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  • „Die verheerendste Pandemie aller Zeiten“
    Erwachet! 2002 | 8. November
    • Mit schätzungsweise 4,7 Millionen Betroffenen ist Südafrika das Land mit den meisten Aidsinfizierten. Monat für Monat werden dort über 5 000 HIV-positive Kinder geboren. In seiner Rede anlässlich der 13. Weltaidskonferenz, die im Juli 2000 in Durban stattfand, sagte der ehemalige südafrikanische Präsident Nelson Mandela: „Mit Entsetzen erfuhren wir, dass in Südafrika jeder zweite Jugendliche, das heißt die Hälfte unserer jungen Leute, an Aids sterben wird. Was uns am meisten erschreckt, ist, dass alle diese Infektionen, von denen die Statistiken uns berichten, und all das menschliche Elend vermeidbar gewesen wären und auch künftig vermieden werden könnten.“

  • Die Verbreitung von Aids in Afrika
    Erwachet! 2002 | 8. November
    • [Kasten/Bild auf Seite 5]

      VIRAMUN UND DAS SÜDAFRIKANISCHE DILEMMA

      Was ist Viramun? Die Journalistin Nicole Itano beschreibt es als „ein antiretrovirales Medikament, das gemäß Tests die Wahrscheinlichkeit einer Aidsübertragung von der Mutter auf das Kind um die Hälfte verringern kann“. Ein deutsches Pharmaunternehmen hatte der südafrikanischen Regierung angeboten, das Medikament 5 Jahre lang kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Doch bis August 2001 war das Angebot noch nicht angenommen worden. Worin bestand das Problem?

      In Südafrika gibt es 4,7 Millionen HIV-Infizierte — mehr als in jedem anderen Land. Wie der Londoner Economist im Februar 2002 schrieb, bezweifelt der südafrikanische Präsident Thabo Mbeki, „die allgemein verbreitete Ansicht, dass HIV wirklich Aids verursacht“, und „lässt sich weder vom Preis noch von der Unbedenklichkeit und Wirksamkeit der Aidsmedikamente überzeugen. Er hat diese Medikamente zwar nicht verboten, doch wird südafrikanischen Ärzten davon abgeraten, sie zu verordnen.“ Warum ist das so alarmierend? Weil in Südafrika 25 Prozent der Schwangeren das Virus in sich tragen und jedes Jahr Tausende von Babys mit HIV zur Welt kommen.

      Diese gegensätzlichen Ansichten führten zu einem Gerichtsverfahren mit dem Ziel, die Regierung zur Ausgabe von Viramun zu zwingen. Im April 2002 machte das südafrikanische Verfassungsgericht seinen Standpunkt deutlich. Wie Ravi Nessman in der Washington Post schrieb, entschied das Gericht, dass „die Regierung das Medikament allen Gesundheitseinrichtungen zur Verfügung stellen muss, die es verabreichen können“. Die Regierung hatte das Medikament zwar bereits probeweise an 18 verschiedenen Krankenhäusern eingesetzt, doch nach diesem Urteil schöpfen werdende Mütter, die HIV-positiv sind, im ganzen Land wieder neue Hoffnung.

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