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  • Eine bessere Hoffnung für die Seele
    Der Wachtturm 1996 | 1. August
    • b Wie etliche Wörter, die eine sehr breite Verwendung haben, hat auch das Wort néphesch noch andere Bedeutungsschattierungen. Es bezeichnet zum Beispiel den inneren Menschen, vor allem wenn es um tiefe Gefühle geht (1. Samuel 18:1). Es kann sich auch auf das Leben beziehen, dessen man sich als Seele erfreut (1. Könige 17:21-23).

  • Eine bessere Hoffnung für die Seele
    Der Wachtturm 1996 | 1. August
    • Mit einem Wort gesagt, nein. Schon im ersten Buch der Bibel, in 1. Mose, heißt es, daß wir keine Seele haben, sondern eine Seele sind. Über die Erschaffung Adams, des ersten Menschen, ist zu lesen: „Der Mensch wurde eine lebende Seele“ (1. Mose 2:7). Das hebräische Wort néphesch, das hier für Seele steht, kommt in den Hebräischen Schriften weit über 700mal vor und vermittelt nirgendwo die Vorstellung von einem getrennten, ätherischen, geistigen Teil des Menschen. Im Gegenteil, die Seele ist greifbar, konkret, physisch.

      Man kann die nachstehend angeführten Schriftstellen in seiner eigenen Bibel aufschlagen; in allen steht im Hebräischen das Wort néphesch. Wie daraus deutlich zu ersehen ist, kann die Seele in Gefahr sein, eingesetzt oder riskiert werden und sogar entführt werden (5. Mose 24:7; Richter 9:17; 1. Samuel 19:11); sie kann etwas anrühren (Hiob 6:7); in Eisenbande gelegt werden (Psalm 105:18); nach etwas zu essen verlangen, durch Fasten niedergebeugt sein, vor Hunger und Durst ermatten, an einer zehrenden Krankheit leiden und vor Kummer schlaflos sein (5. Mose 12:20; Psalm 35:13; 69:10; 106:15; 107:9; 119:28). Mit anderen Worten: Weil man selbst die Seele ist, kann die eigene Seele alles empfinden oder erleben, was man selbst erlebt.b

      Kann demnach die Seele tatsächlich sterben? Ja. Von Unsterblichkeit kann keine Rede sein, denn in den Hebräischen Schriften heißt es, daß Menschenseelen wegen verkehrter Handlungen „abgeschnitten“ oder hingerichtet werden können, sie können totgeschlagen, ermordet, vernichtet oder zerrissen werden (2. Mose 31:14; 5. Mose 19:6; 22:26; Psalm 7:2). „Die Seele, die sündigt — sie selbst wird sterben“ ist in Hesekiel 18:4 zu lesen. Ganz offensichtlich ist der Tod das übliche Ende der Menschenseele, da wir alle sündigen (Psalm 51:5). Adam, dem ersten Menschen, wurde mitgeteilt, daß die Strafe für Sünde der Tod sei — nicht der Übergang in einen geistigen Bereich und Unsterblichkeit (1. Mose 2:17). Und nachdem er gesündigt hatte, wurde folgendes Urteil verkündet: „Denn Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren“ (1. Mose 3:19). Als Adam und Eva starben, wurden sie einfach ‘tote Seelen’ oder ‘verstorbene Seelen’ — Ausdrücke, die oft in der Bibel vorkommen (4. Mose 5:2; 6:6).

      Es ist somit nicht verwunderlich, daß die Encyclopedia Americana über das Wort Seele in den Hebräischen Schriften sagt: „Das Alte Testament faßt den Menschen als eine Einheit auf, nicht als eine Vereinigung von Seele und Leib.“ Weiter heißt es: „Nefesh ... wird nie als getrennt vom Leib wirkend aufgefaßt.“

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