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UgandaJahrbuch der Zeugen Jehovas 2010
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Es war darauf bedacht, dass die Botschaft auch in das riesige Gebiet der heutigen Länder Kenia, Uganda und Tansania gelangte. Zwei Pioniere, Robert Nisbet und David Norman, wurden gebeten, dort zu predigen.
Die beiden unerschrockenen Pioniere waren entschlossen, die gute Botschaft vom Königreich tief ins Innere Afrikas zu tragen. Am 31. August 1931 machten sie sich von Daressalam aus auf den Weg. Sie hatten 200 Kartons Literatur dabei. Zuerst setzten sie auf die Insel Sansibar über, von dort ging es in die Hafenstadt Mombasa und anschließend in das Hochland von Kenia. Sie reisten mit dem Zug und bearbeiteten die Städte entlang der Bahnlinie bis an die Ostküste des Victoriasees. Mit dem Dampfschiff überquerten sie den See und kamen so nach Kampala, der ugandischen Hauptstadt. Dort ließen sie viele Veröffentlichungen zurück und nahmen mehrere Abonnements auf das Goldene Zeitalter auf. Anschließend drangen Bruder Nisbet und Bruder Norman mit dem Auto noch tiefer in das Landesinnere vor.
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UgandaJahrbuch der Zeugen Jehovas 2010
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Gray und Olga Smith blieben einige Zeit in Tanganjika (heute Tansania), während sich Robert und George Nisbet auf den Weg nach Nairobi (Kenia) machten. Als das Ehepaar Smith von den Kolonialbehörden aus Tanganjika ausgewiesen wurde, reiste es nach Kampala. Diesmal waren die Umstände dort allerdings nicht so günstig, denn die Polizei ließ sie die ganze Zeit überwachen. Doch unbeirrt verbreiteten Bruder und Schwester Smith in nur zwei Monaten 2 122 Bücher und Broschüren und führten 6 öffentliche Zusammenkünfte durch. Schließlich mussten die beiden jedoch auf Anweisung des Gouverneurs das Land verlassen.
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NEUBEGINN DER TÄTIGKEIT
Im April 1950 ließ sich ein junges Ehepaar aus England, Bruder und Schwester Kilminster, in Kampala nieder. Fleißig verkündigten sie die gute Botschaft und erlebten die Freude, dass eine griechische und eine italienische Familie positiv darauf reagierten.
Im Dezember 1952 kamen Bruder Knorr und Bruder Henschel aus der Weltzentrale der Zeugen Jehovas in New York nach Nairobi. Bruder Kilminster wollte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, mit ihnen zusammenzutreffen. Deshalb machte er die weite Reise von Kampala nach Nairobi. Bruder Knorr und Bruder Henschel ließen der kleinen Gruppe ermunternde Gedanken übermitteln und veranlassten, dass in Kampala eine Versammlung gegründet wurde. Die junge Versammlung konnte schon bald gute Ergebnisse vorweisen und im Dienstjahr 1954 waren bereits 10 Verkündiger tätig.
Im selben Jahr bereiste Eric Cooke aus dem Zweigbüro in Südrhodesien (heute Simbabwe) Ostafrika und nahm sich etwas Zeit für die neue Versammlung in Kampala. Die Brüder unterstützten zwar freudig das wöchentliche Wachtturm-Studium, aber ihr Eifer im Predigtdienst ließ noch zu wünschen übrig. Bruder Cooke empfahl deshalb Bruder Kilminster, alle Zusammenkünfte durchzuführen, einschließlich der wöchentlichen Dienstzusammenkunft. Um die Verkündigungstätigkeit zu fördern, legte Bruder Cooke Nachdruck auf den Haus-zu-Haus-Dienst und schulte netterweise einige der Verkündiger persönlich.
Bis dahin hatte man in Kampala fast ausschließlich den Europäern gepredigt. Wie Bruder Cooke feststellte, war allerdings Ganda die Muttersprache der meisten Einheimischen. Um auch ihr Herz anzusprechen, empfahl er den Brüdern, eine Publikation ins Ganda zu übersetzen. Ab 1958 konnten die Verkündiger die neue Broschüre „Diese gute Botschaft vom Königreich“ verwenden. Und das brachte tatsächlich neuen Schwung. Es ging voran und 1961 stieg die Zahl der Königreichsverkündiger auf 19.
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