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ThailandJahrbuch der Zeugen Jehovas 1991
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Im Jahre 1941 wurden zwei deutsche Pioniere, Hans Thomas und Wolfhelm Fuchs, dem damals noch neutralen Thailand zugeteilt, nachdem sie in Niederländisch-Ostindien (jetzt Indonesien) tätig gewesen waren.
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ThailandJahrbuch der Zeugen Jehovas 1991
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Im Jahre 1942 wurden die Deutschen — Kurt Gruber, Hans Thomas und Wolfhelm Fuchs — inhaftiert und die Publikationen im Literaturdepot beschlagnahmt.
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ThailandJahrbuch der Zeugen Jehovas 1991
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Hans Thomas erzählt: „Da wir keine Nationalsozialisten waren, machte die deutsche Botschaft für uns keinen Finger krumm. Man sagte uns sogar: ‚Sie wissen, was mit Ihnen in Deutschland passieren würde!‘ Nachdem wir wochenlang im Militärgefängnis zugebracht hatten, stellten wir an die zuständige thailändische Behörde ein Gesuch und baten, unsere Interessen zu vertreten. Schließlich waren wir auf legalem Wege nach Thailand gekommen, um als Missionare tätig zu sein, und das mit der Genehmigung der Regierung. Da wir uns gegenüber der thailändischen Regierung nicht ungesetzlich verhalten hatten, sahen wir keinen Grund, warum die japanische Militärbehörde uns weiter festhalten wollte. Thailand war als ein Land bekannt, dessen Bürger Freiheit genossen, und von Rechts wegen stand es nicht unter japanischer Herrschaft, sondern verhandelte nur freundschaftlich mit Japan. Deshalb baten wir darum, der thailändischen Regierung übergeben zu werden. Schließlich wurde unserem Gesuch entsprochen.“
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ThailandJahrbuch der Zeugen Jehovas 1991
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Auch Kurt, Hans und Wolfhelm wurden kurz danach auf freien Fuß gesetzt.
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ThailandJahrbuch der Zeugen Jehovas 1991
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„Die letzte Ausgabe, die wir erhalten hatten, war Der Wachtturm vom November 1941 mit dem Artikel ‚Demon Rule Ending‘ (Die Dämonenherrschaft endet)“, erinnert sich Bruder Thomas. „Von dieser Ausgabe an haben wir die Wachttürme älteren Datums mehrere Jahre lang in umgekehrter Reihenfolge studiert, und wir hofften, daß der Krieg eines Tages enden würde und wir mit der Gesellschaft wieder Kontakt aufnehmen könnten. Über vier lange Jahre vergingen. Wir studierten gerade einen Wachtturm aus dem Jahre 1936, als neue Zeitschriften eintrafen.“
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