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Tschechische RepublikJahrbuch der Zeugen Jehovas 2000
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Urlaub mit anderen Zeugen
Es waren zwar schwere Zeiten, aber im Leben der Diener Jehovas hatten auch Ferien ihren berechtigten Platz. Bei sorgfältiger Planung kamen sie nicht nur der körperlichen Erholung zugute, sondern auch der geistigen Erbauung. Man kann sich vorstellen, was es zu einer Zeit, als die Zusammenkünfte mit höchstens 10 Anwesenden abgehalten wurden, für ungefähr 30 Zeugen Jehovas bedeutet haben muß, ein bis zwei Wochen zusammenzusein.
Wichtig war, gut abzuwägen, wen man einlud. Bei der Planung achtete man darauf, nicht den Jüngeren gegenüber den Älteren oder Brüdern gegenüber Schwestern den Vorzug zu geben. Man bemühte sich, mehrere reife christliche Brüder einzubeziehen, die die nötige Aufsicht gewährleisten würden.
Im Vordergrund stand ein ausgewogenes Programm zur Stärkung des Glaubens. Der Tagesablauf sah ungefähr so aus: Morgengebet, Tagestext und Bibellesung. An manchen Nachmittagen wurden mehrstündige Zusammenkünfte abgehalten. Abends traf man sich oft zu einem im voraus geplanten glaubensstärkenden Programm. Der Rest des Tages war frei. Man konnte studieren, wandern, schwimmen gehen und dergleichen mehr. Der Predigtdienst wurde meistens mit einer Wanderung verbunden, aber auch hier waren ungeschriebene Regeln zu beachten. Immerhin war ja eine Gruppe von rund 20 Wanderern unterwegs. In den Dörfern, im Wald und auf den Feldern trafen sie Einheimische. Sobald sie jemandem begegneten, verließ ein Bruder oder eine Schwester die Gruppe und versuchte, ein Gespräch anzufangen. Die übrigen gingen weiter.
Diese Gruppenreisen wirkten sich sehr positiv aus. Sie festigten den Glauben und dienten dazu, die gute Botschaft zu verbreiten. Sie waren ein fester Bestandteil der jüngeren Geschichte der Zeugen Jehovas in der Tschechoslowakei. Allerdings konnten es sich Diener Jehovas zu keiner Zeit leisten, in ihrer geistigen Wachsamkeit nachzulassen.
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Tschechische RepublikJahrbuch der Zeugen Jehovas 2000
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[Bild auf Seite 185]
Gruppenreisen boten die Gelegenheit, im Glauben erbaut zu werden
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