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UgandaJahrbuch der Zeugen Jehovas 2010
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Ein Ehepaar wohnte in Mbarara, einer Kleinstadt in der sanften Hügellandschaft Südwestugandas, etwa 300 Kilometer von Kampala entfernt. Sie führten bei sich zu Hause das Wachtturm-Studium und das Buchstudium durch. Von Zeit zu Zeit legten sie jedoch den weiten Weg nach Kampala oder Entebbe zurück, um mit ihren lieben Glaubensbrüdern zusammen zu sein. Näher zu ihrem Wohnort lag eigentlich das Zweigbüro in Luanshya (Nordrhodesien, heute Sambia), das damals die Verkündigungstätigkeit in Ostafrika beaufsichtigte.
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UgandaJahrbuch der Zeugen Jehovas 2010
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In den 1970er-Jahren waren wir als Familie privat und im Dienst gern mit den Missionaren zusammen, die in dem etwa 65 Kilometer entfernten Mbarara wohnten. Eines Tages wurden wir auf dem Weg dorthin von Soldaten angehalten. „Wenn Sie lebensmüde sind, können Sie ruhig weiterfahren“, sagte einer der Soldaten. Es schien ratsamer, umzudrehen und nach Hause zurückzukehren. Doch mit jedem Tag, der verging, machten wir uns größere Sorgen um die Missionare. Wir wollten so bald wie möglich zum Missionarheim fahren, um zu sehen, wie es ihnen ging. Die Sicherheitsmaßnahmen waren zwar sehr streng, aber ich nutzte meine Stellung in der Krankenhausverwaltung sowie die Krankenhausplakette am Auto, damit wir an den Straßensperren durchgelassen wurden. Wie erleichtert wir doch waren, als wir die Missionare unversehrt antrafen! Wir füllten ihre Vorräte auf und blieben einige Tage bei ihnen. Danach besuchten wir sie jede Woche, bis für sie die Lage sicher genug war, dass sie nach Kampala umziehen konnten.
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