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  • Chatrooms — Was sollte ich darüber wissen?
    Erwachet! 2005 | 22. September
    • Ein Jagdrevier für Sexualverbrecher

      „Ich unterhielt mich gerade mit ein paar Leuten in einem Chatroom, als ein Mann mich fragte, ob ich 14-jährige Mädchen kennen würde“, erzählt Abigail. „Er wollte Sex mit ihnen haben und sagte, er würde ihnen auch Geld dafür geben.“

      Was Abigail erlebt hat, ist alles andere als selten. Weil sich online immer mehr Sexualverbrecher herumtreiben, haben Behörden in mehreren Ländern schon Sicherheitsratgeber zum Schutz von Kindern und Jugendlichen herausgegeben. Die amerikanische Bundeskriminalpolizei (FBI) zum Beispiel warnt vor Leuten, die im Chat direkt anfangen, über eindeutig sexuelle Inhalte zu reden, aber auch vor solchen, die „sich durch Aufmerksamkeit, Freundlichkeit, Zuneigung und sogar Geschenke das Vertrauen ihrer potenziellen Opfer erschleichen“.

      Wie einige dieser Verbrecher konkret vorgehen, beschreibt eine Publikation des FBI so: „Diese Leute hören sich die Probleme der Kinder an und geben sich verständnisvoll. Sie sind auf dem Laufenden, welche Musik und welche Hobbys gerade angesagt sind und was für Interessen die Kinder haben. Ganz allmählich lassen sie sexuelle Anspielungen und Inhalte in ihre Gespräche einfließen, um nach und nach die Hemmschwelle der Kinder zu senken.“

      Perverse Erwachsene sind aber nicht die einzige Gefahr. Man muss sich auch vor Jugendlichen in Acht nehmen, die die moralischen Werte der Bibel nicht kennen oder nicht respektieren. Cody zum Beispiel erlebte beim Chatten mit anderen Jugendlichen, dass ihn ein Mädchen in einen privaten Chatbereich einlud. Dort stellte sie ihm eine anzügliche Frage. Cody war konsequent genug, den Dialog sofort abzubrechen.

      Weil es natürlich ist, sich für Sex zu interessieren, fällt es dir womöglich extrem schwer, so zu reagieren wie Cody. Peter, der am Anfang zitiert wurde, gibt zu: „Ich dachte, ich wäre stark genug, einen Chat zu beenden, wenn das Thema Sex aufkommt. Aber immer wieder habe ich mich dabei ertappt, dass ich doch drangeblieben bin und weiter mitgechattet habe. Später habe ich mich geschämt.“ Vielleicht denkst du aber: „Was ist denn schon dabei, online über Sex zu diskutieren? Schließlich weiß doch in einem Chat gar keiner, wer ich bin.“

      Kann es schaden, online über Sex zu diskutieren?

      Die Bibel spricht offen über Sex (Sprüche 5:18, 19). Wenn man jung ist, hat man zugegebenermaßen besonders großes Interesse daran. Du solltest also über Sexualität reden. Du brauchst Antworten auf deine Fragen zu diesem wichtigen Thema.b Aber ob du glücklich wirst — und zwar sowohl jetzt als auch später im Leben —, hängt stark davon ab, wie du dir die Informationen beschaffst, die dich interessieren.

      Wenn du dich dafür entscheidest, online über Sex zu chatten — selbst mit Leuten, die sich als deine Freunde ausgeben —, kann dir irgendwann etwas Ähnliches passieren wie einem jungen Mann, von dem die Bibel erzählt. Aus Neugierde trieb er sich in der Nähe des Hauses einer Prostituierten herum. Erst redete sie nur mit ihm. Aber als dann sein Verlangen geweckt war, wollte er mehr als nur reden. „Ganz plötzlich geht er ihr nach wie ein Stier, der sogar zur Schlachtung kommt, . . . so wie ein Vogel in die Falle eilt“ (Sprüche 7:22, 23).

      Online über Sex zu reden könnte auch bei dir ganz leicht dazu führen, dass du ein Verlangen nach mehr entwickelst. Ein Teenager namens Philip erinnert sich: „Ich war gerade am Chatten, als plötzlich ein Fenster mit einem unsittlichen Bild aufging. Das hatte mir die Person geschickt, mit der ich online war.“ Wenn bei dir erst einmal ein Verlangen danach geweckt worden ist, dich mit sexuell eindeutigen Inhalten zu beschäftigen, könntest du in Versuchung kommen, dem weiter nachzugehen, zum Beispiel in einem Chatraum nur für Erwachsene.c Viele, die sich ködern lassen, Pornographie anzusehen, gehen irgendwann dazu über, unsittlich zu handeln, und haben dann unter den unvermeidlichen Folgen zu leiden (Galater 6:7, 8).

      Wer online mit dir über Sex reden will, ist nicht im Geringsten daran interessiert, dass es dir gut geht. Solche Leute wollen nur ihre eigene Lust befriedigen und dich deshalb zu unsittlichen Gesprächen — oder sogar Handlungen — verführen.d Um seinen Sohn vor einer Person mit unsittlichen Absichten zu schützen, schrieb König Salomo: „Halte deinen Weg fern von ihrer Seite, und komm dem Eingang ihres Hauses nicht nahe, damit du nicht anderen deine Würde gibst . . .; damit sich nicht Fremde mit deiner Kraft sättigen“ (Sprüche 5:8-10). Dieser Rat lässt sich vom Grundsatz her wie folgt anwenden: Halte dich fern von Chats, in denen das Thema Sex diskutiert wird, damit du deine „Würde“ nicht Fremden gibst, die sich auf deine Kosten „sättigen“ oder befriedigen wollen.

  • Chatrooms — Was sollte ich darüber wissen?
    Erwachet! 2005 | 22. September
    • c Zu manchen Chats für Erwachsene, in denen gewöhnlich pornographische Themen behandelt und Bilder ausgetauscht werden, hat man theoretisch erst ab einem bestimmten Alter Zugang. Untersuchungen haben aber ergeben, dass sich sogar schon Neunjährige mit falschen Altersangaben Zugang zu Chats für Erwachsene verschaffen.

      d So jemand behauptet womöglich nur, vom anderen Geschlecht zu sein; schließlich kannst du nicht nachprüfen, mit wem du in Wirklichkeit chattest.

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