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  • Thailand
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1991
    • Die Gesellschaft war mit dem Vorschlag von Bruder Hopkinson einverstanden, und Mitte 1964 kamen die ersten beiden Schwestern: Rosaura (Rose) Cagungao und Clara dela Cruz. Sie sollten als Sonderpioniere das riesige Gebiet in der Provinz Thon Buri bearbeiten, das sich auf der anderen Seite des Chao Phraya befindet, des Flusses, an dem Bangkok liegt. Obwohl sie nicht die Gileadschule absolviert hatten, erhielten sie nach einem Jahr den Missionarstatus. Und nach einiger Zeit gab es zwei glückliche Paare: Schwester Cagungao heiratete den Zweigaufseher Paul Engler,

  • Thailand
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1991
    • Daraufhin erhielt das Zweigbüro am 31. Oktober 1966 einen dringlichen Brief. Der Zweigaufseher, Paul Engler, und sein Gehilfe, Guy Moffatt, sprachen deshalb bei der Behörde für religiöse Angelegenheiten im Ministerium für Erziehung vor.

      Die Brüder erklärten dem Generaldirektor der erwähnten Behörde, daß Jehovas Zeugen die Fahne eines jeden Landes, in dem sie wohnen, respektieren und daß sie ihren Respekt durch den Gehorsam gegenüber den Gesetzen des Landes zum Ausdruck bringen, aber daß sie darum bitten, von der Teilnahme an einem Akt der Bilderverehrung freigestellt zu werden, weil ein solcher Akt gegen das Gesetz unseres Gottes, Jehova, ist (Mat. 4:10). Der Beamte bestand jedoch auf seiner Meinung, daß die Nation wichtiger sei als die Religion und daß der Fahnengruß nichts mit religiöser Verehrung zu tun habe.

      Fünf Monate später wurde Bruder Engler von der zentralen Ermittlungsbehörde vorgeladen. Man leitete die Sache an das Innenministerium weiter. Bruder Engler erklärte dem Hauptmann der Ermittlungspolizei acht Stunden lang — über drei Tage verteilt — genau unseren religiösen Standpunkt hinsichtlich der Fahnengrußfrage. Er erwähnte unter anderem, daß viele Länder Jehovas Zeugen gegenüber tolerant seien, wenn dieses Problem auftrete.

      Der Polizeihauptmann hörte Bruder Englers Argumenten aufmerksam zu und bestimmte dann, daß die Kinder von Zeugen Jehovas in Thailand nur ruhig dazustehen brauchen, während die anderen Schüler an der Fahnengrußzeremonie teilnehmen. Danach schickte er einen Bericht an die zuständigen übergeordneten Behörden, damit sie sich dieser Angelegenheit annehmen konnten.

      Wie würde die Entscheidung ausfallen? In der Vergangenheit hatten Regierungsbeamte Jehovas Zeugen immer nett und freundlich behandelt. Viele Gebete wurden gesprochen „in bezug auf Menschen von allen Arten ..., in bezug auf Könige und alle, die in hoher Stellung sind“, damit die Glieder des Volkes Gottes weiterhin „ein ruhiges und stilles Leben“ führen und uneingeschränkt das Werk fortsetzen könnten (1. Tim. 2:1, 2). Nach ungefähr einem Jahr kam eine indirekte Antwort.

      Nur ein oder zwei Tage nachdem Bruder Engler verhört worden war, trafen fünf neue Missionare von den Philippinen ein. Ihr Einwanderungsgesuch würde von der Ermittlungsbehörde bearbeitet werden. Ein ganzes Jahr kam keine Nachricht. Im April 1968 wurde den Missionaren dann mitgeteilt, daß ihr Gesuch bewilligt worden sei. Daraus konnte man schließen, wie die Behörden in der Fahnengrußfrage entschieden hatten. Aber eine offizielle Benachrichtigung erfolgte nie.

  • Thailand
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1991
    • [Bilder auf Seite 237]

      Rosaura Engler (Cagungao) und Clara Elauria (dela Cruz) waren die ersten beiden Filipinos, die als Missionare nach Thailand gesandt wurden.

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