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  • Wirst du Gottes Barmherzigkeit nachahmen?
    Der Wachtturm 1991 | 15. April
    • 15, 16. Was veranlaßte Jesus, die in Lukas 15 aufgezeichneten Gleichnisse zu erzählen?

      15 Diese Gleichnisse zeugen von Gottes Barmherzigkeit und seinem Interesse an Sündern und zeichnen so ein harmonisches Bild, das wir nachahmen sollten. Beachten wir, was den Rahmen für die Gleichnisse bildete: „Alle Steuereinnehmer und die Sünder kamen nun fortwährend in seine [Jesu] Nähe, um ihn zu hören. Deshalb murrten sowohl die Pharisäer als auch die Schriftgelehrten fortwährend und sprachen: ‚Dieser Mann heißt Sünder willkommen und ißt mit ihnen‘“ (Lukas 15:1, 2).

      16 Alle Personen, um die es damals ging, waren Juden. Die Pharisäer und die Schriftgelehrten rühmten sich einer legalistischen Gerechtigkeit, nämlich des Umstandes, daß sie sich peinlich genau an das mosaische Gesetz hielten. Gott ging indes mit dieser selbsterklärten Gerechtigkeit nicht einig (Lukas 16:15). Bei den erwähnten Steuereinnehmern handelte es sich offenbar um Juden, die für Rom Steuern einzogen. Viele Steuereinnehmer forderten von ihren Landsleuten überhöhte Beträge. Deshalb waren sie eine verachtete Gruppe (Lukas 19:2, 8). Man reihte sie unter die „Sünder“ ein, zu denen auch unsittliche Personen wie Huren gehörten (Lukas 5:27-32; Matthäus 21:32). Aber Jesus fragte die sich beklagenden religiösen Führer:

      17. Welches der Gleichnisse Jesu aus Lukas 15 war das erste?

      17 „Welcher Mensch unter euch, der hundert Schafe hat, wird nicht, wenn er eines von ihnen verliert, die neunundneunzig in der Wildnis hinter sich lassen und dem einen verlorenen nachgehen, bis er es findet? Und wenn er es gefunden hat, legt er es auf seine Schultern und freut sich. Und wenn er heimkommt, ruft er seine Freunde und seine Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen: ‚Freut euch mit mir, denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war.‘ Ich sage euch, daß so im Himmel mehr Freude über einen einzigen Sünder sein wird, der bereut, als über neunundneunzig Gerechte, die der Reue nicht bedürfen.“ Die religiösen Führer verstanden die Bildersprache, denn Schafe und Hirten waren damals ein gewohnter Anblick. Aus Sorge verließ der Hirte 99 Schafe, die auf der ihnen vertrauten Weide grasten, und suchte das eine verirrte Schaf, und zwar so lange, bis er es fand. Dann trug er das verschreckte Schaf behutsam zur Herde zurück (Lukas 15:4-7).

  • Wirst du Gottes Barmherzigkeit nachahmen?
    Der Wachtturm 1991 | 15. April
    • Freude im Himmel — Worüber?

      19, 20. Wovon handelten die ersten beiden Gleichnisse aus Lukas 15 in erster Linie, und was sollte damit im wesentlichen gezeigt werden?

      19 Die beiden Gleichnisse waren eine Erwiderung auf die Kritik an Jesus, der sich einige Monate zuvor als der „vortreffliche Hirte“ bezeichnet hatte, der seine Seele für seine Schafe geben würde (Johannes 10:11-15). Dennoch handelten die Gleichnisse nicht in erster Linie von Jesus. Was die Schriftgelehrten und die Pharisäer lernen mußten, hatte mit der Einstellung und der Handlungsweise Gottes zu tun. Deshalb sagte Jesus, im Himmel herrsche Freude, wenn ein Sünder bereue. Jene Religionsanhänger behaupteten zwar, Jehova zu dienen, doch ahmten sie ihn nicht nach. Jesu barmherzige Handlungsweise entsprach indes dem Willen seines Vaters (Lukas 18:10-14; Johannes 8:28, 29; 12:47-50; 14:7-11).

      20 Wenn schon eins von hundert ein Grund zur Freude war, wieviel mehr dann eine von zehn Münzen! Selbst heute noch können wir den Frauen nachfühlen, die sich über die gefundene Münze freuten. Hier können wir auch etwas über den Himmel lernen, insofern, als sich die „Engel Gottes“ mit Jehova freuen „über einen einzigen Sünder, der bereut“. Beachten wir das letzte Wort: „bereut“. Diese Gleichnisse handelten eigentlich von Sündern, die bereuten. Und wie wir erkennen können, wird in beiden betont, daß es angebracht ist, sich über ihre Reue zu freuen.

      21. Was sollten wir aus den in Lukas 15 aufgezeichneten Gleichnissen Jesu lernen?

      21 Jene irregeleiteten religiösen Führer, die sich in ihrer oberflächlichen Beachtung des mosaischen Gesetzes selbst gefielen, übersahen, daß Gott ‘barmherzig und gnädig ist und Vergehung, Übertretung und Sünde verzeiht’ (2. Mose 34:6, 7). Hätten sie diesen Aspekt der Handlungsweise und der Persönlichkeit Gottes nachgeahmt, dann hätten sie Jesu Barmherzigkeit gegenüber reumütigen Sündern begriffen.

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