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Die Herausforderung, mit dem Tourette-Syndrom zurechtzukommenErwachet! 1995 | 22. Dezember
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ALS kleines Kind war Edward überaktiv. In einem Anfall von Raserei leerte er Schränke, warf Kissen durch die Gegend und schleppte Stühle von einem Zimmer ins andere. Er war, wie seine Mutter sagt, die „reinste Landplage“.
Doch als er in die Schule kam, zeigte er ein noch erschreckenderes Verhalten. Zuerst gab er seltsame heulende Töne von sich. Später stellten sich Gesichts- und Halszuckungen ein. Er grunzte, bellte und stieß noch andere merkwürdige Laute aus. Er verfiel sogar ganz plötzlich in eine vulgäre Ausdrucksweise.
Ein Beobachter hätte meinen können, Edward sei ein verzogenes Kind, dem ein wenig mehr Strenge guttun würde. In Wirklichkeit litt er jedoch am Tourette-Syndrom, einer neurologischen Störung, die sich in muskulären und vokalen Tics äußert.
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Die Herausforderung, mit dem Tourette-Syndrom zurechtzukommenErwachet! 1995 | 22. Dezember
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Vokale Tics sind oft noch störender. Sie schließen unwillkürliches Räuspern, Schnüffeln, Bellen, Pfeifen, Fluchen und Wiederholen von Wörtern oder Wendungen ein. „Mit sieben Jahren sprach meine Tochter alles nach“, erzählt Holly. „Beim Fernsehen wiederholte sie alles, was sie hörte, und wenn man ihr etwas sagte, plapperte sie es nach. Sie wirkte richtig neunmalklug.“
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