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Die gute Botschaft darbieten — Indem wir Gespräche führenKönigreichsdienst 1990 | Oktober
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Die gute Botschaft darbieten — Indem wir Gespräche führen
1 Gemäß einem Wörterbuch ist ein Gespräch ein „mündlicher Austausch von Gefühlen, Beobachtungen, Meinungen oder Ideen“. Aber wie kannst du ein biblisches Gespräch beginnen, wenn die Menschen, die du antriffst, religiöse Gegner sind oder keine Zeit für uns haben? Jesus stellte Fragen, um seine Zuhörer ins Gespräch zu ziehen (Joh. 4:9-15, 41, 42).
2 Wir sollten inbrünstig zu Gott beten, daß er uns helfen möge, aufrichtige Menschen zu finden und den Weg ebnet, so daß wir uns mit ihnen unterhalten können. Es läßt sich leichter Zeugnis geben, wenn wir jeden Wohnungsinhaber als möglichen Diener Jehovas betrachten. Diese Einstellung wird uns helfen, die Wahrheit auf eine herzliche, aufrichtige Weise darzulegen, die die Interessierten anspricht.
DAS GEBRAUCHEN, WAS WIR HABEN
3 Im Unterredungs-Buch finden wir auf den Seiten 9 bis 15 viele hervorragende Einleitungen. Die meisten beinhalten wirkungsvolle Fragen. Höre höflich zu, wenn der Wohnungsinhaber auf eine Frage eingeht, und antworte dann auf eine Weise, die dem Betreffenden zeigt, daß du das von ihm Gesagte in Betracht gezogen hast (Kol. 4:6).
4 Wenn du eine Frage stellst, weißt du natürlich nicht, was der Wohnungsinhaber antworten wird. Sei bereit, deine Unterhaltung darauf abzustimmen. Bemühe dich, das Gespräch in Gang zu halten, indem du weitere Informationen aus der Bibel anführst, die für ihn von Interesse sind, und indem du weitere wohlüberlegte Fragen stellst.
VORBEREITUNG
5 Du bist wahrscheinlich schon mit den allgemeinen Vorstellungen der Menschen in deinem Gebiet vertraut. In diesem Fall kannst du dir Einleitungen aus dem Unterredungs-Buch auswählen, die in dem betreffenden Gebiet am wirkungsvollsten sind. Es mag schon genügen, eine dieser Einleitungen dem laufenden Gesprächsthema anzupassen. Führe zu Beginn deines Gesprächs Dinge an, die den Wohnungsinhaber deiner Ansicht nach berühren, lege kurz das Problem dar und leite dann zur Lösung der Bibel über. Wenn er eine Bemerkung macht, geh lobend, nicht kritisch, darauf ein. Dein Interesse an seinen Überlegungen und Gefühlen werden ihn ermuntern, das Gespräch mit dir fortzusetzen. Versuche Punkte zu finden, wo ihr einer Meinung seid, und geh darauf ein. Bleib bei dem Gespräch positiv, indem du die Segnungen des Königreiches als biblische Lösung für die Probleme der Menschen hervorhebst.
6 Betrachte unterschiedliche Standpunkte als Schlüssel zur Fortsetzung des Gesprächs. Wenn der Wohnungsinhaber mit sich reden läßt, könntest du fragen: „Haben Sie die Sache schon einmal von folgender Warte aus betrachtet?“ Zeige dann, was Gottes Wort zu dem Thema sagt. Solltest du feststellen, daß der Betreffende für Argumente nicht zugänglich ist, bestehe nicht darauf, daß er das von dir Gesagte akzeptiert. Schließe statt dessen mit einer freundlichen Bemerkung ab, und halte dir den Weg offen, ihm bei einer späteren Gelegenheit die gute Botschaft darzulegen (Spr. 12:8, 18).
7 Einige Leute sind eher zu einer Unterhaltung bereit, wenn sich diese auf zwanglose Weise ergibt. Zögere nicht, mit Menschen Gespräche zu beginnen, die du auf der Straße triffst oder die auf ihrem Grundstück arbeiten oder sich entspannen. Sie mögen sich über dein echtes Interesse an ihrer Tätigkeit freuen, und vielleicht kannst du im Verlauf der Unterhaltung auf die Verheißung der Bibel zu sprechen kommen, daß die Erde bald zu einem Paradies wird. Bemühe dich von Anfang an, das Gespräch zu einer angenehmen Erfahrung für den Wohnungsinhaber zu machen. Verlasse die Person — soweit es von dir abhängt — mit einer positiveren Einstellung zu Gott, seinem Wort und seinen Dienern. Selbst wenn du anfänglich nicht sein Herz erreichst, mag es sein, daß er dadurch empfänglicher ist, wenn das nächste Mal ein Zeuge bei ihm vorspricht.
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FragekastenKönigreichsdienst 1990 | Oktober
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Fragekasten
● Was sollte berücksichtigt werden, wenn zwei oder mehr verschiedensprachige Versammlungen dasselbe Gebiet bearbeiten?
In Gebieten, in denen mehr als eine Sprache gesprochen wird, ist die bevorzugte Sprache des Wohnungsinhabers ausschlaggebend dafür, von welcher Versammlung er betreut wird. Grundsätzlich wird die deutschsprachige Versammlung das ihr zugeteilte Gebiet betreuen und Adressen von fremdsprachigen Personen an die jeweilige fremdsprachige Versammlung weiterleiten, die sich dann um diese Personen kümmert. Bei dieser Weitergabe von Informationen ist es nicht erforderlich, daß mehr als Name und Adresse der betreffenden Person an die fremdsprachige Versammlung weitergeleitet wird.
Sofern ganze Häuser oder Straßenzüge von fremdsprachigen Personen einer gewissen Sprachgruppe bewohnt werden, kann die betreffende fremdsprachige Versammlung dieses Gebiet in ihrer eigenen Verantwortung übernehmen und für den Fall, daß anderssprachige Personen in dem Gebiet wohnen, die betreffenden Adressen weitergeben.
Wenn dann die deutschsprachige Versammlung ihr Gebiet bearbeitet und sich die fremdsprachige Versammlung nur um die Personen kümmert, die ihre Sprache sprechen, wird gewährleistet, daß die Gebiete gründlich bearbeitet und die Interessierten zu der passenden Versammlung geführt werden, ohne daß die Wohnungsinhaber gleichzeitig von Verkündigern verschiedensprachiger Versammlungen besucht werden. Wir möchten “der guten Botschaft über den Christus kein Hindernis” bereiten (1. Kor. 9:12). Es liegt in der Verantwortung der Dienstaufseher der betreffenden Versammlungen, zu gewährleisten, daß das Gebiet gründlich bearbeitet wird, ohne daß dafür ein übertriebener Verwaltungsaufwand durch Führen von namensbezogenen Listen oder durch Verwendung von Computern nötig sein wird. Liebe, gegenseitiges Interesse, Verständnis, Vernünftigkeit und Zusammenarbeit sind wichtig (Phil. 4:5).
Im Straßendienst, beim informellen Zeugnisgeben usw. könnten Verkündiger Literatur in verschiedenen Sprachen dabeihaben. Doch wenn wir von Haus zu Haus gehen, sollten wir normalerweise nur Literatur in der Sprache unserer Versammlung anbieten. Behaltet im Sinn, daß die fremdsprachigen Personen von den fremdsprachigen Versammlungen betreut werden und die Verkündiger, die Literatur abgeben, die interessierten Wohnungsinhaber auch zu den Versammlungszusammenkünften mitnehmen können, die in der Sprache abgehalten werden, die der Betreffende am besten versteht oder bevorzugt. Sofern es für die betreffende Sprachgruppe noch keine fremdsprachige Versammlung oder Gruppe gibt, ist natürlich nichts dagegen einzuwenden, dem Wohnungsinhaber Literatur in seiner Sprache anzubieten.
Es wird sich nicht vermeiden lassen, daß sich unsere Bemühungen manchmal überschneiden. Es ist deshalb gut vor allem im Sinn zu behalten, daß der Zweck unseres Predigens darin besteht, Jünger zu machen — die Wahrheit zu lehren (Mat. 28:19, 20). Das Lehren sollte in der Sprache erfolgen, die jemand am besten versteht (1. Kor. 14:9). Wenn wir uns in unserem Dienst auf die Menschen konzentrieren, die die Sprache der Versammlung, die wir besuchen, am besten verstehen oder bevorzugen, kann viel Gutes erreicht werden, indem noch mehr Menschen geholfen wird, Rettung zu erlangen.
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Theokratische NachrichtenKönigreichsdienst 1990 | Oktober
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Theokratische Nachrichten
◆ Barbados hatte im Mai mit 1 783 Verkündigern die dritte Höchstzahl in diesem Dienstjahr.
◆ Haiti erreichte im Mai eine neue Höchstzahl von 6 427 Verkündigern — eine 14prozentige Zunahme. Es gab auch neue Höchstzahlen bei den Stunden und den Rückbesuchen.
◆ Lesotho berichtete im Mai eine neue Höchstzahl von 1 270 Verkündigern — eine 18prozentige Zunahme gegenüber dem Vorjahresdurchschnitt. Die 2 223 Bibelstudien sind ebenfalls eine neue Höchstzahl. Die Anwesendenzahl beim Gedächtnismahl betrug 4 979.
◆ Mexiko hat mit einer neuen Verkündigerhöchstzahl von 300 316 im Mai die Grenze von 300 000 Verkündigern überschritten — eine 14,5prozentige Zunahme gegenüber dem Vorjahresdurchschnitt. Es wurde auch eine neue Höchstzahl von 464 378 Heimbibelstudien erzielt.
◆ Bei den diesjährigen Bezirkskongressen in der Bundesrepublik und in West-Berlin wurden insgesamt 192 811 Anwesende und 2 588 Neugetaufte gezählt. Allein beim Sonderkongreß in Berlin waren 44 532 anwesend und 1 018 wurden getauft.
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