Der Name Gottes wieder zu sehen
„FAST 60 Jahre hat es gedauert, bis der Name Gottes ‚JHWH‘, der ja nicht nur der Gott der Juden ist, sondern auch der Gott der Christen, wieder da steht, wo ihn ein Maler ursprünglich hingeschrieben hat.“ So kommentiert der Schwarzwälder Bote das Wiederanbringen des Namens Gottes an der Fassade des Rathauses in Horb. Doch warum war der Name entfernt worden?
Wie die Zeitung berichtet, erhielt die Rathausfassade eine aufwendige, dekorative Bemalung. Dabei wurde auch das Tetragrammaton angebracht, d. h. die vier hebräischen Buchstaben, die für den Namen Gottes stehen.
„Dieser Name, der in der Bibel über 6 000mal vorkommt“, so die Zeitung, „lautet auf deutsch ‚Jehova‘ oder ähnlich. Man kennt die Aussprache nicht genau, weil die hebräische Schrift nur aus Konsonanten bestand. Die Vokale wurden beim Lesen hinzugefügt.“
Im Jahre 1934 entschieden jedoch Vertreter der NSDAP, das Tetragrammaton sei „mit der heutigen Anschauung nicht mehr zu vereinbaren“ und müsse daher übermalt werden. Erfreulicherweise ist das Tetragrammaton nun wieder zu sehen. „Heute ist“, wie der Schwarzwälder Bote weiter kommentiert, „die mit historischen Szenen, Wappen und Porträts geschmückte Fassade des Rathauses ‚die‘ Horber Sehenswürdigkeit.“