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1923 – vor 100 JahrenDer Wachtturm (Studienausgabe) 2023 | Oktober
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William R. Brown mit seiner Familie
Von Sierra Leone aus schrieben Alfred Joseph und Leonard Blackman an die Weltzentrale in Brooklyn (New York) und baten um Hilfe. Am 14. April 1923 kam die Antwort. „An einem Samstag klingelte plötzlich spätabends das Telefon“, erzählte Alfred. „Haben Sie bei der Watch Tower Society wegen Predigern angefragt?“, schallte es aus dem Hörer. „Ja“, antwortete Alfred. „Nun, hier bin ich!“ Die Stimme kam von William R. Brown. Er war an diesem Tag mit seiner Frau Antonia und seinen kleinen Töchtern Louise und Lucy aus der Karibik eingetroffen. Die Brüder brauchten nicht lange zu warten, bis sie die Neuankömmlinge kennenlernten.
Alfred berichtete weiter: „Gleich am nächsten Vormittag – Leonard und ich waren gerade in unser Bibelstudium vertieft – stand auf einmal eine imposante Erscheinung in der Tür: William R. Brown. Er war so Feuer und Flamme für die Wahrheit, dass er bereits am nächsten Tag einen öffentlichen Vortrag halten wollte.“ In weniger als einem Monat hatte er seine gesamte mitgebrachte Literatur abgegeben. Kaum hatte er 5000 weitere Bücher erhalten, wurde schon wieder Nachschub benötigt. Doch Bruder Brown war nicht als Bücherverkäufer bekannt. In seiner langen Laufbahn als eifriger Diener Jehovas bezog er sich in seinen Vorträgen immer und immer wieder auf die Heilige Schrift, was ihm den Namen „Bibel-Brown“ einbrachte.
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