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Jehova hat mich aufgerichtetJahrbuch der Zeugen Jehovas 2014
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Als ich dann 18 war, stand Pauline Landis, eine Missionarin, an unserer Tür. Sie wollte mir helfen, die Bibel kennenzulernen. Weil ich aber nicht lesen und schreiben konnte, wollte sie mir auch dabei helfen. Das gefiel mir.
Was ich aus der Bibel erfuhr, machte mich so glücklich. Einmal fragte ich Pauline, ob ich ins Buchstudium mitkommen könnte; es war nur ein paar Häuser entfernt. „Ich laufe einfach mit meinen Holzklötzen dorthin“, sagte ich.
Als Pauline mich abholte, machten meine Mutter und die Nachbarn eine ganz besorgte Miene. Ich nahm meine kleinen Holzklötze, setzte sie vor mich auf den Boden, stützte mich fest darauf, lehnte mich vor und schwang meine Beine nach vorn. Dann setzte ich die Klötze wieder vor mich. So ging es Stück für Stück vorwärts. Meine Nachbarn fauchten Pauline an: „Lass sie in Ruhe! Sie schafft das nicht.“
„Jay, möchtest du mit?”, fragte Pauline ganz lieb.
„Ja! Ich will unbedingt mit!“
Meine Nachbarn beobachteten alles mucksmäuschenstill. Als ich dann das Gebäude verließ, waren sie völlig aus dem Häuschen und klatschten ganz begeistert.
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