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„Gegenstand des Hasses aller Nationen“Jehovas Zeugen — Verkündiger des Königreiches Gottes
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Nachdem ungefähr 1 200 Zeugen in Deutschland zu Beginn des NS-Regimes ins Gefängnis gekommen waren, weil sie sich geweigert hatten, den nationalsozialistischen Gruß zu entbieten und ihre christliche Neutralität zu verletzen, wurden in den Vereinigten Staaten Tausende mißhandelt, weil sie sich weigerten, die amerikanische Fahne zu grüßen. In der Woche vom 4. November 1935 wurden in Canonsburg (Pennsylvanien) einige Schulkinder in den Heizungsraum gebracht und verprügelt, weil sie die Fahne nicht gegrüßt hatten. Grace Estep, eine Lehrerin, wurde aus dem gleichen Grund aus ihrer Stellung an der Schule entlassen. Am 6. November weigerten sich William und Lillian Gobitas, die Fahne zu grüßen, und wurden von der Schule in Minersville (Pennsylvanien) gewiesen. Ihr Vater klagte auf Wiederaufnahme seiner Kinder. Sowohl das Bundesbezirksgericht als auch die Berufungsinstanz entschieden den Fall zugunsten von Jehovas Zeugen. 1940 jedoch, als die Nation am Rande des Krieges stand, entschied das Oberste Bundesgericht der Vereinigten Staaten im Fall Schulbezirk Minersville gegen Gobitis mit acht Stimmen gegen eine, daß der Fahnengruß an öffentlichen Schulen obligatorisch sei. Das führte landesweit zu einer Lawine von Gewalttätigkeiten gegen Jehovas Zeugen.
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„Gegenstand des Hasses aller Nationen“Jehovas Zeugen — Verkündiger des Königreiches Gottes
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Weil so viele Kinder von Zeugen Jehovas von der Schule gewiesen worden waren, mußten die Zeugen Ende der 30er und Anfang der 40er Jahre in den Vereinigten Staaten und in Kanada eigene Schulen einrichten, um ihren Kindern eine Schulbildung zu vermitteln. Man nannte sie Königreichsschulen.
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„Gegenstand des Hasses aller Nationen“Jehovas Zeugen — Verkündiger des Königreiches Gottes
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[Bilder auf Seite 672]
An vielen Orten mußten Königreichsschulen eingerichtet werden, weil Kinder von Zeugen von den öffentlichen Schulen gewiesen wurden
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