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Fünfzig Jahre gescheiterter BemühungenDer Wachtturm 1995 | 1. Oktober
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Sir David Hannay, der britische UNO-Botschafter, räumte ein, daß „die Vereinten Nationen bis in die 80er Jahre ziemlich nahe daran waren, sich als ein — wenn auch ehrenvoller — Fehlschlag zu erweisen“.
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Fünfzig Jahre gescheiterter BemühungenDer Wachtturm 1995 | 1. Oktober
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[Kasten auf Seite 4]
GESCHEITERTE BEMÜHUNGEN
Frieden und Sicherheit kann es so lange nicht geben, wie Krieg, Armut, Verbrechen und Korruption existieren. Kürzlich veröffentlichten die Vereinten Nationen folgende statistische Angaben:
Kriege: „Von den 82 bewaffneten Konflikten, die zwischen 1989 und 1992 im Gange waren, fanden 79 innerstaatlich statt, vielfach zwischen unterschiedlichen Volksgruppen; 90 Prozent der Todesopfer waren Zivilisten“ (Hauptabteilung Presse und Information der Vereinten Nationen [UNDPI]).
Waffen: „Nach Schätzungen des IKRK [Internationales Komitee vom Roten Kreuz] produzieren über 95 Hersteller in 48 Ländern jedes Jahr zwischen 5 und 10 Millionen Anti-Personen-Minen“ (Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen [UNHCR]).
„In Afrika sind in 18 Ländern etwa 30 Millionen Minen verteilt“ (UNHCR).
Armut: „Weltweit lebt jeder fünfte — insgesamt über eine Milliarde Menschen — unter der Armutsgrenze, und schätzungsweise 13 bis 18 Millionen sterben jährlich an Ursachen, die auf Armut zurückzuführen sind“ (UNDPI).
Verbrechen: „Seit den 80er Jahren hat die Zahl der registrierten Verbrechen weltweit im Durchschnitt jedes Jahr um 5 Prozent zugenommen; allein in den USA werden jährlich 35 Millionen Verbrechen verübt“ (UNDPI).
Korruption: „Korruption im öffentlichen Leben ist zunehmend an der Tagesordnung. In manchen Ländern entsprechen die Kosten, die durch Wirtschaftsbetrug entstehen, 10 Prozent des jährlichen Bruttosozialprodukts“ (UNDPI).
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