Spinnenfäden: Stärker als Stahl?
„ZWEI- bis dreimal so stark wie Stahl von hoher Qualität.“ „So elastisch, daß man es um 30 Prozent dehnen kann, bevor es zerreißt.“ Nur „ein tausendstel Millimeter Durchmesser“ („ein Hundertstel der Dicke eines menschlichen Haares“). Was ist das? Ein Wunder der modernen Technik? Nein, es ist der Faden der kleinen braunen Spinne namens Aranea diademata, allgemein als Kreuzspinne bekannt. Wissenschaftler an der Universität von Britisch-Kolumbien (Kanada), die die Struktur dieses natürlichen Erzeugnisses untersuchten, sagen, daß eine Substanz im allgemeinen um so unbeweglicher wird, je stärker sie ist. Doch „die einzigartige Anordnung der Moleküle in einem [Spinnen-]Faden ... bewirkt, daß dieser sowohl elastisch als auch stark ist“. Die Wissenschaftler an der Universität von Britisch-Kolumbien sind daher bemüht, aus der chemischen Zusammensetzung des Kreuzspinnenfadens zu lernen, um ähnliche synthetische Substanzen zu entwickeln. Zu den Vorzügen dieses Fadens gehört die erstaunliche „Fähigkeit der Eiweißketten, elastische und kristalline Eigenschaften in sich zu vereinigen“. Der britische Chemiker Paul Calvert fand all das „sehr beeindruckend“. Offensichtlich zeugt der Spinnenfaden von einem großartigen Konstrukteur, der übermenschliche Intelligenz besitzt.
Ja, der Spinnenfaden ist eines der „wunderbaren Werke des an Erkenntnis Vollkommenen“, ein Werk Jehovas (Hiob 37:16).