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  • Thailand
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1991
    • Im Oktober 1951 sprach er bei einer Frau vor — ihr Name war Karun Chuthiangtrong —, die in einer buddhistischen Familie groß geworden war, in der nach chinesischer Tradition der Ahnenkult ausgeübt wurde. Sie berichtet über ihre Vergangenheit:

      „Als Teenager fragte ich oft meine Oma, woher wir kämen und was nach dem Tod geschehe. Aber die Mythen und Legenden, die sie mir daraufhin erzählte, stellten mich nicht zufrieden. Im Jahre 1945 — ich war gerade 19 — schickte ein Verwandter von uns ein Neues Testament in Thai. Ich begann es zu lesen und stellte fest, daß darin von Gott als dem Schöpfer und von der Hoffnung auf ewiges Leben die Rede war. Ich erinnere mich auch noch, daß sich unter der Literatur, die der Verwandte gesandt hatte, zwei Broschüren von der Watchtower Society befanden. Damals dachte ich jedoch, es gebe nur eine einzige christliche Religionsgemeinschaft.

      Im Jahre 1946 wurde ich in der presbyterianischen Kirche getauft. Da ich darauf brannte, mit anderen über die Rettungsbotschaft zu sprechen, wollte ich Predigerin werden. Ich bewarb mich mehrere Male um einen Studienplatz an einer Ausbildungsstätte für Prediger, und zwar in Thailand und in Myanma, aber irgendwie klappte es nie.“

      Als Bruder Sa-ngat bei Karun vorsprach, nahm sie das Buch „Gott bleibt wahrhaftig“ entgegen, nachdem er ihre Fragen einleuchtend und überzeugend beantwortet hatte. Schon nach kurzer Zeit erkannte sie, daß die gute Botschaft die Wahrheit war. Aber der Widerstand ließ nicht lange auf sich warten. Sie erzählt weiter: „Wenn wir uns über die Bibel unterhielten, wurde unser Haus oft mit Steinen beworfen, oder die Leute machten draußen einen fürchterlichen Krach, um uns zu stören. Eines Tages kam ein Kirchenältester mit einem Polizisten, seinem jüngeren Bruder, und sie versuchten, mich einzuschüchtern, indem sie mir androhten, mich einzusperren, falls ich nicht aufhören würde, mich mit Jehovas Zeugen abzugeben. Bruder Sa-ngat erhielt mehrere Morddrohungen von einer Gruppe, die als Schwarze Hand bekannt war. Die Gesellschaft fand es deshalb ratsam, ihm ein neues Gebiet in Songkhla im Süden Thailands zuzuteilen.“ Kurze Zeit später, es war an einem Abend im Jahre 1953, wurde Bruder Sa-ngat erschossen; der Fall wurde nie aufgeklärt.

      In der Zwischenzeit begann Karun mit der Verkündigung der guten Botschaft. Obwohl sie jetzt ganz auf sich gestellt war und die nächste Versammlung 320 km entfernt lag, setzte sie die Predigttätigkeit mutig fort. Die Besuche der Kreisaufseher und die regelmäßigen Literatursendungen vom Zweigbüro erwiesen sich für sie als Kraftquelle. Nach ihrer Taufe im November 1952 stand Schwester Karun über 20 Jahre im Vollzeitdienst, und trotz widriger Umstände verkündigt sie noch immer treu die Botschaft von der wahren Freiheit.

  • Thailand
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1991
    • [Bild auf Seite 214]

      Karun Chuthiangtrong — Wie wurde ihr Durst nach der Wahrheit gestillt?

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