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Trotz Veränderungen den inneren Frieden bewahrenDer Wachtturm (Studienausgabe) 2018 | Oktober
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8-10. (a) Wie kann uns Gottes Geist helfen, mit Ängsten fertigzuwerden? (b) Wie hilft uns Jehova, wenn wir uns darauf konzentrieren, ihm zu dienen?
8 Gottes Geist kann uns innere Ruhe geben. Außerdem kann er uns auf Schlüsseltexte aufmerksam machen, die uns zeigen, was im Leben wirklich wichtig ist. (Lies Johannes 14:26, 27.) Philip und seine Frau Mary, die fast 25 Jahre im Bethel waren, haben das erlebt. Innerhalb von vier Monaten verloren beide ihre Mutter und einen weiteren Verwandten. Auch kümmerten sie sich um Marys demenzkranken Vater.
9 Philip erinnert sich: „Ich kam mit der Situation schon irgendwie zurecht, aber etwas fehlte. In einem Wachtturm-Studienartikel stieß ich auf Kolosser 1:11. Ich harrte zwar aus, aber nicht so richtig. Ich musste völlig ausharren und ‚mit Freuden langmütig . . . sein‘. Dieser Vers erinnerte mich daran: Freude hängt nicht von Umständen ab, sondern davon, wie Gottes Geist im Leben wirkt.“
10 Philip und Mary konzentrierten sich weiter auf den Dienst für Jehova und wurden von ihm sehr gesegnet. Schon bald nachdem sie das Bethel verlassen hatten, fanden sie Bibelschüler, die gute Fortschritte machten und mehrmals in der Woche studieren wollten. Mary sagt: „Sie machten uns große Freude! Und Jehova sagte uns durch sie, dass alles gut wird.“
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Trotz Veränderungen den inneren Frieden bewahrenDer Wachtturm (Studienausgabe) 2018 | Oktober
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17, 18. Wie hilft es in Zeiten der Veränderung, dienstorientiert zu bleiben?
17 Viele Vollzeitdiener können bestätigen: Dienstorientiert zu bleiben hilft einem, bei Veränderungen das Gleichgewicht zu bewahren. Osborne und Polite, ein Ehepaar in Südafrika, sind dafür ein gutes Beispiel. Als sie das Bethel verließen, rechneten sie damit, schon bald eine Teilzeitstelle und eine Wohnung zu finden. „Leider klappte das mit der Arbeit nicht so schnell, wie wir gehofft hatten“, erinnert sich Osborne. Polite erzählt: „Wir haben drei Monate lang keine Arbeit gefunden und hatten auch keine Ersparnisse. Es war wirklich nicht leicht.“
18 Was half ihnen in dieser belastenden Situation? Osborne bringt es auf den Punkt: „Der Predigtdienst mit der Versammlung hat uns sehr geholfen. Wir haben uns auf das Richtige konzentriert und sind positiv geblieben. Wir beschlossen, uns beim Predigen voll einzubringen, statt dazusitzen und uns Sorgen zu machen. Das hat uns viel Freude gebracht. Wir haben überall Arbeit gesucht und schließlich etwas gefunden.“
WARTE GEDULDIG AUF JEHOVA
19-21. (a) Wie können wir unseren inneren Frieden bewahren? (b) Was kann es einem persönlich bringen, sich neuen Umständen anzupassen?
19 Was zeigen diese Beispiele? Wenn wir das Beste aus unserer Situation machen und voller Vertrauen auf Jehova warten, dann bewahren wir unseren inneren Frieden. (Lies Micha 7:7.) Vielleicht stellen wir sogar fest, dass unsere Freundschaft zu Jehova dadurch viel enger wird. Polite zieht folgenden Schluss: „Durch die neue Zuteilung habe ich gelernt, was es eigentlich bedeutet, sich auf Jehova zu verlassen — auch wenn es im Leben richtig schwierig wird. Ich habe jetzt ein viel engeres Verhältnis zu ihm.“
20 Mary, die schon zu Wort kam, kümmert sich nach wie vor um ihren betagten Vater und ist gleichzeitig Pionier. Sie stellt fest: „Wenn ich mir Sorgen mache, muss ich erst mal beten und dann bewusst loslassen. Alles in Jehovas Hand zu lassen ist wohl das Wichtigste, was ich gelernt habe. Und in Zukunft wird es noch wichtiger sein.“
21 Für Lloyd und Alexandra waren die Veränderungen eine ungeahnte Glaubensprüfung. Das geben sie offen zu. Doch sie sagen: „In Prüfungen zeigt sich, ob unser Glaube echt ist und stark genug, uns in schweren Zeiten zu tragen und Trost zu schenken. Solche Erfahrungen machen uns zu besseren Menschen.“
Unerwartete Veränderungen können unerwartete Segnungen mit sich bringen (Siehe Absatz 19-21)
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