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  • Hilfe für Seh- und Hörbehinderte
    Erwachet! 1989 | 22. August
    • Auch kommt es oft vor, daß sich Menschen in der Nähe eines Blinden unwohl fühlen. Die meisten möchten zwar helfen, wenn sie einen Blinden sehen, der über die Straße gehen will, aber nicht alle tun es auch. Warum nicht? Häufig liegt es daran, daß sie nicht recht wissen, wie der Blinde auf das Angebot reagieren wird. Blinde hingegen sind im allgemeinen froh, wenn ihnen in natürlichem, freundlichem Ton Hilfe angeboten wird, ebenso wie man einem älteren Menschen oder jemandem, der sich mit einer schweren Last abmüht, Hilfe anbietet. Es ist daher gut, seine Hemmungen zu überwinden und Blinden behilflich zu sein.

  • Hilfe für Seh- und Hörbehinderte
    Erwachet! 1989 | 22. August
    • Augenärzte messen die Sehkraft. Daraufhin können sie die Ursache der Sehschädigung ermitteln und eine Behandlung bestimmen. Etwa 95 Prozent aller Fälle von Blindheit sind gemäß Angaben auf Krankheit zurückzuführen, der Rest auf Verletzungen.

  • Hilfe für Seh- und Hörbehinderte
    Erwachet! 1989 | 22. August
    • Sehgeschädigten werden oft Kontaktlinsen oder eine Brille verschrieben. Selbst etwas so Einfaches wie eine Lupe ist für viele ein Segen. Anderen wird durch eine Hornhauttransplantation geholfen.

  • Hilfe für Seh- und Hörbehinderte
    Erwachet! 1989 | 22. August
    • Selbsthilfe

      Da eine medizinische Behandlung nicht immer erfolgreich oder wünschenswert ist, bemühen sich viele Seh- oder Hörgeschädigte, die traurigen Folgen ihrer Behinderung auszugleichen, indem sie die ihnen verbliebenen Möglichkeiten ausschöpfen. Sie versuchen, ihre anderen Fähigkeiten und Talente voll zu entfalten. Ein Beispiel dafür ist Helen Keller, eine berühmte Schriftstellerin und Dozentin, die blind und taub war. Ja, es gibt viele Seh- oder Hörbehinderte, die sich auf verschiedenen Gebieten hervorgetan haben.

      Wenn sich ein Behinderter vornimmt, seine Fähigkeiten auszuschöpfen, ist oft größere Unabhängigkeit und Selbstachtung die Folge, ganz zu schweigen von der Hilfe, die ein so motivierter Mensch wiederum für andere sein kann. Janice, die taub und blind ist, sagt: „Man erhält viel Kraft, wenn man für einen Ausgleich sorgt. Es ist erstaunlich, wie wunderbar uns Jehova Gott gemacht hat, so daß wir einen gewissen Verlust ausgleichen können.“

      Hilfreiche Beziehungen

      Viele Blinde oder Taube werden einsam. Ihnen fehlt die Gesellschaft. Wie kann diesem lebenswichtigen Bedürfnis entsprochen werden?

      Manchmal können Tiere helfen. Die nützliche Zusammenarbeit zwischen Mensch und Tier ist wahrscheinlich beim Blindenhund am deutlichsten. Michael Tucker, ein Blindenhunddresseur und Verfasser des Buches The Eyes That Lead (Augen, die führen), ist der Meinung, daß das Leben mit einem Blindenhund dem Sehbehinderten eine völlig neue Welt eröffnet und ihm „Freiheit, Unabhängigkeit, Beweglichkeit und Gesellschaft“ vermittelt.

  • Hilfe für Seh- und Hörbehinderte
    Erwachet! 1989 | 22. August
    • Im Jahre 1824 entwickelte Louis Braille, ein 15jähriger blinder Schüler aus Frankreich, ein Schriftsystem aus erhöhten Punkten und Strichen. Fünf Jahre später veröffentlichte er das heute berühmte Punktesystem aus Teilen der Grundform von sechs Punkten mit 63 möglichen Anordnungen, die Buchstaben, Satzzeichen und Ziffern darstellen. Das Erlernen der Blindenschrift (Brailleschrift) erfordert von seiten eines Blinden einen beträchtlichen Aufwand an Zeit und Mühe. Doch die UNESCO (Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur) betrachtet dies nicht als eine zu schwere Aufgabe, sondern schreibt in ihrem Buch Working With Braille (Mit Brailleschrift arbeiten): „Es muß betont werden, daß das Lesen der Blindenschrift für unseren Tastsinn kein Problem darstellt.“

      Studien der Braille-Lesetechniken haben ergeben, daß die höchste Geschwindigkeit und beste Fertigkeit beim Lesen der Blindenschrift erzielt wird, wenn man beide Zeigefinger benutzt. Durch das gleichmäßige Gleiten der Finger über die erhabenen Punkte kann eine Lesegeschwindigkeit erreicht werden, die annähernd halb so hoch ist wie beim visuellen Lesen.

      Da es immer mehr Publikationen in Blindenschrift und auf Tonkassetten gibt, haben Blinde Zugriff zu vielen literarischen Schätzen.

  • Wenn es keine Behinderungen mehr gibt
    Erwachet! 1989 | 22. August
    • Wenn es keine Behinderungen mehr gibt

      VOR vielen Jahren wurde verheißen: „Die Augen der Blinden [werden] geöffnet, und die Ohren der Tauben, sie werden aufgetan.“

      Wer das für unmöglich hält, den wird es wahrscheinlich überraschen, daß viele Biotechniker des 20. Jahrhunderts dies nicht mehr für ausgeschlossen halten. Warum nicht?

      Sehkraft für die Blinden?

      Auf die Frage, mit welchem Organ man Gegenstände sieht, würden die meisten wohl antworten: „Mit den Augen.“ Ein Biotechniker hingegen würde eher sagen: „Mit dem Gehirn.“ Das wäre auch die korrektere Antwort. Das Auge ist zwar das Sinnesorgan, das Licht aufnimmt und elektrische Impulse erzeugt, doch das Gehirn, und zwar der hintere Teil, sorgt für die visuelle Wahrnehmung.

      In dem französischen Journal Science et Vie wurden unlängst die Forschungsergebnisse auf dem Gebiet des künstlichen Sehens für Blinde zusammengefaßt. Winzige Elektroden, die in das Sehzentrum des Gehirns implantiert werden und mit einer Videokamera verbunden sind, können Signale von der Kamera direkt an das Gehirn senden. Es wird eine Lichtwahrnehmung erzeugt, vergleichbar damit, daß man „Sterne sieht“, wenn man einen Schlag auf den Kopf erhält. Dadurch, daß das Gehirn die richtigen Verbindungen herstellt, kann es die Lichtblitze lesen, ebenso wie wir eine Leuchtschrift lesen können, die sich aus vielen einzelnen Glühlampen zusammensetzt. Personen, deren Augen erblindet sind, könnte so vielleicht geholfen werden zu sehen, doch Menschen, deren Sehzentrum im Gehirn geschädigt ist, kommt diese Methode nicht zugute.

  • Wenn es keine Behinderungen mehr gibt
    Erwachet! 1989 | 22. August
    • Vorausschau auf die Zukunft

      Wenn etwas in der Vergangenheit schon einmal geschehen wäre, hätte man dann nicht Grund zu der Annahme, daß es erneut geschehen könnte, besonders wenn der Verantwortliche dies versichern würde? Im ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung gab Jesus Christus Menschen das Augenlicht und das Gehör zurück. Er berichtete: „Blinde erhalten das Augenlicht, Lahme gehen umher, Aussätzige werden gereinigt, und Taube hören“ (Lukas 7:22). Diese Heilungen waren nicht von der modernen Technik abhängig.

      Einmal heilte Jesus sogar einen Blindgeborenen. Viele Nachbarn und Bekannte anerkannten dieses Wunder. Der Mann, der das Augenlicht erhalten hatte, sagte: „Seit alters hat man nie davon gehört, daß jemand einem Blindgeborenen die Augen geöffnet hat. Wenn dieser Mensch nicht von Gott wäre, so könnte er gar nichts tun.“ Ja, Jesus schenkte dem Mann durch Gottes Macht das Augenlicht (Johannes 9:32, 33).

      Was beweist das? Daß durch Gottes Macht alle Behinderten geheilt werden können. Jesus Christus wirkte diese Wunder, um im kleinen zu zeigen, was weltweit unter der Herrschaft des Königreiches Gottes geschehen wird. „Zu jener Zeit“, während der Herrschaft des Königreiches Gottes, wird sich im großen die biblische Prophezeiung buchstäblich erfüllen: „Die Augen der Blinden [werden] geöffnet, und die Ohren der Tauben, sie werden aufgetan“ (Jesaja 35:5).

      Gottes Verheißung für die Zukunft zu kennen und ein persönliches Verhältnis zu ihm aufzubauen hilft einem Behinderten, zu der Überzeugung zu gelangen, daß sein Leiden nichts Unüberwindliches ist. Er hat dadurch heute schon ein glücklicheres, ausgefüllteres Leben.

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