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Sollte ich mich tätowieren lassen?Erwachet! 2003 | 22. September
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Tätowierungen im Altertum
Tätowierungen sind nichts Neues. Man hat Mumien von tätowierten Ägyptern und Libyern gefunden, die Hunderte von Jahren vor der Zeit Christi lebten. Auch in Südamerika wurden Mumien mit Tätowierungen entdeckt. Viele der Motive hatten direkt mit der Anbetung heidnischer Götter zu tun. Nach Meinung des Forschers Steve Gilbert „ist die älteste bekannte Tätowierung nicht so sehr ein abstraktes Muster, sondern vielmehr eine Darstellung des Gottes Bes. In der ägyptischen Mythologie galt Bes als der lüsterne Gott der Ausschweifung.“
Es hatte ganz sicher seinen Grund, dass Gott seinem Volk im mosaischen Gesetz verbot, sich tätowieren zu lassen. So heißt es in 3. Mose 19:28: „Und ihr sollt euch wegen einer verstorbenen Seele nicht Einschnitte in euer Fleisch machen, und ihr sollt kein Tätowierungszeichen an euch anbringen. Ich bin Jehova.“ Heidnische Anbeter wie die Ägypter tätowierten die Namen oder Symbole ihrer Gottheiten auf ihre Brust oder auf ihre Arme. Dadurch dass sich die Israeliten an Jehovas Verbot hielten, unterschieden sie sich deutlich von anderen Nationen (5. Mose 14:1, 2).
Zwar stehen Christen heute nicht mehr unter dem Gesetz Mose, aber das Verbot von Tätowierungen gibt zu denken (Epheser 2:15; Kolosser 2:14, 15). Als Christ möchtest du bestimmt nicht irgendwelche Motive auf deinem Körper haben, die an heidnische Bräuche erinnern, auch wenn dies nur vorübergehend wäre (2. Korinther 6:15-18).
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Sollte ich mich tätowieren lassen?Erwachet! 2003 | 22. September
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Was denken andere?
Da viele Leute Vorbehalte haben, wirst du dir sicher auch ernsthaft Gedanken darüber machen, wie sie empfinden, wenn sie dich mit einem Tattoo herumlaufen sehen (1. Korinther 10:29-33). Li aus Taiwan ließ sich in ihrer jugendlichen Begeisterung mit 16 tätowieren. Heute ist sie 21 und arbeitet in einem Büro. Sie gibt zu: „Es ist ganz schön nervig, wenn meine Arbeitskollegen ständig auf mein Tattoo starren.“ Nach Meinung des Psychiaters Theodore Dalrymple aus Großbritannien sind Tätowierungen für viele „ein Ausdruck der Zugehörigkeit zu einer gewalttätigen, brutalen, asozialen und kriminellen Subkultur“.
Ähnliches war in einem Artikel der Zeitschrift American Demographics zu lesen: „Offensichtlich ist für die meisten Amerikaner Körperkunst an sichtbaren Stellen nicht ganz unumstritten. Fünfundachtzig Prozent [der Jugendlichen] stimmen der Aussage zu, dass ‚Leute, deren Tattoos für jedermann sichtbar sind . . ., sich darüber im Klaren sein sollten, dass diese Art der Selbstdarstellung ihrer Karriere oder ihren zwischenmenschlichen Beziehungen im Weg stehen kann‘.“
Frage dich auch: Wenn ich mich tätowieren lasse, würde sich das auf meinen Ruf als Christ eher günstig oder ungünstig auswirken? Könnte ich „irgendeinem Menschen Anstoß“ geben? (2. Korinther 6:3, Bruns). Es stimmt, einige Jugendliche haben sich an etwas versteckteren Körperteilen tätowieren lassen. Selbst ihre Eltern haben vielleicht von diesen heimlichen Tattoos keine Ahnung. Aber Vorsicht! Dein Geheimnis könnte durch einen Notfall bei einem Arztbesuch oder ganz einfach beim Duschen nach dem Schulsport ans Licht kommen. Es ist also besser, Täuschungsmanöver zu unterlassen und sich „in allen Dingen ehrlich zu benehmen“ (Hebräer 13:18).
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