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Fußballweltmeisterschaft — Nur Sport?Erwachet! 1986 | 8. November
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Der Sportredakteur Pedro Escartín kommentierte das Spiel zwischen Mexiko und Paraguay wie folgt: „Ein Mann kann ohne die Unterstützung von Spielern und Managern die Atmosphäre der Gewalt nicht in ein Musterbeispiel der Sportlichkeit und der guten Manieren verwandeln, wenn aus dem Spielfeld ein Tollhaus geworden ist, in dem Gewalt, Antifußball sowie die fragwürdige Devise ‚Zuerst den Mann aufhalten und dann den Ball‘ das Bild beherrschen.“ Ferner sagte er: „Ich bezweifle, daß man den Fußball als positiv bezeichnen kann, wenn es in einem Spiel zu 77 Fouls kommt.“ Erfreulicherweise wurde nicht bei allen Begegnungen so ungestüm gespielt.
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Fußballweltmeisterschaft — Nur Sport?Erwachet! 1986 | 8. November
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In einem anderen Beitrag der gleichen Tageszeitung wurde der Papst zitiert: „Sport ist nicht genug ... Er ist häufig ein Nährboden für übermäßigen Konkurrenzkampf, Rivalität, Aggressivität, Brutalität, Illoyalität, Industrialisierung und Kommerzialisierung.“ Dieser Geist überträgt sich auf die Zuschauer, von deren Gesichtern dann „die Aggressivität, das Bangen, der Zorn, die Wut, die Traurigkeit und oft die an Wahnsinn grenzende Erregung abzulesen sind“. Diese Faktoren haben, mit blindem Nationalismus gepaart, oft zu Gewaltausbrüchen und Blutbädern geführt. Fußballrowdytum ist keine seltene Erscheinung.
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