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Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2
it-2 „Selbstbeherrschung“

SELBSTBEHERRSCHUNG

Die Herrschaft oder Kontrolle über sich selbst, seine Handlungen, seine Zunge oder seine Gedanken (1Mo 43:31; Est 5:10; Ps 119:101; Spr 10:19; Jer 14:10; Apg 24:25). Die hebräischen und griechischen Wörter, die sich auf Selbstbeherrschung beziehen, bedeuten wörtlich, Macht oder Kontrolle über sich zu haben. Selbstbeherrschung gehört zur ‘Frucht des Geistes Gottes’ (Gal 5:22, 23); Jehova hat, obwohl er unumschränkte Macht besitzt, zu allen Zeiten Selbstbeherrschung geübt. Statt unverzüglich gegen Übeltäter vorzugehen, hat er Zeit vergehen lassen, um ihnen Gelegenheit zu geben, von ihrem schlechten Weg umzukehren und in seine Gunst zu gelangen (Jer 18:7-10; 2Pe 3:9).

Zeigte es sich aber, dass diejenigen, denen Jehova Zeit zum Bereuen eingeräumt hatte, seine Barmherzigkeit nicht annahmen, hielt er sich mit Recht nicht mehr von der Vollstreckung seines Urteils zurück. Das erfuhren z. B. die Zerstörer Jerusalems. Sie hatten nicht erkannt, dass ihnen die Unterwerfung der Israeliten nur mit Jehovas Zulassung gelungen war (Gott wollte die Israeliten wegen ihrer Untreue bestrafen). Sie behandelten die Israeliten grausam und bestraften sie härter, als Gottes Urteil es verlangte. (Vgl. Jes 47:6, 7; Sach 1:15.) Jehova hatte das vorhergesehen und durch den Propheten Jesaja darauf hinweisen lassen, dass die Zeit käme, da er sich nicht mehr zurückhalten würde, diejenigen zu bestrafen, die alles verwüstet hatten: „Ich habe mich lange Zeit still verhalten. Ich bewahrte Schweigen. Ich übte fortwährend Selbstbeherrschung. Wie eine Gebärende werde ich stöhnen, lechzen und tief Atem holen zur selben Zeit. Ich werde Berge und Hügel verwüsten, und all ihren Pflanzenwuchs werde ich verdorren lassen“ (Jes 42:14, 15).

Christus Jesus übte ebenfalls Selbstbeherrschung. Als der Apostel Petrus Hausknechte auf die Notwendigkeit, ihren Gebietern untertan zu sein, hinwies, schrieb er: „In der Tat, zu diesem Lauf wurdet ihr berufen, weil auch Christus für euch gelitten hat, euch ein Beispiel hinterlassend, damit ihr seinen Fußstapfen genau nachfolgt. ... Als er beschimpft wurde, gab er nicht schimpfend zurück. Als er litt, begann er nicht zu drohen, sondern übergab sich weiterhin dem, der gerecht richtet“ (1Pe 2:21-23).

In den „letzten Tagen“ soll ein Mangel an Selbstbeherrschung ein typisches Merkmal der Menschen sein, die keine wahren Christen sind (2Ti 3:1-7). Da Christen aber Nachahmer Gottes und seines Sohnes sein sollten (1Ko 11:1; Eph 5:1), sollten sie sich bemühen, in allen Dingen Selbstbeherrschung zu üben (1Ko 9:25). Der Apostel Petrus schrieb: „Reicht dar zu eurem Glauben Tugend, zu eurer Tugend Erkenntnis, zu eurer Erkenntnis Selbstbeherrschung, zu eurer Selbstbeherrschung Ausharren, zu eurem Ausharren Gottergebenheit, zu eurer Gottergebenheit brüderliche Zuneigung, zu eurer brüderlichen Zuneigung Liebe. Denn wenn diese Dinge in euch vorhanden sind und überströmen, so werden sie euch daran hindern, entweder untätig oder ohne Frucht zu sein hinsichtlich der genauen Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus“ (2Pe 1:5-8).

Die Eigenschaft der Selbstbeherrschung sollte besonders bei Aufsehern der Christenversammlungen vorhanden sein (Tit 1:8). Um Probleme innerhalb der Versammlung erfolgreich zu lösen, müssen Aufseher in Wort und Tat Selbstbeherrschung üben. Der Apostel Paulus gab Timotheus den Rat: „Ferner weise törichte und einfältige Streitfragen ab, da du weißt, dass sie Streitigkeiten erzeugen. Ein Sklave des Herrn aber hat es nicht nötig zu streiten, sondern muss gegen alle sanft sein, lehrfähig, der sich unter üblen Umständen beherrscht, der mit Milde die ungünstig Gesinnten unterweist“ (2Ti 2:23-25).

Durch das Versäumnis, in einer bestimmten Situation Selbstbeherrschung zu üben, kann sogar ein langjähriger treuer Diener Gottes seinen Ruf beflecken und sich in verschiedene Schwierigkeiten stürzen. Ein anschauliches Beispiel hierfür ist das, was König David widerfuhr. Obwohl er treu an der wahren Anbetung festhielt und die gerechten Grundsätze des Gesetzes Gottes liebte (vgl. Ps 101), beging er Ehebruch mit Bathseba, was ihn dann bewog, ihren Mann Uria in der Schlacht dort einsetzen zu lassen, wo er mit ziemlicher Sicherheit umkommen würde. Das hatte zur Folge, dass David noch nach Jahren mit ernsten Schwierigkeiten innerhalb seiner Familie zu kämpfen hatte (2Sa 12:8-12). Sein Fall zeigt auch, dass es weise ist, Situationen zu meiden, die zum Verlust der Selbstbeherrschung führen könnten. Statt das Flachdach seines Palastes zu verlassen, sah David Bathseba offenbar weiter zu, wie sie sich badete, und entbrannte so in Leidenschaft zu ihr (2Sa 11:2-4).

Es wäre auch nicht gut, wenn jemand, dem es an Selbstbeherrschung mangelt, ledig bliebe, obwohl er eine ehrbare Ehe eingehen und so vermeiden könnte, Hurerei zu begehen. Der Apostel Paulus schrieb diesbezüglich: „Wenn sie ... keine Selbstbeherrschung haben, so mögen sie heiraten, denn es ist besser, zu heiraten, als von Leidenschaft entbrannt zu sein“ (1Ko 7:9, 32-38).

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