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1945-1990 Vielen den richtigen Weg zeigen (Dan. 12:3) (Teil 2)Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2014
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Die meisten waren jedoch Analphabeten. Also gab man in Koindu Lese- und Schreibunterricht. Vielen Kissi wurden so biblische Grundlehren beigebracht. Hunderte wollten mitmachen. „Im Nu hatte die Gruppe 5 neue Verkündiger, dann 10, dann 15, dann 20“, erzählt Charles rückblickend. „Sie kamen so schnell in die Wahrheit, dass mir die ganze Sache etwas suspekt war. Aber ich lag falsch. Die meisten waren nicht nur treu und aufrichtig, sondern auch mit Leib und Seele dabei.“
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1945-1990 Vielen den richtigen Weg zeigen (Dan. 12:3) (Teil 3)Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2014
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Dem Poro-Bund die Stirn bieten
In einem Dorf unweit von Koindu war es dann so weit. Dort studierten einige Männer die Bibel und besuchten regelmäßig die Zusammenkünfte. Wie die meisten Kissi-Männer, gehörten sie zu dem hochgradig okkulten Geheimbund Poro. „Als sie sich weigerten, bei spiritistischen Riten mitzumachen, wurde der Poro-Leiter fuchsteufelswild“, erklärt der Missionar James Mensah. „Vom Oberhäuptling angestachelt, schlugen der Anführer und seine Gefolgsleute auf die Männer ein, raubten ihren Besitz, fackelten ihre Hütten ab, legten sie in Ketten und überließen sie im Busch dem Hungertod. Trotz dieser Misshandlungen ließen sie sich nicht unterkriegen.“
Die Brüder in Koindu meldeten den Vorfall der Polizei. Kurz darauf saß der Poro-Leiter mit seinen Komplizen und dem Oberhäuptling hinter Gittern. Das Gericht erteilte ihnen einen Verweis und der Häuptling wurde für fast ein Jahr abgesetzt. Das war ein Sieg für die Brüder. Diese Nachricht machte schnell die Runde und viele trauten sich jetzt, die Zusammenkünfte zu besuchen. Später änderte der Oberhäuptling seine Einstellung und interessierte sich für die Wahrheit. Als dann in seinem Stammesgebiet ein Kreiskongress abgehalten wurde, stellte er Schlafgelegenheiten zur Verfügung und spendete sogar eine große Kuh.
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