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  • So viele unschuldige Menschen sterben!
    Der Wachtturm 2013 | 1. September
    • TITELTHEMA: WARUM SO VIEL LEID? WANN HÖRT DAS AUF?

      So viele unschuldige Menschen sterben!

      Die kleine Noelle war ein liebes, anhängliches Kind, das gern malte. An einem Sommerabend verschwand sie allein hinter dem Haus im Garten, und irgendwie passierte es dann: Sie fiel in den Pool und ertrank. Zwei Wochen später wäre sie vier Jahre alt geworden.

      Charlotte, Daniel, Olivia, Josephine: Das sind nur vier von den zwanzig Sechs- bis Siebenjährigen, die sich unter den insgesamt 26 Opfern eines Schulmassakers am 14. Dezember 2012 in Connecticut (USA) befanden. Präsident Obama nannte bei einer Gedenkfeier die Namen der Kinder und sagte zu den Trauernden: „Diese Tragödien müssen aufhören.“

      Bano (18) war 1996 mit ihrer Familie aus dem Irak nach Norwegen gezogen. Ihre Freunde nannten sie immer „Sonnenschein“. Tragischerweise gehörte sie zu den 77 Opfern, die am 22. Juli 2011 von einem Extremisten umgebracht wurden, der hinterher unverfroren sagte: „Ich möchte mich . . . dafür entschuldigen, dass ich nicht fähig war, mehr zu exekutieren.“

      Berichte über ähnliche Tragödien erreichen uns Tag für Tag aus aller Welt. Wie viel Kummer und Schmerz haben Unfälle, Verbrechen, Kriege, Terrorakte, Naturkatastrophen und andere furchtbare Ereignisse doch mit sich gebracht! So viele unschuldige Menschen müssen leiden oder werden aus dem Leben gerissen — oft ohne ersichtlichen Grund.

      Manche geben Gott die Schuld dafür. Sie denken, unser Schöpfer würde sich nicht für die Menschen interessieren. Andere glauben, dass er das Leid auf der Erde sieht, sich aber einfach heraushält. Wieder andere sind der Meinung, Tragödien wie die oben beschriebenen seien vorherbestimmt. An Erklärungsversuchen mangelt es wahrlich nicht. Aber wo findet man zuverlässige, nachvollziehbare Antworten? Auf den folgenden Seiten möchten wir mit Gottes Wort, der Bibel, die Frage nach dem Warum klären und darauf eingehen, wie Leid für immer aus der Welt geschafft wird.

  • Warum all das Leid?
    Der Wachtturm 2013 | 1. September
    • Warum all das Leid?

      Um zu verstehen, warum es so viel Leid gibt und warum der Mensch es nicht schafft, dem ein Ende zu machen, müssen wir den wahren Ursachen auf den Grund gehen. Sie sind vielfältig und komplex, doch glücklicherweise kann uns die Bibel weiterhelfen. Hier sind fünf Hauptgründe, warum es so viel Leid gibt. Sehen wir uns doch einmal genauer an, wie uns Gottes Wort hilft, in die Tiefe zu gehen und die eigentlichen Ursachen dieses gravierenden Problems auszumachen (2. Timotheus 3:16).

      VERSAGEN DER REGIERUNGEN

      „Wenn irgendein Böser herrscht, seufzt das Volk“, heißt es in der Bibel (Sprüche 29:2).

      Die Geschichte ist voll von Diktatoren, die mit eiserner Faust regierten und unsägliches Leid über ihr Volk brachten. Das gilt natürlich nicht für alle Herrscher. Manche kommen mit den besten Vorsätzen an die Macht, müssen dann aber oft feststellen, dass sie ihre Ziele wegen innerer und äußerer Machtkämpfe nicht verwirklichen können. Oder sie missbrauchen ihre Macht zum eigenen Vorteil — und zum Schaden des Volkes. Der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger sagte: „Die Geschichte ist ein einziger Bericht über gescheiterte Bestrebungen und unerfüllte Hoffnungen.“

      Und in der Bibel ist zu lesen: „Es steht nicht bei dem Mann, der da wandelt, auch nur seinen Schritt zu richten“ (Jeremia 10:23). Dem Menschen fehlt es wegen seiner Unvollkommenheit an der nötigen Weisheit und Weitsicht, alles in seinem Leben zu meistern. Wenn der Mensch nicht einmal seine eigenen Schritte lenken kann, wie dann die einer ganzen Nation? Liegt es nicht auf der Hand, warum irdische Regierungen das Leid nicht aus der Welt schaffen können? In den meisten Fällen wird es durch ihr Versagen sogar erst verursacht!

      EINFLUSS DER FALSCHEN RELIGION

      „Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt“, sagte Jesus (Johannes 13:35).

      Vertreter aller Glaubensrichtungen und Bekenntnisse predigen Liebe und Einheit. Fakt ist jedoch: Sie haben es nicht geschafft, in den Gläubigen so viel Liebe zu wecken, dass sie Voreingenommenheit überwinden. Statt die Liebe zu fördern, trägt die Religion oft zu Uneinigkeit, Fanatismus und Auseinandersetzungen zwischen Völkern und Volksgruppen bei. Der Theologe Hans Küng schreibt im Schlusswort seines Buches Christentum und Weltreligionen: „Die fanatischsten, grausamsten politischen Kämpfe sind die von Religionen eingefärbten, inspirierten, legitimierten politischen Kämpfe.“

      Außerdem haben Geistliche vieler Religionen sexuelle Beziehungen vor und außerhalb der Ehe sowie Homosexualität offen gebilligt. Das hat zu einer Ausbreitung von Krankheiten, zu Abtreibungen, ungewollten Schwangerschaften, ruinierten Ehen und Familien und letztlich zu unsagbar viel Schmerz und Leid geführt.

      UNVOLLKOMMENHEIT UND SELBSTSUCHT DES MENSCHEN

      „Jeder wird versucht, wenn er von seiner eigenen Begierde fortgezogen und gelockt wird. Wenn dann die Begierde befruchtet ist, gebiert sie Sünde“ (Jakobus 1:14, 15).

      Wegen unserer ererbten Unvollkommenheit neigen wir alle zu Irrtümern und Fehlern und müssen dagegen ankämpfen, uns „von den Begierden unserer eigenen Natur leiten“ zu lassen (Epheser 2:3, Neue Genfer Übersetzung). Kommen zu verkehrten Wünschen entsprechende Gelegenheiten, kann der Kampf besonders hart werden. Verliert man ihn, sind die Auswirkungen oft katastrophal.

      Der Autor P. D. Mehta schrieb: „Eine große Menge Leid ist auf unsere Begierde zurückzuführen, auf unser fieberhaftes Streben nach Vergnügen und Befriedigung des Ichs, auf unsere Habgier und unseren Ehrgeiz.“ Süchte und Sehnsüchte aller Art — nach Alkohol, Drogen, Glücksspiel, Sex und so weiter — haben so manchen „unbescholtenen Bürger“ ruiniert und sein ganzes Umfeld ins Leid gestürzt. Zieht man die Unvollkommenheit des Menschen in Betracht, muss man der Bibel recht geben, wenn sie sagt: „Wir wissen ja: Die ganze Schöpfung seufzt und stöhnt vor Schmerz wie in Geburtswehen — bis heute“ (Römer 8:22, BasisBibel).

      MACHT BÖSER GEISTWESEN

      Gemäß der Bibel ist Satan „der Gott dieses Systems der Dinge“, und mächtige böse Geistwesen (Dämonen) haben sich ihm angeschlossen (2. Korinther 4:4; Offenbarung 12:9).

      Wie der Teufel sind auch die Dämonen damit beschäftigt, Macht über Menschen auszuüben und sie in die Irre zu führen. Der Apostel Paulus bestätigte das, als er schrieb: „Unser Ringen geht nicht gegen Blut und Fleisch, sondern gegen die Regierungen, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die bösen Geistermächte in den himmlischen Örtern“ (Epheser 6:12).

      Die Dämonen haben ihre Freude daran, den Menschen zuzusetzen, doch das ist nicht ihr Hauptziel. Sie haben es vor allem darauf abgesehen, Menschen von Jehova Gott, dem Höchsten, wegzuziehen (Psalm 83:18). Astrologie, Magie, Zauberei und Wahrsagerei sind nur einige der Methoden, mit denen Dämonen täuschen und Macht ausüben. Deswegen warnt Jehova uns vor diesen Gefahren und bietet allen Schutz an, die Satan und den Dämonen widerstehen (Jakobus 4:7).

      WIR LEBEN IN DEN „LETZTEN TAGEN“

      Vor knapp 2 000 Jahren wurde in der Bibel vorausgesagt: „Dieses aber erkenne, dass in den letzten Tagen kritische Zeiten da sein werden, mit denen man schwer fertig wird.“

      Die Bibel nennt anschließend den Grund dafür: „Denn die Menschen werden eigenliebig sein, geldliebend, anmaßend, hochmütig, . . . ohne natürliche Zuneigung, für keine Übereinkunft zugänglich, Verleumder, ohne Selbstbeherrschung, brutal, ohne Liebe zum Guten, Verräter, unbesonnen, aufgeblasen vor Stolz, die Vergnügungen mehr lieben als Gott.“ Ein Hauptgrund für all das Leid auf der Erde ist sicherlich, dass wir in den „letzten Tagen“ leben (2. Timotheus 3:1-4).

      Wenn man die hier angeführten Faktoren betrachtet, erschließt es sich eigentlich von selbst, warum der Mensch trotz guter Absichten dem Leid kein Ende machen kann. Von wem bekommen wir dann Hilfe? Von unserem Schöpfer; er hat versprochen, „die Werke des Teufels“ und seiner Unterstützer „abzubrechen“ (1. Johannes 3:8). Im nächsten Artikel geht es darum, wie Gott die Missstände an der Wurzel packen wird.

  • Bald kein Leid mehr!
    Der Wachtturm 2013 | 1. September
    • Bald kein Leid mehr!

      Wäre es nicht schön, in einer Welt zu leben, in der es kein Leid gibt — einer Welt ohne Verbrechen, Kriege, Krankheiten und Naturkatastrophen, wo man morgens aufwacht und sich keine Sorgen über Diskriminierung, Unterdrückung oder Wirtschaftskrisen machen muss? Sind das nur Wunschträume? Natürlich können weder Einzelpersonen noch von Menschen geschaffene Organisationen so etwas erreichen. Aber Gott kann es. Er hat versprochen, alles Übel samt den im vorigen Artikel erwähnten Missständen zu beseitigen. Hier einige Kostproben aus seinem Wort, der Bibel:

      EINE REGIERUNG, DIE NICHT VERSAGT

      „Der Gott des Himmels [wird] ein Königreich aufrichten, das nie zugrunde gerichtet werden wird. Und das Königreich selbst wird an kein anderes Volk übergehen. Es wird alle diese Königreiche zermalmen und ihnen ein Ende bereiten, und selbst wird es für unabsehbare Zeiten bestehen“ (Daniel 2:44).

      Das Reich Gottes ist eine Regierung im Himmel. Der von Gott auserwählte Herrscher, Jesus Christus, wird alle bestehenden Regierungen ersetzen und dafür sorgen, dass Gottes Wille nicht nur im Himmel geschieht, sondern auch auf der Erde (Matthäus 6:9, 10). Seine Herrschaft wird nie auf eine von Menschen geschaffene Regierung übergehen, spricht die Bibel doch vom „ewigen Königreich unseres Herrn und Retters Jesus Christus“. Damit ist endloser Frieden garantiert (2. Petrus 1:11).

      ES WIRD KEINE FALSCHE RELIGION MEHR GEBEN

      „Satan selbst nimmt immer wieder die Gestalt eines Engels des Lichts an. Es ist daher nichts Großes, wenn auch seine Diener immer wieder die Gestalt von Dienern der Gerechtigkeit annehmen. Ihr Ende aber wird gemäß ihren Werken sein“ (2. Korinther 11:14, 15).

      Die falsche Religion wird als Machwerk des Teufels aufgedeckt werden und vollständig verschwinden. Religiöser Fanatismus und Blutvergießen gehören dann der Vergangenheit an. Alle, die den „lebendigen und wahren Gott“ lieben, werden ein und denselben Glauben haben und Gott „mit Geist und Wahrheit“ anbeten. Das Ergebnis: unbeschreiblicher Frieden und Einheit (1. Thessalonicher 1:9; Epheser 4:5; Johannes 4:23).

      DER MENSCH WIRD NICHT MEHR UNVOLLKOMMEN SEIN

      „Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer noch Geschrei noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen“ (Offenbarung 21:3, 4).

      Jehova Gott macht das durch seinen Sohn Jesus möglich, der sein Leben für die „Welt“, das heißt die Menschen, gegeben hat (Johannes 3:16). Unter Jesu Leitung wird die Menschheit zur Vollkommenheit geführt werden. Es gibt dann kein Leid mehr, denn „Gott selbst wird bei ihnen sein“ und „jede Träne von ihren Augen abwischen“. Leid und Unvollkommenheit werden der Vergangenheit angehören; „die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, und sie werden immerdar darauf wohnen“ (Psalm 37:29).

      ES WIRD KEINE BÖSEN GEISTWESEN MEHR GEBEN

      „Er [Jesus Christus] ergriff den Drachen, die Urschlange, welche der Teufel und der Satan ist, und band ihn für tausend Jahre. Und er schleuderte ihn in den Abgrund und verschloss diesen und versiegelte ihn über ihm, damit er die Nationen nicht mehr irreführe“ (Offenbarung 20:2, 3).

      Der Teufel und die Dämonen werden niemand mehr beeinflussen können, wenn sie gebunden und in „den Abgrund“ geworfen werden. In diesem Zustand völliger Untätigkeit werden sie die Angelegenheiten auf der Erde nicht mehr in ihrem Sinn manipulieren können. Es wird eine Riesenerleichterung sein, wenn der Einfluss Satans und der anderen bösen Geistwesen ausgeschaltet ist.

      DIE „LETZTEN TAGE“ WERDEN VORBEI SEIN

      Die „letzten Tage“ werden mit einer „großen Drangsal“ enden. Jesus sagte: „Dann wird große Drangsal sein, wie es seit Anfang der Welt bis jetzt keine gegeben hat, nein, noch wieder geben wird“ (Matthäus 24:21).

      Die Drangsal wird insofern groß sein, als es nie da gewesene Katastrophen geben wird. Sie werden im „Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen“ gipfeln, besser bekannt unter dem Begriff „Harmagedon“ (Offenbarung 16:14, 16, Fußnote).

      Gerechtigkeitsliebende Menschen auf der ganzen Erde freuen sich schon auf das Ende des heutigen bösen Weltsystems. Was erwartet sie unter Gottes Königreich? Hier ein kleiner Vorgeschmack.

      WAS GOTT NOCH TUN WIRD

      Eine „große Volksmenge“ wird in eine friedliche neue Welt hinübergerettet werden: Wie Gottes Wort sagt, wird eine unzählbare Menge Menschen — eine „große Volksmenge“ — „aus der großen Drangsal kommen“ und in eine gerechte neue Welt hinübergerettet werden (Offenbarung 7:9, 10, 14; 2. Petrus 3:13). Diese Menschen werden ihre Rettung Jesus Christus zuschreiben, dem „Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt“ (Johannes 1:29).

      Ein Bildungsprogramm zum Nutzen aller: In der neuen Welt wird „die Erde . . . bestimmt erfüllt sein mit der Erkenntnis Jehovas“ (Jesaja 11:9). Gott wird die Menschen unter anderem anleiten, wie sie in Frieden miteinander und im Einklang mit der Natur leben können. Er verspricht: „Ich, Jehova, bin dein Gott, der dir zum Nutzen dich lehrt, der dich auf den Weg treten lässt, auf dem du wandeln solltest“ (Jesaja 48:17).

      Geliebte Menschen werden auferstehen: Als Jesus auf der Erde lebte, erweckte er seinen Freund Lazarus von den Toten (Johannes 11:1, 5, 38-44). Das war eine kleine Vorschau auf das, was er unter Gottes Königreichsregierung tun wird (Johannes 5:28, 29).

      Frieden und Gerechtigkeit bis in alle Ewigkeit: Unter der Herrschaft Christi wird es keine Gesetzlosigkeit mehr geben. Warum? Weil Jesus ins Herz sehen und die Gerechten von den Bösen unterscheiden kann. Böse Menschen, die sich nicht ändern wollen, werden nicht in Gottes neuer Welt leben dürfen (Psalm 37:9, 10; Jesaja 11:3, 4; 65:20; Matthäus 9:4).

      Das sind nur einige der vielen biblischen Prophezeiungen, die auf eine herrliche Zeit hindeuten. Wenn Gottes Königreich über die Erde regiert, wird es bis in alle Ewigkeit eine „Fülle des Friedens“ geben (Psalm 37:11, 29). Nichts wird mehr Leid und Schmerz auslösen. Darauf gibt uns Gott sein Wort, wenn er sagt: „Siehe! Ich mache alle Dinge neu. . . . diese Worte sind zuverlässig und wahr“ (Offenbarung 21:5).

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