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  • Was ist der Talmud?
    Der Wachtturm 1998 | 15. Mai
    • Irgendwann siedelte das rabbinische Zentrum in Palästina nach Tiberias um. Wichtige Lehranstalten befanden sich auch in Sepphoris, Cäsarea und Lydda. Doch die sich stetig verschlechternde wirtschaftliche Lage, die andauernd instabile politische Situation und letztlich auch der Druck und die Verfolgung durch das abtrünnige Christentum veranlaßten Juden, scharenweise in einen anderen großen jüdischen Siedlungsraum auszuwandern — nach Babylonien im Osten.

  • Was ist der Talmud?
    Der Wachtturm 1998 | 15. Mai
    • Ende des vierten, Anfang des fünften Jahrhunderts u. Z. wurde die Lage für die Juden in Palästina besonders schwierig. Immer neue Einschränkungen und Verfolgungswellen unter der an Autorität zunehmenden abtrünnigen Christenheit gipfelten um 425 u. Z. darin, daß sowohl der Sanhedrin abgeschafft wurde als auch das Amt des Nassi, das Patriarchat. Daher begannen die palästinischen Amoräer, die Ergebnisse ihrer Disputationen in den Lehranstalten in einem einzigen zusammenhängenden Werk festzuhalten, um sicherzustellen, daß sie erhalten blieben. Dieses in der zweiten Hälfte des vierten Jahrhunderts u. Z. unter Zeitdruck verfaßte Werk wurde als der palästinische Talmud bekannt.b

  • Was ist der Talmud?
    Der Wachtturm 1998 | 15. Mai
    • b Allgemein verbreitet ist die Bezeichnung Jerusalemer Talmud für den palästinischen Talmud. Dieser Titel ist allerdings in gewisser Hinsicht irreführend, da es den Juden fast die gesamte Amoräerzeit hindurch strengstens verboten war, Jerusalem auch nur zu betreten.

  • Was ist der Talmud?
    Der Wachtturm 1998 | 15. Mai
    • Die beiden Talmude im Vergleich

      Das hebräische Wort „Talmud“ bedeutet „Studium“ oder „Lehre“. Die Amoräer Palästinas und Babyloniens hatten es sich zur Aufgabe gemacht, die Mischna zu studieren und zu analysieren. Das geschieht in beiden Talmuden, dem palästinischen wie dem babylonischen. Worin unterscheiden sie sich? Jacob Neusner schreibt: „Der erste Talmud analysiert das Offenkundige, der zweite untersucht Voraussetzungen; der erste beschränkt sich völlig auf den betreffenden Fall, der zweite geht weit darüber hinaus.“

      Durch gründlicheres und intensiveres Redigieren wurde der babylonische Talmud nicht nur viel umfangreicher, sondern im Denkschema und in der Analyse auch tiefgründiger und scharfsinniger. Wenn vom „Talmud“ die Rede ist, meint man gewöhnlich den babylonischen Talmud. Dieser wurde im Lauf der Jahrhunderte am intensivsten studiert und kommentiert. Nach Meinung von Neusner ist der palästinische Talmud „ein Produkt von Sachverstand“, der babylonische Talmud hingegen „ein Produkt von Genialität“.

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