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  • 1991-2001 Im „Schmelzofen der Trübsal“ (Jes. 48:10) (Teil 2)
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2014
    • Was im Bethel passierte, erzählt Laddie Sandy, einer der Nachtwächter: „Philip Turay und ich hatten Dienst. Plötzlich tauchten 2 bewaffnete RUF-Rebellen auf und verlangten von uns, die Glastüren zur Lobby zu öffnen. Sofort brachten wir uns in Sicherheit. Die beiden schossen immer wieder auf das Türschloss. Seltsamerweise ging es nicht kaputt. Sie kamen aber auch nicht auf die Idee, die Glasscheiben zu zerschießen. Genervt zogen sie wieder ab.

      In der übernächsten Nacht kamen die zwei wieder, gefolgt von rund 20 entschlossenen, gut ausgerüsteten Kumpanen. Wir alarmierten sofort die anderen 5 Betheliten und rannten zum ausgemachten Versteck im Keller. Hinter den 2 großen Fässern war es stockfinster. Wir zitterten am ganzen Leib. Die Rebellen schossen sich den Weg ins Gebäude frei. Das hielt selbst das hartnäckige Türschloss nicht aus. ‚Findet diese Zeugen und schneidet ihnen die Kehle durch!‘, bellte einer. Wir saßen zusammengekauert und wagten nicht, auch nur einen Mucks von uns zu geben. 7 Stunden lang durchwühlten und verwüsteten sie alles. Endlich zogen sie wieder ab!

      Wir packten unsere Siebensachen und liefen zum Cockerill-Missionarheim, dem alten Bethel, das nur ein paar Häuser entfernt war. Unterwegs wurden wir von einer anderen Rebellen-Gang überfallen und ausgeraubt. Völlig verstört, aber froh, noch am Leben zu sein, kamen wir endlich an. Wir ruhten uns ein paar Tage aus und gingen dann zurück, um das Chaos im Bethel zu beseitigen.“

  • 1991-2001 Im „Schmelzofen der Trübsal“ (Jes. 48:10) (Teil 2)
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2014
    • Die Zeugen, die sich im Kissy-Missionarheim versteckt hielten, brauchten dringend Medikamente. Doch die Straßen Freetowns waren lebensgefährlich und Kissy lag genau am anderen Ende der Stadt. Wer würde das Risiko auf sich nehmen? Laddie Sandy und Philip Turay, die mutigen Nachtwächter!

      „In der Stadt ging es chaotisch zu“, erinnert sich Philip. „An vielen Stellen wurden die Leute von den Rebellensoldaten kontrolliert und nach Lust und Laune schikaniert. Wegen der Ausgangssperre hatten wir tagsüber nur wenige Stunden, um weiterzukommen. 2 Tage später erreichten wir unser Ziel. Doch was uns erwartete, war ein geplündertes und ausgebranntes Missionarheim.

      Als wir uns in der Umgebung umsahen, fanden wir Bruder Andrew Caulker. Er war schwer am Kopf verletzt, weil ihn Rebellen gefesselt und wiederholt mit einer Axt auf ihn eingeschlagen hatten. Erstaunlicherweise überlebte er diese Tortur und konnte sich befreien. Wir brachten ihn schleunigst ins Krankenhaus, wo er sich langsam wieder erholte. Später wurde er Pionier.“

      Bild auf Seite 143

      Von links nach rechts: Laddie Sandy, Andrew Caulker und Philip Turay

  • 1991-2001 Im „Schmelzofen der Trübsal“ (Jes. 48:10) (Teil 2)
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2014
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