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UgandaJahrbuch der Zeugen Jehovas 2010
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Noch voller Elan durch den mehrmonatigen Gileadkurs brannte Mats Holmkvist darauf, Ganda zu lernen, um das Interesse der Menschen an der Wahrheit zu vergrößern. Fred Nyende war damals Sonderpionier in Entebbe. Man nutzte seine Fähigkeiten als Übersetzer und Dolmetscher, um den neuen Missionaren zu helfen, ein verständliches Ganda zu sprechen — eine Sprache, die sich durch zahlreiche Zungenbrecher auszeichnet. Mats war ziemlich deprimiert, als ihm klar wurde, wie schwierig diese Sprache ist.
„Wie sagt man ‚Gottes Königreich‘ auf Ganda?“, fragte Mats in einer der ersten Unterrichtsstunden.
„Obwakabaka bwa Katonda“, perlte es Fred über die Lippen.
„Das klingt ja unmöglich“, dachte Mats bei sich und bereute, die Frage überhaupt gestellt zu haben. Mats machte jedoch bemerkenswerte Fortschritte und beherrscht Ganda inzwischen recht gut.
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UgandaJahrbuch der Zeugen Jehovas 2010
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Der Missionar Mats Holmkvist wurde von einer Schwester gebeten, Mutesaasira Yafesi zu besuchen, einen ehemaligen Pastor der Siebenten-Tags-Adventisten. Dieser interessierte sich seit Kurzem für Jehovas Zeugen und hatte fein säuberlich 20 Fragen aufgeschrieben, die er Mats bei seinem Besuch vorlegte.
Nach einem zweistündigen biblischen Gespräch erklärte Mutesaasira: „Ich glaube, ich habe endlich die wahre Religion gefunden! Kommen Sie doch bitte in mein Dorf. Es gibt noch weitere Menschen, die mehr über Jehovas Zeugen wissen möchten.“
Fünf Tage später machte sich Mats mit einem anderen Missionar auf den Weg zu Mutesaasira nach Kalangalo. Mit dem Motorrad legten sie die 110 Kilometer über schlechte, schlammige Wege durch Teeplantagen zurück. Sie staunten nicht schlecht, als Mutesaasira sie zu einer strohgedeckten Hütte führte, an der das Schild „Königreichssaal“ prangte. Er hatte tatsächlich schon einen Ort für Bibelstudien und Zusammenkünfte vorgesehen.
Mutesaasira hatte bereits mit vielen über die Wahrheit gesprochen und 10 Personen zeigten echtes Interesse. Einige Bibelstudien wurden eingerichtet und Mats ließ sich durch den weiten Weg nicht davon abhalten, sie zweimal im Monat durchzuführen. Die Studierenden machten gute Fortschritte. Inzwischen sind mehr als 20 Personen aus Kalangalo Verkündiger geworden und im Nachbarort Mityana gibt es eine blühende Versammlung. Auch Mutesaasira machte schnell Fortschritte und ließ sich taufen. Inzwischen ist er weit über 70 und dient als Ältester.
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