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Sierra Leone und GuineaJahrbuch der Zeugen Jehovas 2014
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VOR etwa 500 Jahren schlägt in der Nähe des Sierra Leone River ein kleines Baumwollbäumchen Wurzeln und erblickt zaghaft das Licht der Welt. Während das Bäumchen heranwächst, wird es 300 Jahre lang Zeuge tragischer Ereignisse: Nahezu 150 000 Männer, Frauen und Kinder werden von skrupellosen Sklavenhändlern auf Schiffe verfrachtet und weit weg von ihrer Heimat in die Unfreiheit verkauft.
Der berühmte Cotton Tree in Freetown
Am 11. März 1792 feierten Hunderte freigelassener Sklaven aus Amerika unter genau diesem Baumwollbaum ihre Rückkehr nach Afrika. An diesem Tag gaben sie ihrer Siedlung den Namen Freetown — ein Name, der für ihre Hoffnung stand. Immer mehr trafen in Freetown ein, bis sich hier schließlich Menschen aus über 100 afrikanischen Stämmen und Ethnien ansiedelten. Diese neuen Bürger machten den Baumwollbaum — bekannt als Cotton Tree — zum Wahrzeichen für Freiheit und Hoffnung.
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