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Wie Christen zur Befreiung eingestellt sein solltenDer Wachtturm 1986 | 1. Juli
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In einem Staat haben die Regierungsvertreter das Recht, Autorität auszuüben, in der Familie die Eltern, in der Schule die Lehrer und in der Christenversammlung die Ältesten. Diese Autorität ist natürlich nur relativ.
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Wie Christen zur Befreiung eingestellt sein solltenDer Wachtturm 1986 | 1. Juli
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Da Christen die relative Autorität des Staates anerkennen, könnten sie keine Befreiungsbewegung unterstützen, die diese Autorität zu stürzen sucht. Sie könnten auch keinen bürgerlichen Ungehorsam entschuldigen, weil sie vielleicht die Politik der Regierung ablehnen. Ebensowenig könnten sie dazu auffordern, Steuergelder zurückzubehalten, um so gegen bestimmte politische Entscheidungen zu protestieren. „Wer sich ... der Gewalt widersetzt, hat sich der Anordnung Gottes entgegengestellt“, sagte der Apostel Paulus und fügte hinzu: „Die, die sich ihr entgegengestellt haben, werden für sich ein Gericht empfangen“ (Römer 13:1-4).
Wie verhält es sich jedoch, wenn ein Regierungsvertreter ungerecht ist und seine Autorität mißbraucht, wenn er Einzelpersonen oder mißliebige Minderheiten diskriminiert? Der Rat der Bibel lautet: „Wenn du irgendwelche Bedrückung des Minderbemittelten und den gewaltsamen Entzug des Rechts und der Gerechtigkeit in einem Gerichtsbezirk siehst, so staune nicht über die Angelegenheit, denn jemand, der höher ist als der Hohe, wacht“ (Prediger 5:8). Vielleicht kann man sich an eine übergeordnete Behörde wenden oder an ein höheres Gericht. Doch selbst wenn es Gottes Dienern nicht gelingt, sich auf diese Weise Recht zu verschaffen, können sie auf Jehova vertrauen, denn „seine Augen durchschweifen die ganze Erde, damit er sich stark erweise zugunsten derer, deren Herz ihm gegenüber ungeteilt ist“ (2. Chronika 16:9).
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