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Warum so viel Leid, wenn der Schöpfer an uns interessiert ist?Gibt es einen Schöpfer, der an uns interessiert ist?
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Es vergeht Zeit — aus gutem Grund
Um das Leid zu verstehen, müssen wir erkennen, daß unglückliche Umstände, sündige menschliche Neigungen und die Mißwirtschaft des Menschen sowie Satan, der Teufel, Ursachen dafür sind. Es reicht jedoch nicht, nur zu wissen, wodurch Leid entsteht. Wenn jemand schwer zu leiden hat, empfindet er leicht wie der Prophet Habakuk in alter Zeit, der sagte: „Wie lange, o Jehova, soll ich um Hilfe schreien, und du hörst nicht? Wie lange werde ich zu dir wegen der Gewalttat um Beistand rufen, und du rettest nicht? Warum läßt du mich Schädliches sehen und schaust ständig auf nichts als Ungemach? Und warum sind Verheerung und Gewalttat vor mir, und warum entsteht Gezänk, und warum wird Streit geführt?“ (Habakuk 1:2, 3). Ja, warum ‘schaut Jehova ständig auf Ungemach’, ohne, wie es scheint, etwas dagegen zu unternehmen? Als der Allmächtige hat er die nötige Macht und Liebe zur Gerechtigkeit, allem Leid ein Ende zu setzen. Wann wird er das tun?
Wie zuvor erwähnt, war sich der Schöpfer sicher, daß einige der Nachkommen des ersten Menschenpaares nicht wie ihre Eltern die völlige Unabhängigkeit wählen würden. Jehova räumte in weiser Voraussicht Zeit ein. Warum? Damit der Beweis erbracht wird, daß Herrschaft getrennt vom Schöpfer nur zu Kummer führt und daß umgekehrt ein Leben im Einklang mit den Maßstäben des Schöpfers richtig ist und zum Glück führt.
In der Zwischenzeit hat Gott die Erde als eine recht angenehme Wohnstätte bewahrt. Der Apostel Paulus folgerte: „In den vergangenen Generationen ließ er alle Nationen ihre eigenen Wege gehen, obwohl er sich allerdings nicht ohne Zeugnis gelassen hat, indem er Gutes tat, da er euch Regen vom Himmel und fruchtbare Zeiten gab und euer Herz mit Speise und Fröhlichkeit erfüllte“ (Apostelgeschichte 14:16, 17). Der Schöpfer hat also eindeutig das Leid nicht verursacht, sondern er hat es zugelassen, damit Streitfragen von höchster Bedeutung beigelegt werden.
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Warum so viel Leid, wenn der Schöpfer an uns interessiert ist?Gibt es einen Schöpfer, der an uns interessiert ist?
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War es wirklich so lange?
Die Zeitspanne von den Tagen Hiobs bis zu den Tagen Jesu könnte, was das Andauern von Leid betrifft, sehr lang erscheinen — etwa 1 600 Jahre. Für einen Menschen, der auf das Ende von Leid wartet, sind 100 Jahre eine lange Zeit. Wir müssen indes anerkennen, daß die Kernfragen, die Satan aufwarf, den Schöpfer in ein schlechtes Licht stellten. Aus der Sicht Gottes ist die anschließende Zulassung des Leids und des Bösen von kurzer Dauer. Er ist der „König der Ewigkeit“, für den ‘tausend Jahre nur wie der gestrige Tag sind, wenn er vergangen ist’ (1. Timotheus 1:17; Psalm 90:4). Und Menschen, denen endloses Leben gewährt wird, wird der Abschnitt der Geschichte, in dem es Leid gegeben hat, ebenfalls sehr kurz erscheinen.
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