-
SüdafrikaJahrbuch der Zeugen Jehovas 2007
-
-
EIN GROSSPROJEKT
Als Nathan Knorr und Milton Henschel 1948 vom Hauptbüro in Brooklyn zu Besuch nach Südafrika kamen, wurde beschlossen, in Elandsfontein bei Johannesburg ein Grundstück für ein Bethelheim und eine Druckerei zu kaufen. 1952 war das Projekt abgeschlossen. Zum ersten Mal wohnte die Bethelfamilie zusammen unter einem Dach. Die Druckerei wurde unter anderem um eine Flachbett-Druckmaschine erweitert. Der Wachtturm erschien nun in acht Sprachen, Erwachet! in drei.
-
-
SüdafrikaJahrbuch der Zeugen Jehovas 2007
-
-
Als das erste Zweigbüro in Elandsfontein gebaut wurde, gestatteten die Behörden den schwarzen, farbigen und indischen Brüdern nicht, im selben Gebäude zu wohnen wie ihre weißen Brüder. Damals gab es überwiegend Weiße im Bethel, weil man für alle anderen nur schwer eine Arbeitserlaubnis in der Stadt bekam. Die 12 schwarzen und farbigen Brüder und Schwestern im Bethel waren hauptsächlich Übersetzer für die einheimischen Sprachen. Die Regierung erteilte die Genehmigung, hinter dem Hauptgebäude separat ein Wohnhaus mit fünf Zimmern für diese Brüder zu bauen. Als die Apartheidgesetze später strenger gehandhabt wurden, zog man die Genehmigung wieder zurück. Die Brüder mussten 20 Kilometer in die nächste Township fahren und in einem Männerwohnheim schlafen. Die beiden schwarzen Schwestern waren in der Township in Privatwohnungen von Zeugen Jehovas untergebracht.
Diese Bethelmitarbeiter durften noch nicht einmal zusammen mit ihren weißen Brüdern im Hauptspeisesaal essen. Städtische Inspektoren überwachten peinlich genau die Einhaltung des Gesetzes. Doch den weißen Brüdern war der Gedanke, getrennt von den anderen zu essen, unerträglich. Deshalb ersetzten sie die Glasscheiben im Speisesaal durch lichtundurchlässige Scheiben. So konnte die ganze Familie dann doch gemeinsam die Mahlzeiten einnehmen.
-
-
SüdafrikaJahrbuch der Zeugen Jehovas 2007
-
-
Erstes Gebäude (1952)
-