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    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1989
    • Zu Beginn des Jahres 1948 wurde er von zwei ihm gutgesonnenen Männern gewarnt: „Franz, verschwinde, man will dich einsperren. Man hat bei russischen Soldaten Literatur von dir gefunden.“ Bruder Malina floh jedoch nicht. Er entschloß sich, bei seiner kranken Frau und den Kindern zu bleiben. Es dauerte jedoch nicht lange, und er wurde verhaftet. Zuerst wurde er für acht Tage in der örtlichen russischen Kommandantur eingesperrt und schließlich in die Zentrale des russischen Armeestabs gebracht. Während der sechs Wochen, die er dort verbringen mußte, predigte er Soldaten und Offizieren gleicherweise über Jehovas Königreich. Schließlich wurde er wegen „Demoralisierung der russischen Truppen“ zu 10 Jahren Zwangsarbeit verurteilt und nach dem fernen Sibirien abtransportiert.

      Schließlich traf er in dem weit ausgedehnten Gebiet hinter den Bergen des Ural ein. Dort ging es von einem Lager zum anderen, meistens zu Fuß. Ein Entkommen war unmöglich. In nahezu allen Lagern traf er Brüder aus den verschiedenen Teilen der Sowjetunion. Verständlicherweise mußte er nach ihnen suchen, wenn er wieder in ein neues Lager kam. Immer wenn er Brüder antraf, stellten sie ihn auf die Probe, um herauszufinden, ob er wirklich einer von ihnen war. Sie taten dies durch Fragen wie: „Wie geht es der Familie Jonadabs?“ „Wer ist der Präsident der Wachtturm-Gesellschaft?“

      Wenn sie davon überzeugt waren, daß er wirklich ein Glaubensbruder war, halfen sie ihm liebevoll, das für ihn ungewohnte Lagerleben zu ertragen. Wegen seines Alters wurde er „Papa“ genannt. In fünf Jahren lernte er 30 verschiedene Lager kennen. Im Jahre 1953 wurde er begnadigt und konnte nach Hause zurückkehren. Seine Frau war in der Zwischenzeit gestorben, und die älteste Tochter hatte die Stelle der Mutter eingenommen. War Bruder Malina nun entmutigt und ein gebrochener Mann? Im Gegenteil, innerhalb der nächsten Tage war er bereits wieder im Predigtdienst unterwegs, um die gute Botschaft von Haus zu Haus zu verkündigen. Und er fuhr damit fort bis zu seinem Tod im Jahre 1964.

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    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1989
    • [Bild auf Seite 137]

      Franz Malina verbrachte fünf Jahre in sibirischen Arbeitslagern

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