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Einblick in den Körper: ohne SkalpellErwachet! 2008 | November
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Ultraschalldiagnostik
Wie funktioniert sie? Bei der Ultraschalldiagnostik oder Sonografie kommen Schallwellen zum Einsatz, die vom menschlichen Gehör nicht wahrgenommen werden. Stoßen die Wellen auf eine Grenzfläche, die eine andere Gewebedichte hat, etwa die Oberfläche eines Organs, werden sie reflektiert. Ein Rechner analysiert die Signale und liefert räumliche Informationen, beispielsweise über die Größe, Form und Struktur des Organs. Schallwellen mit niedriger Frequenz machen tiefer liegende Stellen sichtbar. Mit Ultrahochfrequenzwellen lassen sich äußere Organe wie die Augen oder die Haut untersuchen, was bei der Diagnose von Hautkrebs hilfreich sein kann.
Bei der Untersuchung benutzt der Arzt meistens einen von Hand geführten Ultraschallwandler oder Schallkopf. Nachdem er ein Gel aufgetragen hat, fährt er mit dem Schallkopf über die zu untersuchende Stelle. Das Ergebnis ist sofort am Bildschirm zu sehen. Zur Untersuchung bestimmter innerer Organe kann ein kleiner Schallkopf an einer Sonde angebracht und in eine natürliche Körperöffnung eingeführt werden.
Eine spezielle Technik, das Doppler-Verfahren, wird zur Bestimmung von Bewegungsabläufen, beispielsweise des Blutes, eingesetzt. Das ist bei der Untersuchung von Organen und Tumoren hilfreich, die oft ungewöhnlich stark durchblutet sind.
Mit dem Ultraschallverfahren kann der Arzt die unterschiedlichsten Diagnosen stellen — von Herzklappenfehlern über Knoten in der Brust bis hin zu Entwicklungsstörungen bei ungeborenen Kindern. Da die Ultraschallwellen allerdings von Gasen reflektiert werden, stößt das Verfahren bei Untersuchungen des Bauchraums an seine Grenzen. Außerdem ist die Auflösung der Bilder normalerweise nicht so hoch wie etwa beim Röntgen.
Risiken: Die Ultraschalldiagnostik ist bei richtiger Anwendung zwar in der Regel sicher, aber da Energie eingesetzt wird, kann das Gewebe — auch beim ungeborenen Kind — geschädigt werden. Daher sollte man eine Ultraschalluntersuchung während der Schwangerschaft nicht unbedingt als risikofrei ansehen.
Vorteile: Die Ausrüstung ist in vielen Arztpraxen vorhanden und das Verfahren ist relativ kostengünstig. Außerdem erhält man Echtzeitbilder.
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Einblick in den Körper: ohne SkalpellErwachet! 2008 | November
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[Bild auf Seite 14]
Ultraschall
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