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  • Erste Station — Rodriguez
  • Die entlegenen Seschellen
  • Zurück nach Réunion
  • Mayotte — die Parfuminsel
Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 1992
w92 15. 2. S. 21-25

Inseln im Indischen Ozean hören die gute Botschaft

ÜBER eine Fläche von nahezu 4 Millionen Quadratkilometern im westlichen Indischen Ozean verstreut, liegen in einem Halbkreis um Madagaskar die Inseln Rodriguez, Mauritius, Réunion, die Seschellen, Mayotte und die Komoren. Zwar sind sie über eine riesige Fläche verteilt, ihre Landmasse beträgt jedoch zusammengenommen nur etwa 7 300 Quadratkilometer. Mit einer Bevölkerung von insgesamt 2 300 000 zählen sie zu den am dichtesten besiedelten Inseln der Welt.

Zur Bevölkerung gehören etwa 2 900 Zeugen Jehovas, die den Inselbewohnern fleißig die gute Botschaft von Gottes Königreich predigen. Da die Zeugen auf den Inseln in Abgeschiedenheit leben, schätzen sie besonders die Besuche der reisenden Aufseher und die jährlich stattfindenden Kongresse, die vom Zweigbüro der Watch Tower Society in Vacoas (Mauritius) organisiert werden. Bei solchen Gelegenheiten haben die Worte aus Jesaja 42:10 für sie eine besondere Bedeutung: „Singt Jehova ein neues Lied, seinen Lobpreis vom äußersten Ende der Erde her, ihr, die ihr hinabgeht zum Meer und zu dem, was es füllt, ihr Inseln und die ihr sie bewohnt.“

Vor kurzem reisten Vertreter des Zweigbüros zu den Inseln, um die Versammlungen zu besuchen und die Tagessonderkongresse mit dem auf 1. Petrus 1:15 gestützten Motto „Werdet heilig in eurem ganzen Wandel“ abzuhalten. Große Entfernungen legten sie meist mit dem Flugzeug zurück — manchmal in modernen Jumbo-Jets, oft aber in viel kleineren Propellermaschinen. Auch fuhren sie mit Schonern und kleinen, zweimastigen Segelschiffen. Begleite uns doch, um zu erfahren, wie die gute Botschaft auf den entlegenen Inseln im Indischen Ozean gehört wird!

Erste Station — Rodriguez

Nach eineinhalb Stunden Flug von Mauritius sichten wir ein Korallenriff. Es markiert die äußere Begrenzung einer großen Lagune, die ein kleines Fleckchen Land im Indischen Ozean umschließt — die Insel Rodriguez, unsere erste Station.

Der Flughafen befindet sich auf Point Coraille, einer aus versteinerten Korallenskeletten bestehenden Landzunge. Die Korallenschicht ist hier so dick, daß man sie in Blöcke zersägt und als Baumaterial verwendet. Ein kleiner Bus bringt uns vom Flughafen über eine schmale, kurvenreiche Straße in die Hauptstadt Port Mathurin. An einer Stelle können wir die ganze Insel überblicken und in der Ferne die Korallenriffe, die blaue Lagune und den felsigen Küstenstreifen sehen. Da die Regenzeit gerade vorüber ist, sind die Hügel mit rauhem Gras bewachsen und farbig gesprenkelt mit grasenden Rindern, Schafen und Ziegen.

In einem kleinen, hübschen Königreichssaal im Zentrum von Port Mathurin findet unser Tagessonderkongreß statt. Das Königreichswerk nahm 1964 seinen Anfang auf Rodriguez. Unter der Bevölkerung von 37 000 Personen gibt es jetzt 36 Verkündiger der guten Botschaft. Wir freuen uns sehr, daß 53 Personen dem Kongreß beiwohnen und daß sich ein 18jähriger junger Mann taufen läßt. Seine Mutter hatte die Wahrheit 1969 angenommen, obwohl sie weder lesen noch schreiben konnte, und diente Jehova seither trotz der Gegnerschaft ihrer Familie. Nun sind zwei ihrer Kinder getaufte Zeugen Jehovas.

Im Anschluß an den Kongreß predigen wir eine Woche lang auf der Insel. Man spricht hier auf Rodriguez dasselbe Kreolisch wie bei uns auf Mauritius, so daß wir uns gut verständigen können. Nach einer Busfahrt und einem Fußmarsch kommen wir in unser Gebiet — ein grünes Tal, das von der höher gelegenen Straße bis zum Meer hin reicht. Was für eine atemberaubende Aussicht: die türkisfarbene Lagune, das weiße Korallenriff und im Hintergrund der tiefblaue Ozean! Belebt von der frischen, sauberen Luft, marschieren wir los.

Wir folgen den schmalen Feldwegen und überqueren mehrmals einen versumpften Bachlauf, um die vielen kleinen Häuser im Tal zu erreichen. Überall werden wir herzlich willkommen geheißen und können mit den Bewohnern über die bevorstehenden Königreichssegnungen sprechen. Bald sind wir weit unten im Tal angelangt, und es ist an der Zeit, den Rückweg anzutreten. Uns stünde nun eigentlich eine Kletterpartie und ein stundenlanger Fußmarsch bevor, was uns aber dank der Hilfsbereitschaft der Menschen hier erspart bleibt — wir dürfen auf der Rückbank eines Jeeps mitfahren.

Nach jenem anstrengenden Ausflug sind wir froh, wieder in unser behagliches und schönes Bethelheim in Vacoas zurückzukehren. Es ist geplant, in der Stadthalle zwei Tagessonderkongresse abzuhalten. Am ersten Tag kommen 760 Personen aus sechs der zwölf Versammlungen, die es auf der Insel gibt. Am nächsten Tag wird das gleiche Programm für 786 Personen aus den übrigen Versammlungen dargeboten. An diesem Wochenende werden vier Neue getauft. 30 Sonderpioniere und 50 allgemeine Pioniere beteiligen sich daran, den Inselbewohnern die gute Botschaft zu verkündigen.

Die entlegenen Seschellen

Bald ist es für uns an der Zeit, erneut das Flugzeug zu besteigen und mehr als 1 600 Kilometer über den Ozean nach Norden zu fliegen. Unser Ziel ist Mahé, die Hauptinsel der Gruppe der Seschellen, die in Kreolisch Zil Elwannyen Sesel genannt werden, was „die entlegenen Seschelleninseln“ bedeutet. Wegen der großen Entfernung kann das Zweigbüro nur zwei Besuche im Jahr organisieren. Deshalb werden der Tagessonder- und der Kreiskongreß an drei aufeinanderfolgenden Tagen im Frühjahr abgehalten, der Bezirkskongreß später im Jahr. Jetzt ist es Mitte Oktober, und wir sind zum Bezirkskongreß hier, woran sich eine Besuchswoche in der Versammlung anschließt. Auch auf dieser Insel können wir das gleiche Kreolisch sprechen wie auf Mauritius.

Die Brüder von den nahe gelegenen Inseln Praslin und La Digue sind bereits eingetroffen. Es ist begeisternd, mit Brüdern aus zwölf Nationen zusammenzusein. Der örtliche Königreichssaal — eine große, umgebaute Garage hinter dem Haus eines Zeugen Jehovas — dient als Kongreßort. Da sich einschließlich der Besucher nur sechs Brüder dazu eignen, Ansprachen zu halten, haben einige das Vorrecht, während der vier Tage mehrmals am Programm beteiligt zu sein. Groß ist die Freude der 81 Verkündiger, als am letzten Kongreßtag 216 Personen anwesend sind.

Nach dem Kongreß fahren wir auf einem Schoner nach Praslin, 40 Kilometer nordöstlich von Mahé. Das elegante, 18 Meter lange Wasserfahrzeug ist aus dem Holz des Schönblattbaums gebaut. Es kann 50 Passagiere und etwa 36 Tonnen Fracht befördern. Als wir aus dem Hafen von Mahé auslaufen und der Bug unseres Schiffes auf die sich fern am Horizont abzeichnende Insel Praslin deutet, können wir die Kraft des Dieselmotors spüren, der von den weißen Segeln unterstützt wird, die sich an den beiden Masten im Wind blähen.

Zweieinhalb Stunden später umrunden wir eine felsige Landzunge und gleiten in das ruhige Wasser der wunderschönen Baie St. Anne. Beim Betreten der langen Hafenmole sehen wir unsere wartenden Brüder. Auf dieser kleinen Insel gibt es 13 Verkündiger, und 8 weitere kamen zu Besuch. Daher sind wir sehr begeistert, als sich der kleine Saal beim Sondervortrag mit 39 Anwesenden füllt. Die Aussichten auf künftige Mehrung sind gut.

Wenn wir schon auf Praslin sind, müssen wir uns unbedingt das zauberhafte Vallée de Mai anschauen. Hier wächst die Seychellennußpalme, deren Samen mit bis zu 20 Kilogramm Gewicht die größte Baumfrucht der Erde ist. Im kühlen, schattigen Wald können wir Palmen in allen Wachstumsphasen sehen. Die größte war bei der letzten Messung im Jahr 1968 31 Meter hoch, wie ein Prospekt für Besucher erklärt. Das Alter einiger dieser hohen Palmen wird auf 800 Jahre geschätzt. Es dauert 25 Jahre, bevor der Baum anfängt, Frucht zu tragen, und die Nuß ist erst nach 7 Jahren ausgereift. Kein Wunder, daß es in dem Prospekt warnend heißt: „Nehmen Sie nur Bilder mit! Hinterlassen Sie nur Fußabdrücke!“

Es ist sieben Uhr am nächsten Morgen, als wir mit einem Boot zur kleinen Insel La Digue fahren. Um die Hafenmole drängen sich viele kleine Boote. Sie sind sozusagen die Nabelschnur zwischen den 2 000 Inselbewohnern und der Außenwelt. Begrüßt werden wir von einem älteren Ehepaar aus der Schweiz, das seit 1975 auf den Inseln lebt. Wir verzichten auf das Ochsenkarren„taxi“ und spazieren statt dessen am Strand entlang, wo wir die rosafarbenen, von Wellen und Regen glattpolierten Granitfelsen bewundern. Nach einem Frühstückspicknick durchqueren wir ein kleines Naturreservat, wo der seltene Schwarzschnäpper brütet, und gelangen schließlich zum Haus einiger Interessierter. 13 Personen haben sich versammelt, um einen Vortrag in Kreolisch zu hören. Wir lernen einen Mann und eine Frau kennen, die alle Vorbereitungen getroffen haben, ihre Ehe gesetzlich eintragen zu lassen, damit sie in geistiger Hinsicht Fortschritte machen können. Ja, sogar von diesen entlegenen Inseln bringt Jehova die begehrenswerten Dinge der Nationen herein.

Zurück nach Réunion

Verglichen mit allen anderen Inseln, die wir auf unserer Reise besuchen, ist die Zivilisation auf Réunion am weitesten fortgeschritten. Als wir uns der Insel nähern, sehen wir eine vierspurige Autobahn, auf der dichter Verkehr von der Hauptstadt Saint-Denis her herrscht. Die Fläche zwischen dem Meer und den Bergen ist mit Hochhäusern verbaut. Diese Insel, auf der ungefähr 580 000 Menschen leben, ist ein sehr fruchtbares Feld für das Königreichspredigtwerk (Matthäus 9:37, 38). Es gibt dort jetzt etwa 2 000 eifrige Verkündiger der guten Botschaft in 21 Versammlungen.

Der Tagessonderkongreß wird in einem großen, überdachten Stadion abgehalten. Wir freuen uns über 3 332 Anwesende und sind überglücklich, daß sich 67 Neue taufen lassen. Nachdem wir uns der Gemeinschaft mit den Missionaren auf der Insel erfreut haben, machen wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Ziel.

Mayotte — die Parfuminsel

Nach zwei Stunden Flug setzt unser 40sitziges Düsenflugzeug zur Landung auf dem Flughafen Pamanzi an, der — auf einer Nebeninsel gelegen — durch einen 1,9 Kilometer langen Damm mit Dzaoudzi, der Hauptstadt von Mayotte, verbunden ist. Der blaue Himmel, die weißen Wolken, das üppige Grün der Berge und der tiefblaue Ozean vermitteln einem das Gefühl, in einem friedlichen, tropischen Paradies zu sein. Mayotte wird wegen des lieblichen Dufts des Ylang-Ylang-Baums passenderweise auch die Parfuminsel genannt. Destilliertes Öl aus seinen Blüten dient in Frankreich als Grundstoff für weltberühmte Parfums.

Es dauert nur eine Viertelstunde, bis wir mit einer Barkasse zur Hauptinsel gelangen. Im Missionarheim erhalten wir einige Erfrischungen und werden dann gleich eingeladen, zu einem Bibelstudium mitzukommen, das in einem 19 Kilometer entfernten Ort auf der anderen Seite der Insel stattfindet. Aus dem gemütlichen, ruhigen Besuch, den wir uns vorgestellt hatten, wird wohl nichts werden! Wir klettern in einen offenen Jeep zu einer buchstäblich haarsträubenden Fahrt auf schmalen Straßen. Unser französischer Fahrer fährt haarscharf an Leuten, an Kühen und an anderen Fahrzeugen vorbei, aber er kennt den Weg. Bald erreichen wir den Ort Chiconi, wo wir die Familie kennenlernen, in deren Haus das Studium stattfindet.

Der Vater, ein ehemaliger Moslem, stellt uns seine acht Kinder vor. Der jüngste Sohn, ein Vierjähriger, will uns — wie wir später erfahren — auf traditionelle Weise begrüßen. Er steht mit geöffneten Händen vor uns, die eine Hand in die andere gelegt. Zuerst versuchen wir, ihm die Hände zu schütteln, dann versucht meine Frau, seine Hände auf ihren Kopf zu legen. Mit großen, runden Augen steht der kleine Kerl geduldig da und wundert sich bestimmt, was wir da wohl tun. Endlich haben wir begriffen — wir legen seine Hände auf seinen Kopf. Zu Beginn des Studiums sind 14 Personen anwesend. Mitten im Studium kommt noch ein Interessierter herein und schüttelt jedem die Hand. Das gehört also offensichtlich auch zu den Bräuchen.

Es dämmert bereits, als wir die Rückfahrt antreten, und so bekommen wir die großen Flughunde zu sehen, die zu ihrer Abendmahlzeit auf die Bäume fliegen. Die Luft ist erfüllt von dem stechenden Geruch der Jackfrüchte, die auf die kurvenreiche Straße gefallen sind, und von dem süßen Duft der Mangos, Papayas und Guaven. Hier haben die Lemuren ihren Lebensraum, kleine affenartige Tiere mit Gesichtern wie Füchse und langen geringelten Greifschwänzen. Als wir um den Gipfel eines Hügels herumfahren, bietet sich uns ein atemberaubender Anblick. Der orangerote Vollmond ist gerade über der Bucht aufgegangen, und sein glitzerndes Licht spiegelt sich im ruhigen Wasser. Sogar unser Fahrer ist beeindruckt und fährt langsamer. Für den Rest der Fahrt halten wir nach jeder Kurve danach Ausschau.

Am darauffolgenden Morgen begleiten wir die Missionare in den Predigtdienst. Als erstes besuchen wir einen jungen Mann, einen Lehrer, der sehr gut Französisch spricht. Er sitzt auf dem Fußboden, wir sitzen auf seinem Bett. Das nächste Studium wird ebenfalls mit einem jungen Mann durchgeführt, und er bietet uns einen Platz auf seiner Matratze auf dem Fußboden seines winzigen Zimmers an. Obwohl wir versuchen, die Krämpfe in unseren Waden und den Schweiß, der uns den Rücken herunterläuft, zu ignorieren, fangen wir nach einer Weile an, hin und her zu rutschen. Es ist nicht leicht, sich auf das teils in Französisch, teils in Mahorisch durchgeführte Studium zu konzentrieren, zumal aus einem Radio nebenan die neueste Popmusik dröhnt.

Unser letzter Besuch gilt einem jungen Mann, der von den nahe gelegenen Komoren stammt. Er entschuldigt sich dafür, daß er nicht so gut Französisch spricht, holt seine Broschüre und ist bereit anzufangen. Als der Missionar mir noch etwas erklärt, unterbricht er uns und sagt, er lese jetzt den Abschnitt vor. So gibt er uns höflich zu verstehen, wir sollten ruhig sein. Alle diese Leute sind Moslems, aber was sie aus der Bibel lernen, schätzen sie wirklich sehr.

Wir wundern uns, warum so viele junge Männer studieren, jedoch nur so wenige Frauen oder Mädchen. Man sagt uns, das sei die Folge gesellschaftlicher und familiärer Traditionen. Da die Polygamie von der Religion und der Gesellschaft anerkannt wird und jede Ehefrau in ihrem eigenen Zuhause wohnt, ist der Einfluß des Vaters sehr gering — es ist die Mutter, die alle Zügel in der Hand hält. Auch erfahren wir, daß Töchter bis zu ihrer Heirat traditionell bei der Mutter wohnen bleiben. Söhne ziehen andererseits in der Pubertät von zu Hause aus und bauen sich ihre eigene banga oder Hütte, oder sie leben zusammen mit anderen Jungen in einer banga. Unter derartigen Verhältnissen steht es jungen Männern frei, die Bibel zu studieren, wenn sie wollen, aber nur wenige Mädchen genießen diese Freiheit.

Am Sonntag findet unser Tagessonderkongreß statt. Zu Anfang ist das Wetter schön, doch mittags ziehen Wolken auf, und bald regnet es in Strömen. Das scheint jedoch weiter niemand zu stören, denn es kühlt lediglich ein wenig ab. Auch hier finden wir ein reiches Potential für geistiges Wachstum vor — 36 Verkündiger und Pioniere sind begeistert über 83 Anwesende und 3 Neugetaufte.

Die Herausgabe der Broschüre Für immer auf der Erde leben! in ihrer Sprache ist ein großes Ereignis. Es ist nicht nur die erste Veröffentlichung der Watch Tower Society in Mahorisch, sondern bis jetzt die einzige Veröffentlichung in dieser Sprache überhaupt. Unter den lateinischen Buchstaben steht der Text auch in arabischen Schriftzeichen. Die Leute lernen in der Schule zwar das arabische Alphabet, aber nicht die arabische Sprache. Sie können arabische Gebete rezitieren und den Koran in arabisch vorlesen, doch verstehen sie nichts von dem, was sie sagen. Wenn sie die arabische Schrift in der Broschüre lesen, sind sie erstaunt, daß sie das verstehen können. Sie lesen nämlich in Wirklichkeit ihre eigene mahorische Sprache, geschrieben in arabischer Lautschrift. Es ist bewegend, zu beobachten, wie sie anfangen zu strahlen, weil sie verstehen, was sie lesen.

Die Broschüren lassen sich leicht abgeben. In einer abgelegenen Ortschaft kommt ein Mann auf uns zu, während wir einer Frau predigen. Er fängt an, sehr laut in Mahorisch auf unseren Bruder einzureden. Uns scheint er sehr gegnerisch eingestellt zu sein. Das Gespräch dauert eine ganze Weile, wobei der Mann wild gestikuliert. Später erklärt uns der Bruder, der Mann habe sich beschwert: „Wie könnt ihr erwarten, daß wir alles behalten, was ihr uns erzählt, wenn ihr nur einmal im Jahr kommt? Wie könnt ihr nur! Ihr müßtet viel öfter kommen, um mit uns über diese Dinge zu reden!“

Seine letzten Worte entsprechen auch unseren Empfindungen. Durch die gute Botschaft vom Königreich sammelt Jehova ganz gewiß die begehrenswerten Dinge aller Nationen ein. Obwohl die Inselbewohner durch die Weite des Ozeans von uns getrennt sind, schließen sie sich dem mächtigen Chor des Lobpreises an, der dem Schöpfer und himmlischen Vater, Jehova Gott, dargebracht wird (Haggai 2:7).

[Karte auf Seite 21]

(Genaue Textanordnung in der gedruckten Ausgabe)

SESCHELLEN

INDISCHER OZEAN

KOMOREN

MAYOTTE

MADAGASKAR

MAURITIUS

RÉUNION

RODRIGUEZ

[Bild auf Seite 23]

Die felsige Landzunge vor der Baie St. Anne (Praslin)

[Bild auf Seite 24]

Ein Ochsenkarren„taxi“ auf La Digue (Seschellen)

[Bild auf Seite 25]

Predigtdienst mit der neuen Broschüre auf Mayotte

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