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VenezuelaJahrbuch der Zeugen Jehovas 1996
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Aus dem ersten Bericht, den das Zweigbüro an das Hauptbüro in Brooklyn (New York) sandte, ging hervor, daß es insgesamt 19 Verkündiger gab, die zwei Missionare und vier allgemeinen Pioniere eingeschlossen.
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VenezuelaJahrbuch der Zeugen Jehovas 1996
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Bemühungen, alle Gruppen zu besuchen
Im Oktober und November 1947 reisten die beiden Missionare in die entfernten westlichen und östlichen Landesteile, um zu sehen, wie man den kleinen Gruppen helfen konnte. Ihr Ziel war es, aus diesen Gruppen Versammlungen zu bilden. „Wir fuhren mit dem Bus, was in Venezuela wirklich ein Erlebnis war“, berichtet Bruder Baxter und lächelt, wenn er sich an die denkwürdige Reise erinnert. „In den Bussen waren die Sitze klein und dicht beieinander, da die meisten Venezolaner klein sind; somit hatten wir zwei Nordamerikaner kaum genug Platz für unsere Beine. Oben auf dem Bus sah man gewöhnlich Betten, Nähmaschinen, Tische, Hühner, Truthühner und Bananen sowie das Gepäck der Reisenden. Wer nur eine kurze Strecke reiste, plagte sich nicht damit ab, seine Hühner oder kleinen Gegenstände nach oben zu befördern, sondern brachte sie mit in den Bus und verstaute alles in dem Gang zwischen den Sitzen. Der Bus hatte eine Panne, und bis ein anderer Bus kam, blieben wir stundenlang in einer Wildnis liegen, wo es nur Kakteen und Ziegen gab. Danach ging uns der Treibstoff aus.“
In jeder der vier Ortschaften, die sie aufsuchten, trafen sie eine Gruppe von zirka 10 Personen an, die sich in jemandes Wohnzimmer versammelten. Die Missionare zeigten ihnen, wie man Zusammenkünfte durchführt, wie sie dem Zweigbüro regelmäßig über ihre Tätigkeit berichten sollten und wie sie Literatur für den Predigtdienst erhalten konnten.
In El Tigre stellte Bruder Baxter fest, daß Alejandro Mitchell, einer der neuen Brüder dort, die Ermahnung aus Matthäus 10:27, von den Hausdächern zu predigen, sehr wörtlich genommen hatte. Auf dem Dach seines Hauses hatte er einen Lautsprecher aufgestellt, und jeden Tag las er etwa eine halbe Stunde lang ausgewählte Abschnitte aus den Büchern Kinder, Die Neue Welt oder aus anderen Veröffentlichungen der Gesellschaft vor. Dabei hatte er die Lautstärke so hoch eingestellt, daß er noch etliche Blocks weiter gehört werden konnte! Es überrascht nicht, daß sich die Nachbarn aufregten. Ihm wurde nahegelegt, daß es doch besser sei, von Haus zu Haus zu predigen und auf den Lautsprecher zu verzichten.
Der Besuch der Brüder bei den verschiedenen kleinen Gruppen war sehr nützlich; in den zwei Monaten der Reise ließen sich 16 Personen taufen.
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Als diese Missionare in Maracaibo eintrafen, gab es dort nur vier Verkündiger. Anfang 1995 waren es 51 Versammlungen mit insgesamt 4 271 Verkündigern.
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