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  • Jehova — der Gott der Zeiten und Zeitabschnitte
    Der Wachtturm 1986 | 15. April
    • In Prediger 3:1 lesen wir: „Für alles gibt es eine bestimmte Zeit, ja eine Zeit für jede Angelegenheit unter den Himmeln.“ Vom menschlichen Standpunkt aus betrachtet, trifft das bestimmt zu, doch um so mehr noch vom Standpunkt des Schöpfers aus. Er hat Zeiten und Zeitabschnitte für die Verwirklichung seines Vorsatzes festgelegt. Wenn wir unser Leben damit nicht in Übereinstimmung bringen, wird es uns letztlich nichts nützen, es nach Uhren und Kalendern ausgerichtet zu haben.

      5 Warum? Weil Jehova einen Vorsatz in bezug auf die Erde und die menschlichen Geschöpfe darauf hat; sonst hätte er sie nicht erschaffen. Wenn wir unser Leben mit diesem Vorsatz nicht in Übereinstimmung bringen, werden wir dabei nicht berücksichtigt werden. Sein Vorsatz wird gewiß genau nach seinem Zeitplan ausgeführt werden. Er erklärt: „So wird sich mein Wort erweisen, das aus meinem Mund hervorgeht. Es wird nicht ergebnislos zu mir zurückkehren, sondern es wird gewißlich das tun, woran ich Gefallen gehabt habe, und es wird bestimmt Erfolg haben in dem, wozu ich es gesandt habe“ (Jesaja 55:11).

  • Jehova — der Gott der Zeiten und Zeitabschnitte
    Der Wachtturm 1986 | 15. April
    • Jehovas Vorsatz in bezug auf Sanftmütige

      12, 13. Was ist Gottes Vorsatz in Verbindung mit der Erde und den Menschen?

      12 Als Jehova die Menschen erschuf, hatte er den Vorsatz, daß die gesamte Erde ein Paradies wie der Garten Eden werden sollte, das von vollkommenen, geeinten, glücklichen Menschen bevölkert würde (1. Mose 1:26-28; 2:15; Jesaja 45:18). Dieser Vorsatz konnte nicht durch rebellische Menschen und böse Geistgeschöpfe ausgelöscht werden. Außerdem wird er, da Jehova ein Gott der Zeiten und Zeitabschnitte ist, zu der bestimmten Zeit verwirklicht werden, die er dafür festgelegt hat. Jehova wird nicht zulassen, daß die von ihm unabhängige Menschenherrschaft über die festgesetzte Zeit hinaus gegen seinen Vorsatz ankämpft.

      13 Jesus hatte volles Vertrauen zu Gottes Vorsatz in Verbindung mit der Erde. Er sagte zu einem Übeltäter, der etwas Glauben an ihn bekundet hatte: „Du wirst mit mir im Paradies sein“ (Lukas 23:43). Damit war das künftige irdische Paradies gemeint. Bei einer früheren Gelegenheit hatte Jesus gesagt: „Glücklich sind die Mildgesinnten, da sie die Erde ererben werden“ (Matthäus 5:5). Hier bezog sich Jesus wahrscheinlich auf den Gedanken aus Psalm 37:11, wo es heißt: „Die Sanftmütigen ... werden die Erde besitzen, und sie werden wirklich ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens.“

      14. Welche Art Menschen werden die Erde ererben?

      14 Wer sind diese, die die Erde ererben werden? Psalm 37:34 erklärt: „Hoffe auf Jehova, und halte seinen Weg ein, und er wird dich erhöhen, die Erde in Besitz zu nehmen. Wenn die Bösen weggetilgt werden, wirst du es sehen.“ In den Versen 37 und 38 heißt es weiter: „Achte auf den Untadeligen, und behalte den Rechtschaffenen im Auge, denn die Zukunft dieses Mannes wird friedevoll sein. Die Übertreter selbst aber werden bestimmt miteinander vertilgt werden; der Bösen Zukunft wird tatsächlich abgeschnitten.“ Somit müssen die Menschen, die die Erde ererben werden, Jehova kennenlernen, an seine Verheißungen glauben und von ihm als untadelig und rechtschaffen betrachtet werden, weil sie seinen Gesetzen gehorchen. In 1. Johannes 2:17 wird gesagt: „Die Welt vergeht und ebenso ihre Begierde, wer aber den Willen Gottes tut, bleibt immerdar.“

      15. Was muß unbedingt geschehen, damit sich die großen Änderungen zum Wohl der Menschheit vollziehen können?

      15 Damit sich solche Änderungen vollziehen können, ist eine völlige Umkehrung der heutigen Lage erforderlich. Jedenfalls würde das die Beseitigung aller gegenwärtigen Regierungen der Erde bedeuten, da die Menschenherrschaft niemals wünschenswerte Zustände herbeigeführt hat. Aber solche welterschütternden Änderungen sind angesichts der Fähigkeiten Jehovas ein leichtes. Die Bibel sagt beispielsweise: „Er ändert Zeiten und Zeitabschnitte, indem er Könige absetzt und Könige einsetzt“ (Daniel 2:21).

      Beseitigung der Gegner

      16, 17. (a) Wie verfuhr Jehova mit dem Pharao, der sich seinem Vorsatz widersetzte? (b) Wie wurde Jehovas prophetisches Wort bestätigt?

      16 Beachten wir, wie Jehova mit mächtigen Herrschern und Dynastien in der Vergangenheit verfuhr, besonders mit solchen, die versuchten, seine Vorsätze zu durchkreuzen. Sie und ihre Reiche wurden zerschmettert und gleichsam zu Staub zermalmt, der in alle Winde zerstreut wurde. Da war zum Beispiel der Pharao von Ägypten, der Gottes Volk versklavt hatte. Aber Jehova hatte einen Vorsatz in Verbindung mit seinen Dienern, und er sandte Moses, um Pharao mitzuteilen, er solle sie freilassen. Statt dessen erwiderte Pharao in seiner Überheblichkeit: „Wer ist Jehova, daß ich seiner Stimme gehorchen ... sollte?“ Er fuhr fort: „Ich kenne Jehova überhaupt nicht, und außerdem werde ich Israel nicht wegsenden“ (2. Mose 5:2).

      17 Jehova räumte Pharao viele Gelegenheiten ein, seinen Sinn zu ändern. Doch immer wieder wurde Pharao, wie in 2. Mose 11:10 gesagt wird, „verstockt“. Aber Jehova hat unüberwindliche Macht. Als die von ihm bestimmte Zeit gekommen war, ertränkte er Pharao und seine Streitkräfte im Roten Meer. In 2. Mose 14:28 lesen wir: „Auch nicht e i n e r von ihnen wurde übriggelassen.“ Jehovas Diener hingegen wurden beschützt und befreit. Das geschah genau zu der Zeit, die durch Jehovas prophetisches Wort vorhergesagt worden war, nämlich am Ende einer 400-Jahr-Periode, die er Jahrhunderte zuvor gegenüber dem treuen Abraham erwähnt hatte.

      18. Was tat Jehova mit König Nebukadnezar von Babylon? Warum?

      18 Dann war da König Nebukadnezar von Babylon. Er ließ sich dazu hinreißen, sich seiner Macht und seiner Leistungen zu rühmen, so als ob er selbst ein Gott gewesen wäre. Gemäß Daniel 4:31 war „das Wort noch im Mund des Königs ..., da fiel eine Stimme von den Himmeln her ein: ‚Dir wird gesagt, o König Nebukadnezar: „Das Königreich selbst ist von dir gewichen.“‘“ Jehova sagte ihm, daß er wie ein Tier des Feldes erniedrigt werde, bis er, wie es in Vers 32 heißt, erkenne, „daß der Höchste der Herrscher ist im Königreich der Menschheit und daß er es gibt, wem er will“. Das geschah, und zwar genau zu der Zeit, die Jehova dafür vorgesehen hatte.

      19. Warum kam Jehovas Vernichtungsurteil über Babylon und seinen letzten Herrscher, Belsazar?

      19 Der letzte König, der in Babylon regierte, war Belsazar. Damals war Jehovas Zeit herbeigekommen, dieses riesige Weltreich zu stürzen. Warum? Weil die Babylonier das Volk Jehovas in Gefangenschaft hielten und Jehova lästerten. In Daniel, Kapitel 5 ist zu lesen, daß Belsazar für tausend seiner Beamten ein großes Festmahl veranstaltete. Dann gab Belsazar die Anweisung, „man solle die Gefäße aus Gold und aus Silber hereinbringen, die Nebukadnezar, sein Vater, aus dem Tempel [Jehovas], der in Jerusalem war, weggenommen hatte, damit daraus der König und seine Großen, seine Konkubinen und seine Zweitfrauen trinken könnten“ (Daniel 5:2, 3). Beachten wir, was sie als nächstes taten: „Sie tranken Wein, und sie priesen die Götter aus Gold und aus Silber, Kupfer, Eisen, Holz und Stein“ (Daniel 5:4). Dadurch, daß sie aus den heiligen Gefäßen tranken, die man bei der Anbetung Jehovas verwendet hatte, verspotteten und lästerten sie Jehova. Indem sie ihre falschen Götter anbeteten, beteten sie Satan an.

      20, 21. Welche Botschaft richtete Daniel Belsazar aus, und wodurch bewahrheitete sie sich?

      20 Doch in jenem Augenblick geschah etwas Erschreckendes. Man sah, wie die Finger einer Hand etwas an die Wand des Palastes schrieben. Der König erschrak so sehr, daß sich „seine Gesichtsfarbe an ihm [veränderte], und seine eigenen Gedanken begannen ihn zu erschrecken, und seine Hüftgelenke lösten sich, und sogar seine Knie schlugen aneinander“ (Daniel 5:6). Keiner der religiösen Ratgeber Belsazars konnte die Handschrift verstehen, so daß man Jehovas Diener Daniel rief, damit er sie deute. Daniel erklärte dem König, daß die Botschaft von Jehova war und folgendes bedeutete: „Gott hat die Tage deines Königreiches gezählt und ihm ein Ende gemacht. ... du bist auf der Waage gewogen und bist zu leicht erfunden worden. ... dein Königreich ist geteilt und den Medern und den Persern gegeben worden“ (Daniel 5:26-28).

      21 In jener Nacht drangen medo-persische Streitkräfte durch die Stadttore ein, die unvorsichtigerweise offengelassen worden waren. Der Bericht in Daniel 5:30 schließt mit den Worten: „In derselben Nacht wurde Belsazar ... getötet.“ Der Sturz Babylons ermöglichte es dem Volk Jehovas, genau 70 Jahre nach Beginn seiner Gefangenschaft in sein Heimatland zurückzukehren. Das entsprach exakt dem Zeitplan Jehovas gemäß Jeremia 29:10.

      22, 23. Wie verfuhr Jehova mit König Herodes Agrippa I., der den Christen im ersten Jahrhundert Widerstand leistete?

      22 Im ersten Jahrhundert lebte König Herodes Agrippa I., der letzte Herrscher von Palästina, das ein Teil des Römischen Reiches war. Herodes ließ den Apostel Petrus ins Gefängnis werfen und verfolgte auch andere Christen. Er ließ sogar den Apostel Jakobus töten (Apostelgeschichte 12:1, 2). Herodes veranstaltete auch mörderische Gladiatorenkämpfe und andere heidnische Schaustellungen. Durch all das strafte er seine Behauptung Lügen, ein Anbeter Gottes zu sein.

      23 Aber dann kam Jehovas bestimmte Zeit, diesen Gegner hinzurichten. In Apostelgeschichte 12:21-23 wird uns berichtet: „An einem festgesetzten Tag ... kleidete sich Herodes in ein Königsgewand und setzte sich auf den Richterstuhl und begann ihnen eine öffentliche Ansprache zu halten. Das versammelte Volk seinerseits begann zu schreien: ‚Eines Gottes Stimme und nicht eines Menschen!‘“ Was geschah dann? Die Bibel sagt: „Da schlug ihn der Engel Jehovas augenblicklich, weil er nicht Gott die Ehre gab; und er wurde von Würmern zerfressen und verschied.“ Das war ein weiteres Beispiel dafür, daß Jehova „Könige absetzt“, wie es in Daniel 2:21 heißt.

      24. Was bestätigen solche geschichtlichen Ereignisse?

      24 Solche geschichtlichen Ereignisse bestätigen, daß Jehova für seine Vorsätze seine Zeiten und Zeitabschnitte hat. Sie beweisen auch, daß er ohne Zweifel die Fähigkeit und Macht hat, seinen Vorsatz zu verwirklichen, die Erde in ein Paradies umzuwandeln, in dem „Gerechtigkeit wohnen“ wird (2. Petrus 3:13).

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