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  • Das Versiegeln des Israels Gottes
    Die Offenbarung — Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe!
    • 12. Warum ist es passend, daß die 24 Ältesten vor dem Lamm die Worte aus Offenbarung 5:9, 10 singen?

      12 Die natürlichen Juden und jüdische Proselyten waren die ersten, denen die Gelegenheit gegeben wurde, Glieder des geistigen Israel zu werden, doch nur eine Minderheit nahm diese Gelegenheit wahr. Deshalb ließ Jehova auch eine Einladung an die Heiden ergehen (Johannes 1:10-13; Apostelgeschichte 2:4, 7-11; Römer 11:7). Wie im Falle der Epheser, die früher ‘dem Staatswesen Israels entfremdet’ waren, konnten nun Nichtjuden mit Gottes heiligem Geist versiegelt und ein Teil der Versammlung gesalbter Christen werden (Epheser 2:11-13; 3:5, 6; Apostelgeschichte 15:14). Es ist daher passend, daß die 24 Ältesten vor dem Lamm singen: „Mit deinem Blut hast du für Gott Personen aus jedem Stamm und jeder Zunge und jedem Volk und jeder Nation erkauft, und du hast sie zu einem Königtum und zu Priestern für unseren Gott gemacht, und sie werden als Könige über die Erde regieren“ (Offenbarung 5:9, 10).

      13. Warum konnte Jesu Halbbruder Jakobus seinen Brief zu Recht „an die zwölf Stämme, die überall zerstreut sind“, richten?

      13 Die Christenversammlung ist „ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, eine heilige Nation“ (1. Petrus 2:9). Da sie nun anstelle des natürlichen Israel Gottes Nation wurde, wurde sie ein neues Israel, das heißt „wirklich ‚Israel‘ “ (Römer 9:6-8; Matthäus 21:43).a Deshalb richtete Jesu Halbbruder Jakobus seinen Hirtenbrief zu Recht „an die zwölf Stämme, die überall zerstreut sind“, das heißt an die weltweite Versammlung gesalbter Christen, die mit der Zeit auf 144 000 Glieder anwachsen würde (Jakobus 1:1).

  • Das Versiegeln des Israels Gottes
    Die Offenbarung — Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe!
    • 15. Kurz vor dem Tag des Herrn glaubten aufrichtige Erforscher der Bibel, daß sich die natürlichen Juden nach Beendigung der Heidenzeiten welches Vorrechtes erfreuen würden?

      15 Steht es aber dem heutigen natürlichen Israel nicht zu, wenigstens etwas begünstigt zu werden? Als aufrichtige Erforscher der Bibel kurz vor Beginn des Tages des Herrn viele der grundlegenden Wahrheiten des Wortes Gottes herausfanden, dachten sie, die Juden würden sich wiederum einer bevorzugten Stellung vor Gott erfreuen, wenn die Zeiten der Heiden zu Ende seien. Deshalb wandte C. T. Russell in seinem Buch Die Zeit ist herbeigekommen (Band 2 der Schriftstudien), das 1889 veröffentlicht wurde, Jeremia 31:29-34 auf die natürlichen Juden an und sagte: „Die Welt ist Zeuge davon, daß Israels Strafe unter der Nationenherrschaft ununterbrochen seit ... [607] v. Chr. gedauert hat und noch fortdauert; und kein Grund ist vorhanden, ihre nationale Reorganisation früher als 1914 — am Endpunkt ihrer ‚sieben Zeiten‘, der 2 520 Jahre — zu erwarten.“ Es schien, als würden die Juden dann als Nation wiederhergestellt werden, und dieser Gedanke wurde anscheinend noch unterstützt, als 1917 in der Balfour-Deklaration britische Hilfe für die Gründung einer nationalen Heimstätte der Juden in Palästina zugesagt wurde.

      16. Welche Anstrengungen unternahmen Jehovas Zeugen, um natürliche Juden mit der christlichen Botschaft zu erreichen, und was war das Ergebnis?

      16 Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Palästina Mandatsgebiet Großbritanniens, und für viele Juden wurde der Weg geöffnet, in dieses Land zurückzukehren. Im Jahre 1948 wurde der politische Staat Israel gegründet. Ließ das nicht erkennen, daß die Juden die Aussicht hatten, von Gott gesegnet zu werden? Jehovas Zeugen glaubten das viele Jahre. Deshalb veröffentlichten sie 1925 ein 144seitiges Buch, betitelt Trost für die Juden. Im Jahre 1929 gaben sie ein gutaussehendes 360seitiges Buch mit dem Titel Leben heraus, das besonders Juden ansprechen sollte und außerdem das Bibelbuch Hiob behandelte. Große Anstrengungen wurden unternommen — besonders in der Stadt New York —, um die Juden mit dieser messianischen Botschaft zu erreichen. Es ist erfreulich, daß einige Juden günstig reagierten, aber im großen und ganzen nahmen sie wie ihre Vorväter im 1. Jahrhundert die Beweise für die Gegenwart des Messias nicht an.

      17, 18. Was verstanden Gottes Sklaven auf der Erde mit der Zeit hinsichtlich des neuen Bundes und der biblischen Prophezeiungen über die Wiederherstellung?

      17 Es ist offensichtlich, daß die natürlichen Juden als Nation nicht das Israel sein können, das in Offenbarung 7:4-8 oder in anderen biblischen Prophezeiungen, die den Tag des Herrn betreffen, beschrieben wird. Die Juden halten weiterhin an ihrer Tradition fest und vermeiden es, Gottes Namen zu gebrauchen (Matthäus 15:1-3, 7-9). In dem Buch Jehova, das 1934 von Jehovas Zeugen herausgegeben wurde, kam man bei einer Betrachtung von Jeremia 31:31-34 zu folgendem Schluß: „Der neue Bund [hat] nichts mit den natürlichen Nachkommen Israels und mit der Menschheit im allgemeinen zu tun ..., sondern [ist] auf das geistige Israel beschränkt.“ Die biblischen Prophezeiungen über die Wiederherstellung haben weder etwas mit den natürlichen Juden noch mit dem politischen Staat Israel zu tun, der Mitglied der Vereinten Nationen und ein Teil der Welt ist, von der Jesus in Johannes 14:19, 30 und 18:36 sprach.

      18 Im Jahre 1931 nahmen Gottes Sklaven auf der Erde mit großer Freude den Namen Jehovas Zeugen an. Sie konnten von ganzem Herzen den Worten aus Psalm 97:11 beipflichten, wo es heißt: „Licht selbst ist aufgestrahlt für den Gerechten und Freude auch für die von Herzen Rechtschaffenen.“ Sie erkannten ganz deutlich, daß nur das geistige Israel in den neuen Bund aufgenommen worden war (Hebräer 9:15; 12:22, 24). Das gleichgültige natürliche Israel gehörte nicht dazu, ebensowenig die Menschheit im allgemeinen.

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