons der Großen gewesen, und welche Methoden hat sie gegen dieses Angriffsziel angewandt?

      7 Da Babylon die Große der religiöse Teil von Satans Samen ist, hat sie stets Jehovas „Frau“, das „Jerusalem droben“, zu ihrem Hauptangriffsziel gemacht. Im 1. Jahrhundert war die Versammlung der gesalbten Christen deutlich als der Same der Frau zu erkennen (1. Mose 3:15; Galater 3:29; 4:26). Babylon die Große bemühte sich intensiv, die reine Versammlung zu religiöser Hurerei zu verführen. Die Apostel Paulus und Petrus sagten warnend, daß viele diesen Verführungskünsten erliegen würden und daß es zu einem großen Abfall käme (Apostelgeschichte 20:29, 30; 2. Petrus 2:1-3). Jesu Botschaften an die sieben Versammlungen lassen erkennen, daß Babylon die Große gegen Ende des Lebens des Johannes bei ihren Bemühungen, die Versammlungen zu verderben, einen gewissen Erfolg hatte (Offenbarung 2:6, 14, 15, 20-23). Aber Jesus hatte bereits deutlich gemacht, wie weit sie gehen dürfte.

      Unkraut und Weizen

      8, 9. (a) Worauf deutet das Gleichnis Jesu vom Unkraut und Weizen hin? (b) Was geschah, „während die Menschen schliefen“?

      8 In seinem Gleichnis vom Unkraut und Weizen sagte Jesus, daß ein Mann vortrefflichen Samen auf ein Feld säte. Aber „während die Menschen schliefen“, kam ein Feind und säte Unkraut hinzu. Daher sah man dann vor lauter Unkraut den Weizen nicht mehr. Jesus erklärte das Gleichnis wie folgt: „Der den vortrefflichen Samen sät, ist der Sohn des Menschen; das Feld ist die Welt; was den vortrefflichen Samen betrifft, dies sind die Söhne des Königreiches; das Unkraut aber sind die Söhne dessen, der böse ist, und der Feind, der es säte, ist der Teufel.“ Dann legte er dar, daß man den Weizen und das Unkraut bis „zum Abschluß des Systems der Dinge“ zusammen wachsen lassen werde und daß dann die Engel das symbolische Unkraut „herauslesen“ würden (Matthäus 13:24-30, 36-43).

      9 Das, wovor Jesus und die Apostel Paulus und Petrus gewarnt hatten, trat ein. „Während die Menschen schliefen“ — entweder nachdem die Apostel im Tod entschlafen waren, oder als die christlichen Aufseher beim Hüten der Herde Gottes schläfrig wurden —, wucherten babylonische Irrtümer direkt in der Versammlung (Apostelgeschichte 20:31). Nach kurzer Zeit hatte das Unkraut den Weizen überwuchert, so daß man ihn nicht mehr sah. Jahrhundertelang schien es, als hätten die bauschigen Rocksäume von Babylon der Großen den Samen der Frau erstickt.

      10. Was unternahm man spätestens in den 1870er Jahren, und wie reagierte Babylon die Große darauf?

      10 Spätestens in den 1870er Jahren unternahmen gesalbte Christen entschlossen Schritte, um sich von den hurerischen Wegen Babylons der Großen zu distanzieren. Sie gaben die Irrlehren auf, die die Christenheit aus dem Heidentum übernommen hatte, und predigten mutig anhand der Bibel, daß die Zeiten der Nationen im Jahre 1914 enden würden. Das Hauptwerkzeug Babylons der Großen, die Geistlichkeit der Christenheit, bekämpfte diese Bemühungen zur Wiederherstellung der wahren Anbetung. Im Ersten Weltkrieg machte sie sich die Kriegshysterie zunutze, um zu versuchen, die kleine Gruppe treuer Christen auszurotten. Im Jahre 1918, als man deren Tätigkeit fast ganz unterdrückt hatte, sah es so aus, als sei Babylon die Große erfolgreich gewesen. Sie hatte anscheinend über diese Gruppe von Christen triumphiert.

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