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Kaugummi — Uralt und doch ganz modernErwachet! 2002 | 22. Februar
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Die Azteken kauten den Chicle des Sapotillbaums, genannt tzictli.
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Kaugummi — Uralt und doch ganz modernErwachet! 2002 | 22. Februar
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Chicle ist der Milchsaft des immergrünen Sapotillbaums, den man auch Kaugummibaum nennt. Er ist beheimatet im Gran Petén, dem tropischen Regenwald im Norden Guatemalas, in Belize und auf der Yucatán-Halbinsel Mexikos. Auf einem einzigen Hektar findet man dort mancherorts über 175 Sapotillbäume. In der Regenzeit zapfen so genannte chicleros den Milchsaft ab, indem sie den Stamm der wild wachsenden Sapotillbäume zickzackförmig einritzen. Der Milchsaft sickert langsam in einen Auffangbehälter am Boden. Die Substanz wird gesammelt, bis zur gewünschten Konsistenz eingedickt und zu Blöcken geformt, die dann verkauft werden. Chiclegummi wird zwar noch in der Kaugummiindustrie verwendet — vor allem für Kaugummi, der als natürlicher Kaugummi vermarktet wird —, ist aber seit den 1940er Jahren in den Vereinigten Staaten weitgehend durch synthetische Produkte ersetzt worden.
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