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Jehova belohnt Glauben und MutDer Wachtturm 1988 | 1. Dezember
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3 Nach der Bedeutung der Namen dieser vier hebräischen Jünglinge zu urteilen, waren ihre Eltern trotz der damals in Juda herrschenden schlimmen Verhältnisse höchstwahrscheinlich sehr gottesfürchtig.
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Jehova belohnt Glauben und MutDer Wachtturm 1988 | 1. Dezember
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Hananjas Name bedeutet „Jehova ist gnädig (gütig)“.
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Jehova belohnt Glauben und MutDer Wachtturm 1988 | 1. Dezember
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Zweifellos waren schon ihre Namen für sie ein Ansporn, dem allein wahren Gott treu zu sein. Anstelle dieser Namen erhielten die vier Hebräer von den Chaldäern die Namen Beltschazzar, Schadrach, Meschach und Abednego. Als Sklaven einer fremden Macht hatten sie natürlich keinen Einfluß darauf, wie sie von denen genannt wurden, deren Gefangene sie waren (Daniel 1:7).
Glaube und Mut erprobt
4. Was läßt erkennen, daß Jehova von seinem Volk erwartete, seine Gesetze über reine und unreine Tiere ernst zu nehmen?
4 Die gottesfürchtigen Eltern der vier Hebräer hatten ihnen aber nicht nur durch die für sie gewählten Namen eine gute Hilfe auf ihren Lebensweg mitgegeben, sondern sie müssen sie auch streng nach dem Gesetz Mose, einschließlich der Speisevorschriften, erzogen haben. Jehova Gott selbst erachtete diese Vorschriften für so wichtig, daß er nach einer Aufzählung derartiger Verbote erklärte: „Ihr sollt euch als heilig erweisen, denn ich bin heilig“ (3. Mose 11:44, 45).
5. Inwiefern mußten die vier hebräischen Jünglinge ihre gute Erziehung unter Beweis stellen?
5 Die vier hebräischen Jünglinge mußten ihre gute Erziehung schon bald unter Beweis stellen. Wieso? Weil „ihnen der König eine tägliche Zuwendung von den Delikatessen des Königs und von seinem Trinkwein [bestimmte]“ (Daniel 1:5). Sie wußten, daß nach dem Gesetz Mose zum Beispiel Schweine, Hasen, Austern und Aale als Nahrung verboten waren. Aber am babylonischen Hof konnte man selbst Fleisch von Tieren, die nach dem Gesetz als Nahrung erlaubt waren, nicht bedenkenlos essen, weil man nicht wußte, ob sie richtig ausgeblutet waren. Außerdem war solches Fleisch eventuell durch heidnische Rituale verunreinigt worden (3. Mose 3:16, 17).
6. Wie reagierten die vier Hebräer auf die Prüfung?
6 Was blieb den vier Hebräern zu tun übrig? Wir lesen, daß Daniel — und zweifellos auch die anderen drei — in seinem Herzen beschloß, sich nicht durch solche Speisen zu verunreinigen. Deshalb „erbat [er] sich ... wiederholt“ Gemüse statt der Delikatessen des Königs und Wasser statt seines Weines. Die Frage, was besser schmeckte, spielte für die vier Hebräer keine Rolle. Gewiß erforderte es Glauben und Mut, auf dieser Haltung zu bestehen. Nun, Jehova war an den vier Jünglingen interessiert und sorgte dafür, daß der oberste Hofbeamte Daniel günstig gesinnt war. Aber der Beamte scheute sich, Daniels Bitte zu gewähren, weil er befürchtete, daß sich eine solche Kost nachteilig auf Daniels Gesundheit auswirken würde. Daher bat Daniel darum, zehn Tage die Probe machen zu dürfen. Er glaubte fest daran, daß Gehorsam gegenüber Gottes Gesetz nicht nur ein gutes Gewissen zur Folge hätte, sondern sich auch günstig auf die Gesundheit auswirken würde. Die vier Hebräer hatten aufgrund ihrer Haltung zweifellos großen Spott zu ertragen (Daniel 1:8-14; Jesaja 48:17, 18).
7. Wie wurden jene hebräischen Jünglinge für ihre mutige Stellungnahme belohnt?
7 Es kostete die vier Jünglinge Glauben und Mut, auf einer bestimmten Nahrung zu bestehen. Doch sie wurden dafür belohnt, denn am Ende der zehn Tage sahen sie schöner und gesünder aus als alle anderen. Jehova gab ihnen Erkenntnis, Einsicht und Weisheit. Demzufolge fand sie der König, als sie am Ende ihrer dreijährigen Ausbildung vor ihm erschienen, „zehnmal besser als alle Magie treibenden Priester und die Beschwörer, die in seinem ganzen königlichen Reich waren“ (Daniel 1:20).
8. Was können Jehovas Diener von heute daraus lernen?
8 Daraus können alle heutigen Diener Jehovas etwas lernen. Die hebräischen Jünglinge hätten sich vielleicht sagen können, die Speisevorschriften des mosaischen Gesetzes seien nicht so wichtig, zumindest nicht im Vergleich mit den Zehn Geboten oder den Gesetzen hinsichtlich der Opfer oder der jährlichen Feste. Aber nein, diese loyalen Hebräer waren daran interessiert, allen Teilen des Gesetzes Gottes gerecht zu werden.
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