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Erwachet! 1995
g95 8. 10. S. 22-23

Was sagt die Bibel?

Ist es zu schwer, Gottes Maßstäben zu entsprechen?

„GOTT MISST MENSCHEN NICHT MIT EINEM ZOLLSTOCK“ (ALTES SCHOTTISCHES SPRICHWORT).

KLASSENARBEITEN, Einstellungsgespräche und ärztliche Untersuchungen sind nur einige der entscheidenden Momente im Leben eines Menschen, in denen beurteilt wird, ob er gewissen Maßstäben entspricht. Wenn es jedoch darum geht, tagtäglich gemäß Gottes Maßstäben zu leben, haben viele Menschen das Gefühl, ihnen möglicherweise nicht zu entsprechen. Denkst du auch so? Kannst du Gottes Maßstäben gerecht werden?

Um diese Frage zu beantworten, wollen wir zunächst einmal untersuchen, welche Maßstäbe Gott für seine Anbeter festgesetzt hat. Die Bibel wirft Licht auf die Frage, wie wir unser Leben führen sollten (Psalm 119:105). Einer der Bibelschreiber, der weise König Salomo, kam zu dem Schluß, daß es ‘des Menschen ganze Pflicht ist, den wahren Gott zu fürchten und seine Gebote zu halten’ (Prediger 12:13). Der Prophet Micha bemerkte: „Was fordert Jehova von dir zurück, als Recht zu üben und Güte zu lieben und bescheiden zu wandeln mit deinem Gott?“ (Micha 6:8).

Wie Jesus Christus, Gottes Sohn, erklärte, gibt es keine größeren Gebote als die folgenden: „Du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Sinn und mit deiner ganzen Kraft“ und „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ (Markus 12:30, 31). Überdies zeigen wir unsere Liebe zu Gott dadurch, daß wir allen seinen Geboten gehorchen (1. Johannes 5:3).

Einfach ausgedrückt, sollten die Menschen Gott lieben und respektieren, seinen Geboten gehorchen, sich fair verhalten, zu allen freundlich sein und sich vor Stolz hüten. Können nicht auch wir diesen Maßstäben entsprechen?

Gott übt Nachsicht

Gott erwartet von Menschen mit Recht, daß sie seinen Maßstäben entsprechen. Doch müssen wir nicht ganz ehrlich zugeben, daß kein Mensch diesen Maßstäben stets vollkommen gerecht wird? Bestimmt, denn wir haben von unserem Vorvater Adam die Unvollkommenheit geerbt (Römer 5:12). Deshalb neigen wir dazu, Fehler zu machen. Das heißt aber nicht, daß wir nicht in der Lage sind, Gott auf annehmbare Weise zu dienen.

Als Veranschaulichung diene ein Fahrschüler, der vor der Herausforderung steht, Auto fahren zu lernen. Es erfordert große Umsicht und es braucht Zeit, bis er gut genug fährt, um die Führerscheinprüfung zu bestehen. Auch wenn er dann den Führerschein hat, muß er sich ständig weiter darin üben, ein guter Fahrer zu sein. Je mehr Erfahrungen er sammelt, desto besser werden seine Fahrkünste sein. Trotzdem gibt es keinen vollkommenen Fahrer.

Glücklicherweise übt Gott Nachsicht, was unsere Schwächen betrifft. Er ist weder unvernünftig, indem er etwas von uns verlangt, was unsere Fähigkeiten übersteigt, noch hat er ständig etwas an uns auszusetzen. Er hat Verständnis für unsere Schwächen und Fehler. König David, der schwer gesündigt hatte, gab zu: „Er hat uns selbst nicht nach unseren Sünden getan; noch hat er nach unseren Vergehungen das auf uns gebracht, was wir verdienen.“ Aus welchem Grund? „Denn wie die Himmel höher sind als die Erde, so ist ... [Gottes] liebende Güte übermächtig gegenüber denen, die ihn fürchten.“ Obwohl Jehova weiß, daß wir sündigen, ist er bereit, unsere Übertretungen so weit von uns zu entfernen, ‘so fern der Sonnenaufgang vom Sonnenuntergang ist’ (Psalm 103:10-14).

Gib nicht auf

„Wenn ich deprimiert bin“, erklärte ein aufrichtiger Anbeter Gottes, „denke ich manchmal, daß ich es wohl nie schaffen werde, gemäß Gottes Maßstäben zu leben. Aber wenn ich dann wieder eine positivere Einstellung entwickle, denke ich, daß ich so leben kann, wie Gott es will. Ganz einfach ist es jedoch nicht.“ Sei nicht entmutigt, wenn es dir genauso geht. Du bist nicht der erste und nicht der letzte, der solche Gefühle hat.

Der christliche Apostel Paulus sagte freiheraus: „Wenn ich das Rechte zu tun wünsche, [ist] das Schlechte bei mir vorhanden ... Ich habe wirklich Lust an dem Gesetz Gottes gemäß dem Menschen, der ich innerlich bin, aber ich sehe in meinen Gliedern ein anderes Gesetz, das dem Gesetz meines Sinnes widerstreitet und mich gefangennimmt unter das Gesetz der Sünde ... Ich elender Mensch!“ Dennoch kam Paulus nicht zu dem Schluß, daß das, was Gott von ihm erwartete, zu schwierig war, denn er sagte weiter: „Wer wird mich befreien von dem Leib, der diesem Tod verfallen ist? Dank sei Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn! So bin ich selbst denn mit meinem Sinn ein Sklave des Gesetzes Gottes, mit meinem Fleisch aber des Gesetzes der Sünde“ (Römer 7:21-25). Er hatte also das Gefühl, Gott trotz der Tatsache, daß er ein Sünder war, gefallen zu können.

Jehova, unser liebevoller Schöpfer, vergibt uns unsere Fehler und Schwächen auf Grund des Verdienstes des Loskaufsopfers seines geliebten Sohnes, Jesus. „Wenn jemand eine Sünde begeht“, schrieb der Apostel Johannes, „haben wir einen Helfer beim Vater, Jesus Christus, einen Gerechten. Und er ist ein Sühnopfer für unsere Sünden“ (1. Johannes 2:1, 2). Die Schranke, die durch die Sünde entsteht und die verhindert, daß wir dem von Gott aufgestellten Maßstab für eine Freundschaft mit ihm entsprechen, wird durch die Macht des Loskaufsopfers Christi durchbrochen oder beseitigt. Auf diese Weise wird das Verhältnis zu Gott wiederhergestellt.

Wenn wir diese liebevolle Vorkehrung demütig anerkennen, bringt uns das Vergebung ein, denn Gott weilt „bei dem Zerschlagenen und im Geist Niedrigen“ (Jesaja 57:15). Wir können darauf zählen, daß Gott unseren Geist wieder beleben wird. Er verheißt, ‘den Geringen aus dem Staub zu erheben’. Wir brauchen deshalb nicht mehr deprimiert zu sein, daß wir Gott nicht vollkommen gehorchen können. Statt dessen können wir uns sicher sein, daß Gott unsere Bemühungen, nach seinen Maßstäben zu leben, nie übersehen wird (Psalm 113:7; Hebräer 6:10-12).

Du wirst merken, daß du glücklicher bist, wenn du das tust, was Gott gefällt, auch wenn es ein Kampf ist. Gottergebenheit macht das Leben für dich und deine Mitmenschen erträglicher. Denke auch an die Zukunft. Wer sich jetzt bemüht, gemäß Gottes Maßstäben zu leben, hat die Aussicht auf ewiges Leben in paradiesischen Verhältnissen (Jesaja 48:17; Römer 6:23; 1. Timotheus 4:8).

Erfahrenen Bergsteigern ist klar, daß sie erst die Hälfte des Weges geschafft haben, wenn sie den Gipfel erreicht haben. Sie müssen den Abstieg auch noch sicher hinter sich bringen. Ebenso müssen diejenigen, die Gott fürchten, das Ziel, Gottes Maßstäben zu entsprechen, erst einmal erreichen und dann fortfahren, danach zu leben (Lukas 21:19; Jakobus 1:4).

Es ist ermutigend, zu wissen, daß es nicht zu schwer ist, Gottes Maßstäben zu entsprechen. Wenn du es mitunter nicht schaffst, dich vollkommen daran zu halten, dann bitte Gott um Vergebung. Vertraue auf seine liebevolle Unterstützung (Psalm 86:5). Mit Jehova und seinem Sohn an deiner Seite kannst du Gottes Maßstäben entsprechen und sein Wohlgefallen erlangen (Sprüche 12:2).

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