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Ist es weise, Kinder zu „verleihen“?Der Wachtturm 1988 | 1. September
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Die lebenswichtigen geistigen Bedürfnisse
Der entscheidendste Faktor jedoch, den es zu berücksichtigen gilt, ist die geistige Gesundheit des Kindes. Und Gott gab in seiner Weisheit Eltern die Anweisung, sich selbst um die geistigen Bedürfnisse ihrer Kinder zu kümmern. Er gebot israelitischen Eltern: „Es soll sich erweisen, daß diese Worte, die ich dir heute gebiete, auf deinem Herzen sind; und du sollst sie deinem Sohn einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt und wenn du auf dem Weg gehst und wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst“ (5. Mose 6:6, 7). Der Apostel Paulus gab christlichen Vätern einen ähnlichen Rat: „Reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie weiterhin auf in der Zucht und in der ernsten Ermahnung Jehovas“ (Epheser 6:4).
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Ist es weise, Kinder zu „verleihen“?Der Wachtturm 1988 | 1. September
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Christliche Eltern müssen jedoch selbst entscheiden, wie sie gemäß den Worten aus 1. Timotheus 5:8 handeln sollten: „Bestimmt hat jemand, der für die Seinigen und besonders für seine Hausgenossen nicht sorgt, den Glauben verleugnet und ist schlimmer als ein Ungläubiger.“ Wenn die Eltern für die materiellen Bedürfnisse des Kindes nicht aufkommen können, sollten sie dafür sorgen, daß unter den gegebenen Umständen seine geistigen Bedürfnisse auf die bestmögliche Weise befriedigt werden.
Der Psalmist schrieb: „Kinder sind eine Gabe des Herrn, die Frucht des Leibes ist sein Geschenk“ (Psalm 127:3, Einheitsübersetzung). Umsorge deine Kinder also liebevoll, und behalte sie in deiner Nähe. Liebe sie, und gib ihnen die Gelegenheit, dich zu lieben. Hilf ihnen, zu geistiggesinnten Männern oder Frauen heranzuwachsen, denn auf diese Weise werden sie ewige Segnungen ernten. Vielleicht wirst du wie Johannes, der geistige Kinder hatte, sagen können: „Ich habe keine größere Ursache zur Dankbarkeit als diese Dinge, daß ich höre, daß meine Kinder fortfahren, in der Wahrheit zu wandeln“ (3. Johannes 4).
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