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Polen nimmt Zeugen Jehovas gastfreundlich aufErwachet! 1989 | 22. Dezember
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Weitere Tausende kamen aus der Sowjetunion, der Tschechoslowakei und anderen osteuropäischen Ländern. Für die meisten dieser Delegierten war es der erste Kongreß in ihrem Leben, obwohl viele schon seit über 30 Jahren Zeugen Jehovas sind. Die Gefühle derer, die sich zum erstenmal mit ihren christlichen Brüdern versammeln konnten, werden am treffendsten von einem Delegierten aus Kasachstan (Sowjetunion) zusammengefaßt, der sagte:
„Viele Jahre lang haben wir auf diesen Tag gewartet, und nun sind wir hier auf dem internationalen Kongreß. Wir können das alles kaum fassen. Es ist wie ein Traum. Es ist unmöglich, alles, was wir gesehen und gehört haben, in Worte zu kleiden. Als wir das riesige Stadion voller Menschen sahen und die Musik hörten, traten uns Tränen in die Augen. Und beim Gebet — während wir alle regungslos vereint waren — lief uns eine Gänsehaut über den Rücken. Es herrschte eine feierliche und geeinte Atmosphäre. Der Kongreß in Warschau ist ein so großartiges Ereignis, daß nur die neue Welt schöner sein wird. Wir werden immer an diese wundervollen Tage denken.“
Zahlreiche Besucher waren sichtlich bewegt, auf dem Kongreß zum erstenmal Zehntausenden von Mitgläubigen zu begegnen. In Warschau lösten sie im Stadion einen Beifallssturm aus, der über fünf Minuten anhielt. Ein Delegierter aus Westeuropa bemerkte: „In diesem Moment dachte kaum einer an die Hitze und die harten Bänke oder an die bequemen Sessel zu Hause. Wir waren an mehr Belehrung und an der liebevollen Gemeinschaft interessiert.“
Jeden Tag waren Berichte von ausländischen Delegierten zu hören, die Erfahrungen aus ihrem Land erzählten. Den letzten der 24 Berichte in Warschau gab ein Delegierter aus der Sowjetunion. „Uns fehlen die Worte, unsere Freude darüber zum Ausdruck zu bringen, daß wir in eurer Mitte sein dürfen“, begann er. „Wir sind sehr dankbar, daß so viele von uns hierherkommen konnten und daß wir von euch so gastfreundlich aufgenommen wurden. Wir freuen uns auch, daß wir mit vielen von euch Brüdern persönlichen Kontakt haben dürfen. Einige von uns sind von weit her gekommen, bis von Wladiwostok an der Pazifikküste — eine Zugreise von sechs Tagen. Für manche war es schwierig, eine Fahrkarte zu bekommen, weil so viele zur gleichen Zeit reisen wollten und nur eine bestimmte Anzahl Plätze zur Verfügung stand. Aber mit Jehovas Hilfe schafften wir es.“
Passenderweise dankte ein Glied der leitenden Körperschaft in seinen Schlußworten den Regierungen Osteuropas, daß sie so vielen Zeugen Jehovas aus ihren Ländern gestattet hatten, die Kongresse zu besuchen.
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Polen nimmt Zeugen Jehovas gastfreundlich aufErwachet! 1989 | 22. Dezember
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Ein polnischer Zeuge sagte: „Mich hat bewegt, daß ich Glaubensbrüder aus der Tschechoslowakei und der UdSSR kennenlernen konnte — Länder, in denen Jehovas Zeugen nicht offiziell als Religionsgemeinschaft anerkannt sind.“
Und ein Zeuge aus der Sowjetunion wurde wie folgt zitiert: „Ich denke, das ist die großartigste Erfahrung meines Lebens. ... Zum erstenmal in meinem Leben konnte ich so viele meiner Brüder aus der ganzen Welt kennenlernen. Außerdem war diese Zusammenkunft hervorragend organisiert; Vorträge wurden in 16 Sprachen übersetzt, unsere polnischen Brüder waren unsere Gastgeber — alles war wirklich wunderbar.“
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