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  • Ein neues Zuhause für die Missionarschule Gilead
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Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 1989
w89 1. 6. S. 21-23

Ein neues Zuhause für die Missionarschule Gilead

AM 1. Februar 1943 hielt Nathan H. Knorr, der damalige Präsident der Watchtower Bible and Tract Society, die Eröffnungsansprache für die erste Klasse einer neuen Schule. Er erklärte den einhundert Studenten: „Es ist nicht der Zweck dieser Schule, ordinierte Diener Gottes auszubilden. Ihr seid bereits Diener Gottes und seid schon jahrelang als solche tätig gewesen. ... Diese Schule hat einzig und allein den Zweck, euch weiter auszubilden, damit ihr noch besser befähigt werdet, ... als Diener Gottes zu amten.“ Bis auf den heutigen Tag hat die Wachtturm-Bibelschule Gilead Missionare ausgebildet.

Damals, 1943, befand sich die Schule in der Nähe der Finger Lakes im Staat New York, wo sie 17 Jahre lang blieb. 1961 zog sie nach Brooklyn um. Zu welchem Zweck? Das Lehrprogramm war stets auf die Bedürfnisse der Organisation ausgerichtet. Doch weltweit benötigte man erweiterte und besser organisierte Zweigeinrichtungen, was eine spezielle Schulung der Studenten durch Glieder des Hauptbüros der Zeugen Jehovas, das sich in Brooklyn befindet, erforderlich machte. Daher wurde in der Ausbildung eine Zeitlang besonderer Wert auf die Zweigbüroarbeit gelegt. Später konzentrierte man sich wieder vermehrt auf den Missionardienst.

Die nächsten 27 Jahre, von 1961 bis 1988, hatten die Studenten das Vorrecht, direkt im Hauptbüro in Brooklyn zu wohnen und zu lernen. Dort zogen sie aus der engen Gemeinschaft mit den Gliedern der leitenden Körperschaft der Zeugen Jehovas und anderen langjährigen Dienern Gottes großen Nutzen. Wie könnte man besser mit den Arbeiten in den Zweigbüros der Watch Tower Society vertraut werden? Die Studenten lernten nicht nur während der Unterrichtsstunden, sondern auch, indem sie täglich die Mitarbeiter des Hauptbüros bei der Arbeit beobachteten.

Wie hat die Gileadschule das weltumspannende Predigtwerk beeinflußt? Von den 93 Koordinatoren der Zweigkomitees, die das weltweite Werk organisieren helfen, haben 74 die Gileadschule besucht. Das zeigt deutlich, wie hervorragend diese Männer geschult wurden, damit sie der schweren Verantwortung, die das Hüten der Herde Gottes mit sich bringt, gewachsen sind. Viele der reisenden Aufseher, die die Organisation heutzutage benötigt, haben ebenfalls die Gileadschule absolviert. Ja, das Lehrprogramm dieser Schule hat mit den Bedürfnissen der Organisation Schritt gehalten.

Die Schule verläßt Brooklyn

Ein weiteres Mal entschloß man sich, die Gileadschule zu verlegen. So trafen im Herbst 1988 vier LKW-Ladungen mit Möbeln und Büroeinrichtungen im dritten Zuhause der Gileadschule ein: auf der Wachtturm-Farm in Wallkill (New York). In nur zwei Monaten richteten die dortigen Handwerksabteilungen für die Schule schöne Unterrichtsräume, eine Bibliothek und Büros ein. Einige arbeiteten Tag und Nacht, damit zu Beginn der nächsten Klasse alles rechtzeitig fertig war.

Am 17. Oktober 1988 begann für die 86. Klasse der Gileadschule der Unterricht. Ohne Unterbrechung konnte die Schule ihren Zweck, Männer und Frauen zu noch befähigteren Dienern Gottes auszubilden, verfolgen. Mit der schönen neuen Umgebung auf der Wachtturm-Farm kam etwas von der Atmosphäre wieder, die am ursprünglichen Schulort geherrscht hatte.

Die Abschlußfeier der 86. Klasse

Am 5. März 1989 waren alle Mitarbeiter des Hauptbüros in Brooklyn und der Wachtturm-Farmen im Kongreßsaal der Zeugen Jehovas in Jersey City zur Abschlußfeier der 86. Klasse versammelt. Daniel Sydlik, ein Glied der leitenden Körperschaft, eröffnete das Programm mit Gebet. Karl Klein, ebenfalls von der leitenden Körperschaft, diente als Vorsitzender. In seiner Einleitung hob er den Unterschied zwischen den Missionaren der Christenheit und denen der Zeugen Jehovas hervor. Wie erfolgreich doch die in Gilead ausgebildeten Missionare im Lehren der Wahrheit des Wortes Gottes in Ländern wie beispielsweise Japan waren, wo sich heute über 131 000 Zeugen eifrig am Predigtwerk beteiligen!

Unter dem Thema „Laß gute Werke zu deinem Kennzeichen werden“ beschrieb Donald Krebs die Schlüsselrolle, die die Gileadmissionare in der weltweiten Ausdehnung der Organisation Jehovas gespielt haben. „Eure guten Werke im Missionardienst als Lehrer des Wortes Gottes werden ... für euch charakteristisch werden. Wir ermuntern euch, hart zu arbeiten. Jehova wird eure Anstrengungen reichlich segnen.“

George Gangas, ein weiteres Glied der leitenden Körperschaft, hielt eine begeisternde Ansprache über das Thema „Die Bibel ist das beste Buch der Welt“. Er gab den Absolventen den Rat: „Vergeßt nicht euer Bibelstudium. Die Bibel ist voll von funkelnden geistigen Kostbarkeiten ... Wer sie schätzt, möchte sie sich immer und immer wieder anschauen und sich an ihrem Glanz erfreuen.“

Richard Eldred sprach über das Thema „Du kannst eine Veränderung bewirken“. Da die neuen Missionare das Leben anderer beeinflussen werden, können sie bei diesen eine positive Veränderung bewirken. Männer und Frauen der alten Zeit wie David, Nehemia, Debora und Abigail übten auf andere einen positiven Einfluß aus, indem sie sich intensiv um sie kümmerten, mutig ihren Glauben bewahrten sowie mild und geistig gesinnt waren.

„Seid euch der Segnungen bewußt“, lauteten die Worte, die Lyman Swingle, ein Glied der leitenden Körperschaft, an die Absolventen richtete. Nachdem er sie an einige Segnungen erinnert hatte, wie zum Beispiel die Möglichkeit, fünf Monate intensiv die Bibel zu studieren, ermunterte er sie: „Je näher das Ende kommt, desto schneller mag das Tempo sein, desto beschwerlicher der Weg und um so steiler der Pfad. Doch achtet darauf, nie zu erlahmen, nie aufzugeben, nie ein ‚Aussteiger‘ zu werden.“

Jack Redford, einer der Unterweiser, behandelte das Thema „Laßt eure Stärken nicht zu Schwächen werden“. Gestützt auf Salomos Rat „Werde nicht allzu gerecht“, warnte er davor, sich zu sehr auf die eigenen Fähigkeiten zu verlassen, statt sich auf Jehova zu stützen (Prediger 7:16, 17). „Gute Eigenschaften können, wenn man es damit übertreibt, zu einer Schlinge werden.“ Beispielsweise könnte jemand, dessen Stärke Recht und Ordnung ist, diesbezüglich extrem werden und übermäßig streng sein. Daher gab J. Redford der Klasse den Rat: „Jeder von uns sollte auf seine Schwächen achten, aber auch auf seine Stärken. Seid gerecht, jedoch nicht selbstgerecht. Stützt euch auf Jehova. Macht ihn zu eurer Stärke.“

Ulysses Glass, Unterweiser und Registrator der Schule, besprach Jesu Worte „Nehmt mein Joch auf euch“ (Matthäus 11:29, 30). Jesus lud seine Jünger ein, mit ihm ‘unter sein Joch zu kommen’. Er wollte ihnen keine Last aufbürden. In erster Linie dachte er an die Bedürfnisse der anderen. Er bekundete Demut und ging mit seinen Jüngern nicht hart ins Gericht. Jesus forderte sie auf, von ihm zu lernen. Ein Missionar muß den Sinn Christi haben. Der Redner lobte die Studenten für ihre Bereitwilligkeit zu geben und ermunterte sie, diesen Geist auch weiterhin in ihrer Auslandszuteilung zu bekunden.

Zum Schluß des Vormittagsprogramms sprach Carey Barber, Glied der leitenden Körperschaft, mit Begeisterung über das Thema „Die Ernte ist der Abschluß des Systems der Dinge“. Er lenkte die Aufmerksamkeit auf die heutige Erfüllung des Gleichnisses Jesu vom Weizen und Unkraut (Matthäus, Kapitel 13). Zuerst wurden die gesalbten Christen eingesammelt. Dann, besonders seit 1935, schloß die Ernte auch die „anderen Schafe“ ein. Die Gileadschule hat beim Einbringen der Jünger Christi Großartiges geleistet.

Nachdem die Absolventen ihre Diplome erhalten hatten, las einer von ihnen einen bewegenden Brief vor, der ihre Empfindungen bezüglich der Schulung und der Aufmerksamkeit, die ihnen von seiten der Unterweiser und der Bethelfamilie zuteil wurde, zum Ausdruck brachte. Auszugsweise hieß es darin: „Euer Interesse — nicht nur an uns als Gileadklasse, sondern auch an uns als einzelnen — hat uns sehr bewegt. Dieses Interesse ist wirklich nachahmenswert. Mit gemischten Gefühlen trennen wir uns von Euch — traurig, Euch zu verlassen, da Ihr uns fehlen werdet, doch glücklich und begeistert über unsere neue Zuteilung.“

Zu Beginn des Nachmittagsprogramms beteiligten sich die Absolventen am Wachtturm-Studium, das von Ralph Walls geleitet wurde. Danach demonstrierten sie einige besondere Erfahrungen, die sie während der Zeit auf der Wachtturm-Farm im Predigtdienst gemacht hatten. Das Lehrkomitee der leitenden Körperschaft hatte ein Programm zusammengestellt, das aus einigen kurzen Szenen unter dem Motto „Respekt vor Autorität fördert die Einheit“ und einer Diavorführung bestand. Die Bilder zeigten, welche Freude die Missionare über die Jahre hinweg in vielen Ländern erlebt haben. Das Programm schloß mit einem innigen Gebet von Frederick Franz, dem 95jährigen Präsidenten der Wachtturm-Bibelschule Gilead.

Durch ihre begeisterte Reaktion brachten die Anwesenden ihre Wertschätzung für das Programm und ihre Verbundenheit mit den zukünftigen Missionaren zum Ausdruck. Zweifellos sind die 24 Absolventen der 86. Gileadklasse entschlossen, Jehova in ihrer bevorrechtigten Stellung als Missionare zu ihrer Stärke zu machen.

[Kasten auf Seite 21]

KLASSENÜBERSICHT

Anzahl der Ehepaare: 12

Anzahl der Studenten: 24

Anzahl der Herkunftsländer: 6

Anzahl der zugeteilten Länder: 12

Durchschnittsalter: 32,3

Jahre getauft (Durchschnitt): 14,1

Jahre im Vollzeitdienst (Durchschnitt): 9,1

[Bild auf Seite 23]

Absolventen der 86. Klasse der Wachtturm-Bibelschule Gilead

In der Namensliste sind die Reihen von vorn nach hinten numeriert und die Namen von links nach rechts aufgeführt.

(1) Parrott, R.; Imig, E.; Benig, G.; Bengtsson, E.; Baart, W.; Ihander, K. (2) Lewis, J.; Hilario, L.; Lindmark, A.; Antoncich, C.; Agurs, C. (3) Bengtsson, R.; Parrott, J.; Benig, J.; Imig, J.; Baart, A.; Rissell, S. (4) Rissell, M.; Lewis, L.; Antoncich, M.; Hilario, R.; Agurs, H.; Lindmark, L.; Ihander, J.

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