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Der bevorstehende Abschluß des „Buches der Kriege Jehovas“Der Wachtturm 1990 | 1. Juli
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Der bevorstehende Abschluß des „Buches der Kriege Jehovas“
„In dem Buch der Kriege Jehovas [wird] gesagt“ (4. MOSE 21:14).
1, 2. Bei welcher Gelegenheit in alter Zeit gab sich Jehova den Ägyptern als ein kriegführender Gott zu erkennen, und auf welche Weise?
HEUTZUTAGE sind sich die Menschen wohl kaum bewußt, daß der Gott der Bibel, Jehova, ein Krieger ist, ein Kriegsmann. Diese Tatsache wurde auf dramatische Weise deutlich, als er in alter Zeit sein Volk von der Bedrückung in Ägypten befreite. Pharao war von dem unsichtbaren Feind dieses Volkes, von Satan, dem Teufel, zu dem Versuch aufgestachelt worden, die Israeliten durch Zwangsarbeit in den Tod zu hetzen. Als Pharao nach der Freilassung der Israeliten erkannte, was er verloren hatte, verfolgte er sie mit seinen Streitkräften.
2 Pharao wußte jedoch nicht, daß der Gott der Israeliten zu einem kriegführenden Gott werden konnte, um sein Volk zu befreien. Als jene rachsüchtigen Ägypter in ihrer Verfolgungsjagd auf dem trockenen Grund des Roten Meeres dahinstürmten, schritt der Gott der bedrohten Israeliten ein und ertränkte die Wagenlenker und die Reiter, indem er bewirkte, daß die aufgestauten Wassermassen über den Fluchtweg hereinbrachen, den er für die Israeliten durch ein Wunder geschaffen hatte (2. Mose 14:14, 24-28).
3. Als was für einen Gott beschrieben die Israeliten Jehova in ihrem Siegeslied, doch welche Tatsache lassen die heutigen Nationen außer acht?
3 Die Israeliten, die am Ostufer des Roten Meeres in Sicherheit waren, sangen überglücklich ein Siegeslied, mit dem sie ihren himmlischen Befreier lobpriesen. „Singen will ich Jehova, denn er hat sich hoch erhaben gezeigt. Das Roß und seinen Reiter hat er ins Meer gestürzt. Meine Stärke und meine Macht ist Jah, denn er gereicht mir zur Rettung. Dies ist mein Gott, und ich werde ihn lobpreisen; meines Vaters Gott, und ich werde ihn hoch erheben. Jehova ist ein Kriegsmann. Jehova ist sein Name. Pharaos Wagen und seine Streitkräfte hat er ins Meer gestürzt, und die auserlesenen seiner Krieger sind im Roten Meer versenkt worden“ (2. Mose 15:1-4). Dort am Roten Meer gab sich Jehova als ein Kriegsmann zu erkennen, der aufsehenerregender Taten fähig ist. Diese Tatsache lassen die Nationen der Welt außer acht.
4, 5. Von welchem gemeinsamen Vorvater stammten die 12 Stämme Israels ab, wessen Freund wurde er, und zwar aufgrund welcher Eigenschaft?
4 Der Prophet Moses, der den Gesang dieses inspirierten Liedes leitete, nannte Jehova „meines Vaters Gott“. Der Hebräer Abraham war ein herausragender Vorvater der Nation Israel. Von ihm stammten über Isaak, Jakob und die 12 Söhne Jakobs die 12 Stämme Israels ab. Abraham hatte sich als ein vorbildlicher Anbeter Jehovas erwiesen. Er hatte einen so starken Glauben, daß er sich, als Jehova ihn aufforderte, sein Zuhause im Ur der Chaldäer zu verlassen, ohne zu zögern, auf den Weg in das Land machte, das Jehova ihm zeigen würde, und das in der festen Überzeugung, daß Gott die Verheißung erfüllen werde, ihm und seinen Nachkommen dieses Land zu geben.
5 Aufgrund des außergewöhnlichen Glaubens Abrahams verhieß Jehova ihm einen „Samen“ oder Nachkommen, durch den sich alle Familien der Erde — die heutigen eingeschlossen — segnen würden (1. Mose 12:2, 3; 22:17, 18). Abraham entwickelte ein so enges Verhältnis zu seinem Gott, daß er als „Freund Jehovas“ bekannt wurde. Ja, Gott selbst nannte den treuen Patriarchen „mein Freund“ (Jakobus 2:23; Jesaja 41:8).
6. Wie erwies sich Abraham als ein Kämpfer, der auf Jehova vertraute, obwohl er friedlich im Land der Verheißung umherzog?
6 Obwohl Abraham als ein Fremdling im Land der Verheißung umherzog, bewies er, daß er wie ein Kämpfer handeln konnte, wie ein Kriegsmann. Einmal drangen vier Könige in das Land der Verheißung ein und entführten Abrahams Neffen Lot und dessen Familie. Starke familiäre Bande bewogen Abraham, 318 seiner Diener zu bewaffnen und, verstärkt durch drei seiner ansässigen Bundesgenossen, Aner, Eschkol und Mamre, den Plünderern nachzujagen. In einem Überraschungsangriff bei Nacht besiegte Abraham mit seiner Schar die Eindringlinge, obgleich diese bei weitem in der Überzahl waren. Es kam zu einer „Schlachtung der Könige“ (Hebräer 7:1; 1. Mose 14:13-17). Abraham befreite Lot und dessen Familie und brachte alles, was gestohlen worden war, zurück.
7—9. (a) Welchen Priester besuchte Abraham, und welchen Segen erhielt er? (b) Wodurch zeigte Abraham, daß er nur von Gott, dem Höchsten, reich gemacht werden wollte? (c) Wer hatte Abraham, wie Melchisedek bestätigte, den Sieg über die feindlichen Streitkräfte gegeben?
7 Abraham war sich bewußt, daß sein Heereszug nur aufgrund der Hilfe Jehovas erfolgreich gewesen war, und auf seiner triumphalen Heimreise hatte er Gelegenheit, dies öffentlich kundzutun. Er wußte, daß der von seinem Gott anerkannte Priester in Salem zu finden war. Deshalb marschierte er zu dieser Stadt. Im Schlußteil von 1. Mose, Kapitel 14 werden wir unterrichtet, was dann geschah:
8 „Und Melchisedek, König von Salem, brachte Brot und Wein heraus, und er war Priester Gottes, des Höchsten. Dann segnete er ihn und sprach: ‚Gesegnet sei Abram von Gott, dem Höchsten, dem, der Himmel und Erde hervorgebracht hat; und gesegnet sei Gott, der Höchste, der deine Bedrücker in deine Hand geliefert hat!‘ Darauf gab ihm Abram den Zehnten von allem. Danach sagte der König von Sodom zu Abram: ‚Gib mir die Seelen, aber die Habe nimm für dich.‘ Hierauf sprach Abram zum König von Sodom: ‚Ich erhebe meine Hand zum Eid zu Jehova, zu Gott, dem Höchsten, dem, der Himmel und Erde hervorgebracht hat, daß ich, vom Faden bis zum Sandalenriemen, bestimmt nichts von irgend etwas nehmen werde, was dein ist, damit du nicht sagen kannst: „Ich bin es gewesen, der Abram reich gemacht hat.“ Nichts für mich! Nur was die jungen Männer schon gegessen haben und den Anteil der Männer, die mit mir gegangen sind, Aner, Eschkol und Mamre — sie mögen ihren Anteil nehmen‘“ (1. Mose 14:18-24).
9 Wie diese Verse zeigen, bestätigte Melchisedek, der königliche Priester aus Salem, die Überzeugung Abrahams, daß Gott, der Höchste, für ihn und seine Streitkräfte gekämpft und ihm den Sieg gegeben hatte. Der König-Priester Melchisedek ließ die Rolle, die Jehova bei dem Heereszug gespielt hatte, nicht außer acht.
Das Buch der Kriege Jehovas
10. Welches ist der erste in der Bibel berichtete Krieg, und wieso war das damals erst der Anfang, was die siegreichen Kriege Jehovas betrifft?
10 Die Schilderung des Einfalls in das Land der Verheißung und des Sieges Abrahams über die bewaffneten Eindringlinge in 1. Mose 14 ist der erste Bericht in der Heiligen Schrift über einen Krieg. Jehova zeigte sich also bereits über vier Jahrhunderte vor seiner Großtat am Roten Meer als ein Krieger, „ein Kriegsmann“. Doch das war erst der Anfang. Weit größere und bedeutsamere Siege sollten folgen sowie ein Schlußsieg in der heutigen Zeit des „Abschlusses des Systems der Dinge“ (Matthäus 24:3).
11. Was ist das „Buch der Kriege Jehovas“, und wo sind sehr viele Berichte über seine Kriegszüge zu finden?
11 Gemäß 4. Mose 21:14 wurde ein „Buch der Kriege Jehovas“ geschrieben. Diese zuverlässigen geschichtlichen Aufzeichnungen über die Kriege, die Gott für sein Volk kämpfte, begannen möglicherweise mit der erwähnten Schlacht zugunsten des treuen Abraham. Moses wußte zwar von diesem Buch, erwähnte aber keine weiteren Einzelheiten. Uns ist daher nicht bekannt, auf welch vielfältige Weise sich Jehova in der Zeit, von der das Buch der Kriege Jehovas handelt, als ein Kriegsmann erwies. Doch seit der Bezugnahme auf dieses Buch ist die Niederschrift der Bibel vollendet worden, so daß uns sehr viele Berichte über die Kriegszüge Jehovas zur Verfügung stehen.
Der größere Melchisedek — ein Krieger
12. Welchen größeren offiziellen Vertreter Gottes, des Höchsten, stellte Melchisedek dar, und welcher von David verfaßte Psalm richtet sich an den Betreffenden als Priester und Krieger?
12 Nachdem Abraham Kedorlaomer und seine Verbündeten besiegt hatte, wurde er von Melchisedek gesegnet. Der König-Priester Melchisedek stellte prophetisch denjenigen dar, der der Hohepriester Gottes, des Höchsten, sein und als ein mächtiger Kriegsmann die Unterstützung Gottes haben würde. Der 110. Psalm, den der kriegführende König David unter Inspiration verfaßte, richtet sich an den, der größer ist als Melchisedek von Salem, wenn es darin heißt: „Den Stab deiner Macht wird Jehova aus Zion senden, indem er spricht: ‚Schreite zur Unterwerfung inmitten deiner Feinde.‘ Jehova hat geschworen — und er wird es nicht bedauern —: ‚Du bist Priester auf unabsehbare Zeit nach der Weise Melchisedeks!‘ Jehova selbst zu deiner Rechten wird gewiß Könige zerschmettern am Tag seines Zorns“ (Psalm 110:2, 4, 5).
13. Wer ist gemäß Hebräer, Kapitel 7 und 8 derjenige, der größer ist als Melchisedek, und an welchen erhabenen Ort begab er sich und mit was für einem Opfer?
13 Durch den inspirierten Schreiber des Hebräerbriefes wurde geoffenbart, wem diese Worte eigentlich galten, indem er sagte, daß „unsertwegen ein Vorläufer [in den Himmel] gegangen ist, Jesus, der für immer Hoherpriester nach der Weise Melchisedeks geworden ist“ (Hebräer 6:20). Das anschließende Kapitel des Hebräerbriefes befaßt sich mit der einzigartigen Stellung des Melchisedek der alten Zeit. Und dennoch wird er in seiner großartigen priesterlichen Stellung von dem übertroffen, den er vorschattete: den auferweckten und verherrlichten Jesus Christus, der sich in die heilige Gegenwart Jehovas begab, und das mit dem Wert eines Opfers, das weit großartiger ist als alles, was der König-Priester Melchisedek von Salem je hätte darbringen können (Hebräer 7:1 bis 8:2).
14. Hat der größere Melchisedek der Geistlichkeit der Christenheit die Befugnis erteilt, sich an den militärischen Unternehmungen sogenannter christlicher Nationen zu beteiligen?
14 Der königliche Priester Melchisedek segnete einen Krieger — den siegreichen Abraham. Wie verhält es sich jedoch mit dem größeren Melchisedek, dem Gründer des wahren Christentums? Die Geistlichkeit der Christenheit behauptet, Jesus Christus zu vertreten, wenn sie die Heere sogenannter christlicher Nationen segnet und für sie betet. Hat aber Jehovas Hoherpriester im Himmel die Geistlichkeit der Christenheit darin unterstützt? Hat er die Verantwortung für all das Blut übernommen, das in der sogenannten christlichen Ära vergossen worden ist, einschließlich des im Ersten und Zweiten Weltkrieg vergossenen Blutes? Auf keinen Fall! Niemals hat er seinen wahren Jüngern die Befugnis erteilt, ein Teil der Welt zu sein und sich an ihrem durch Kriege verursachten Blutvergießen zu beteiligen.
Der kriegführende Gott macht sich einen herrlichen Namen
15, 16. Was machte sich Jehova, als er für sein Volk kämpfte, um es aus Ägypten zu befreien?
15 In Nehemia 9:10 wird darauf Bezug genommen, daß Jehova die 12 Stämme Israels aus Ägypten befreite. Der Text lautet: „Dann gabst du Zeichen und Wunder gegen Pharao und all seine Diener und alles Volk seines Landes, denn du wußtest, daß sie vermessen gegen sie [die Israeliten] handelten; und du hast dir dann einen Namen gemacht wie an diesem Tag.“ (Vergleiche 2. Mose 14:18.)
16 Der Prophet Jesaja bezog sich auf die Art dieses Namens, als er von Jehova als von demjenigen sprach, „der SEINEN herrlichen Arm zur Rechten Mose ziehen ließ; der die Wasser vor ihnen spaltete, um sich selbst einen auf unabsehbare Zeit dauernden Namen zu machen“. Und an Jehova richtete er die Worte: „So führtest du dein Volk, um dir selbst einen herrlichen Namen zu machen“ (Jesaja 63:12-14). Daniel wandte sich mit der Bitte an Jehova, wiederum für sein Volk einzutreten, und redete ihn mit den Worten an: „... der du mit starker Hand dein Volk aus dem Land Ägypten herausgeführt und dir dann einen Namen gemacht hast wie an diesem Tag“ (Daniel 9:15; Jeremia 32:20).
17. Wen wird Jehova aussenden, damit er in seinem Namen kämpft, und was wird er auf diese Weise allen heutigen Nationen beweisen?
17 Zur bestimmten Zeit wird Jehova Gott Jesus Christus, den größeren Melchisedek, als einen mächtigen Krieger aussenden. Durch ihn macht sich Jehova einen Namen, der alles übertreffen wird, was in der Vergangenheit im Buch der Kriege Jehovas oder in den Hebräischen Schriften der Bibel festgehalten worden ist. Im letzten Kapitel des vorletzten Buches der Hebräischen Schriften wird ein internationaler Angriff auf Jerusalem vorausgesagt. Dann wird, wie es in Sacharja 14:3 heißt, „Jehova ... gewiß ausziehen und gegen jene Nationen Krieg führen wie am Tag seiner Kriegführung, am Tag des Kampfes“. Auf diese Weise wird der Gott der Bibel allen neuzeitlichen Nationen beweisen, daß er immer noch der kriegführende Gott ist, der er zur Zeit des Volkes Israel war.
18, 19. Welches Jerusalem wird das Ziel eines Großangriffs der Nationen sein?
18 Das liegt noch vor uns. Doch auf welches Jerusalem wird dieser Großangriff unternommen? Die Prophezeiung erfüllte sich nicht am Jerusalem der Tage Sacharjas. Die damalige Stadt wurde von den Römern 70 u. Z. zerstört. Sie wurde jedoch wieder aufgebaut und gilt heute sowohl für die Christenheit als auch für das fleischliche Volk Israel als heilig. Im Sechstagekrieg 1967 nahm das fleischliche Israel das gesamte wieder aufgebaute Jerusalem in Besitz. Es gibt aber nicht den geringsten Beweis dafür, daß Jehova Gott irgendwie an dem damaligen Kampf beteiligt war. Sein inthronisierter König, Jesus Christus, herrscht nicht vom irdischen Jerusalem aus, und diese Stadt ist auch nicht mehr „die Stadt des großen Königs“, das heißt Jehovas (Matthäus 5:35).
19 Nein, die offizielle Hauptstadt des jüdischen Mitgliedsstaats der Vereinten Nationen ist nicht das in der Prophezeiung Sacharjas erwähnte Jerusalem. Sacharja bezieht sich vielmehr auf das Jerusalem, von dem wir im Hebräerbrief etwas lesen. Darin wendet sich Paulus an gesalbte Christen und sagt: „Ihr habt euch einem Berg, Zion, genaht und einer Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und Myriaden von Engeln“ (Hebräer 12:22). Dieses himmlische Jerusalem ist nichts anderes als Gottes messianisches Königreich, das auf der Erde heute durch eine kleine Gruppe gesalbter Christen vertreten wird, die die Hoffnung hegen, Mitherrscher mit Jesus Christus in diesem Königreich zu sein. Und sie werden das Ziel des prophezeiten Angriffs sein.
20. Was sagte Hiskia, um sein bedrohtes Volk zu stützen, und auf die Worte welches Königs, der größer ist als Hiskia, stützen sich Jehovas Zeugen heute?
20 Weder sie noch die große Volksmenge von Christen, die eine irdische Hoffnung haben und aus allen Nationen herausgekommen sind, um sich ihnen in der reinen Anbetung anzuschließen, brauchen sich jedoch vor dem Ausgang dieses Angriffs zu fürchten. Als die furchteinflößenden Heere Sanheribs, des Königs von Assyrien, während der Regierung Hiskias gegen Jerusalem heranrückten, vernahmen die gefährdeten Israeliten von Hiskia eine beruhigende Beurteilung der Lage; er sagte zu ihnen: „Mit ihm ist ein Arm aus Fleisch, aber mit uns ist Jehova, unser Gott, um uns zu helfen und unsere Schlachten zu kämpfen.“ Die Folge war: „Das Volk begann sich auf die Worte Hiskias, des Königs von Juda, zu stützen“ (2. Chronika 32:8). Jehovas Zeugen von heute können sich, wenn sie von den nationalen Streitkräften des gegenwärtigen Weltsystems bedroht werden, auf ähnliche Worte eines Königs stützen, der größer ist als Hiskia — Jesus Christus.
21. (a) Warum wird man sich bei dem bevorstehenden Angriff auf das himmlische Jerusalem an die Worte Jahasiels erinnern? (b) Wie wird die Schlacht, die noch zu kämpfen ist, ausgehen?
21 Zu jener Zeit wird man sich an die glaubensstärkenden Worte Jahasiels, des Leviten, erinnern: „Ihr werdet hierbei nicht zu kämpfen haben. Stellt euch hin, bleibt stehen, und seht die Rettung Jehovas für euch. O Juda und Jerusalem, fürchtet euch nicht, noch erschreckt! Morgen zieht gegen sie aus, und Jehova wird mit euch sein“ (2. Chronika 20:17). Ja, während dieser gefährlichen Zeit wird Jehova mit seinem Volk sein. Daß seine Diener in Sicherheit sind und bewahrt werden, wird dem Umstand zuzuschreiben sein, daß er für sie kämpft. Und kämpfen wird er durch seinen kriegführenden König, Jesus Christus. Was wird die Folge sein? Die völlige Vernichtung der sichtbaren, irdischen Organisation des Teufels (Offenbarung 19:11-21).
22. (a) Was wird der triumphale Schluß des Buches der Kriege Jehovas sein, und was wird sich Jehova dadurch machen? (b) Wozu werden sich alle, die Jehovas Namen lieben, aufgrund seines Sieges bewogen fühlen?
22 Welch einen herrlichen Namen sich Gott durch seinen scheueinflößenden Sieg im „Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen“, in Harmagedon, machen wird! (Offenbarung 16:14, 16). In das Buch der Kriege Jehovas wird sozusagen ein neues Kapitel aufgenommen werden. Es wird ein triumphaler Schluß sein, ein glanzvoller Abschluß, was das heutige System der Dinge betrifft. Das gesamte Buch wird beweisen, daß Gott, der Allmächtige, noch nie eine Schlacht verloren hat. Überglücklich werden danach alle Jehova preisen, die seinen Namen lieben. Ja, dann wird sich der letzte Vers des Buches der Psalmen auf großartige Weise erfüllen: „Alles, was atmet — es preise Jah. Preiset Jah!“ (Psalm 150:6).
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Die universelle Streitfrage ein für allemal geklärtDer Wachtturm 1990 | 1. Juli
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Die universelle Streitfrage ein für allemal geklärt
„Jehova selbst zu deiner Rechten wird gewiß Könige zerschmettern am Tag seines Zorns“ (PSALM 110:5).
1, 2. Welches Ereignis im Jahr 70 u. Z. ließ womöglich Zweifel darüber aufkommen, ob die Souveränität Jehovas wirklich universell ist, doch wem hatte er damals bereits seine Gunst zugewandt?
DIE größte Streitfrage, die vor Menschen und Engeln entstanden ist, dreht sich um die universelle Souveränität des Schöpfers des Himmels und der Erde. Diese Streitfrage wird zwar in kurzem ein für allemal geklärt werden, doch Jehovas Feinde haben seine Souveränität viele Jahrhunderte lang angefochten. Ja, die Zerstörung der Stadt Jerusalem und ihres Jehova geweihten Tempels im Jahr 70 u. Z. ließ womöglich Zweifel darüber aufkommen, ob die Souveränität des Schöpfers wirklich universell ist. Allerdings gab es einen triftigen Grund, weshalb sich Jehova damals nicht dazu entschloß, zugunsten des fleischlichen Israel zum kriegführenden Gott zu werden.
2 Worin bestand der Grund? Jehova hatte seine Gunst bereits einer neuen Nation, einem geistigen Israel, zugewandt, dem „Israel Gottes“, wie der Apostel Paulus die Versammlung Jesu Christi nennt (Galater 6:16). Für das geistige Israel hat Jehova in der ganzen sogenannten christlichen Ära bis jetzt jedoch nicht auf dieselbe Weise als ein kriegführender Gott gekämpft wie für das fleischliche Israel unter dem Gesetzesbund. Er ließ sogar zu, daß Jesus Christus auf Anstiften der Juden von römischen Soldaten auf Golgotha an einem Marterpfahl zu Tode gebracht wurde. Das war 37 Jahre bevor Jerusalem 70 u. Z. das zweite Mal zerstört wurde, und zwar von den Römern.
3, 4. Wie hat sich Gott von den Tagen Mose bis zur Zeit König Hiskias als ein Krieger erwiesen, doch was ist im Falle der geistigen Israeliten in bezug auf sein und ihr Kämpfen zu sagen?
3 Von den Tagen des Propheten Moses an bis zur Herrschaft des Königs Hiskia von Jerusalem stritt Jehova auf wunderbare Weise für die Nation Israel, und die Israeliten kämpften mit fleischlichen Waffen unter seiner Leitung (5. Mose 1:30; 3:22; 20:3, 4; Josua 10:42). Im Falle des geistigen Israel verhält es sich jedoch nicht so. Seitdem Jesus Christus außerhalb Jerusalems gestorben ist, hat sich der kriegführende Gott die ganze Zeit hindurch nicht dafür entschieden, für das geistige Israel einen Krieg mit fleischlichen Waffen zu führen. Demgemäß hat er auch die geistigen Israeliten, die die Christenversammlung bilden, nicht befugt, mit buchstäblichen Kriegswaffen zu kämpfen. Die Kriegführung der Christen ist anderer Art.
4 In Übereinstimmung damit schrieb ein führender Kämpfer für den christlichen Glauben an die Christen in Korinth (Griechenland): „Die Waffen unserer Kriegführung sind nicht fleischlich, sondern machtvoll durch Gott, um starke Verschanzungen umzustoßen. Denn wir stoßen Vernunftschlüsse und jede Höhe um, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt; und wir nehmen jeden Gedanken gefangen, um ihn dem Christus gehorsam zu machen; und wir halten uns bereit, jeden Ungehorsam zu bestrafen, sobald euer eigener Gehorsam völlig in die Tat umgesetzt sein wird“ (2. Korinther 10:4-6). In demselben Brief erwähnte Paulus zuvor „die Waffen der Gerechtigkeit zur Rechten und zur Linken“ (2. Korinther 6:7; siehe auch Epheser 6:11-18).
Jehova wird in Harmagedon kämpfen
5. Welche Haltung nahm Jesus im Garten Gethsemane zum Gebrauch von fleischlichen Waffen zur Selbstverteidigung ein, und wie verhalten sich seine Jünger?
5 Jesus Christus griff, als er auf der Erde war, zur Selbstverteidigung nie auf fleischliche Waffen zurück. In der Nacht, in der er verraten wurde, zog sein ergebener Jünger Simon Petrus im Garten Gethsemane ein Schwert und hieb dem Diener des jüdischen Hohenpriesters ein Ohr ab. Aber Jesus setzte es durch ein Wunder wieder an seinen Platz und sagte: „Alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen. Oder denkst du, ich könne nicht meinen Vater anrufen, daß er mir in diesem Augenblick mehr als zwölf Legionen Engel sende? Wie aber würden in diesem Fall die Schriften erfüllt werden, daß es so geschehen muß?“ (Matthäus 26:52-54). Angesichts all dessen verhalten sich wahre Nachahmer des aufopferungsvollen Sohnes Gottes sowohl direkt als auch indirekt neutral, wenn es um weltliche Kriege geht (Johannes 17:16; 18:36).
6. Welche Haltung werden Jehovas Zeugen in Harmagedon, dem Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen, einnehmen?
6 Deshalb seien die Nationen hiermit davon in Kenntnis gesetzt, daß Jehovas Zeugen im „Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen“, an dem „Ort, der auf hebräisch Har-Magedon genannt wird“, nicht mitkämpfen werden. Das Kämpfen werden sie dem kriegführenden Gott, „Jehova der Heerscharen“, und seinen Legionen von Engeln unter dem Befehl Jesu Christi überlassen (Offenbarung 16:14-16; 19:11-21; Psalm 84:12).
Jehova nimmt seine militärischen Aktivitäten wieder auf
7. Welchen Titel hatte Jehova als kriegführender Gott, und wird er immer noch so bezeichnet?
7 Der Gott des Volkes Israel war als Jehova zeva’ṓth oder Jehova der Heerscharen bekannt und wurde auch so angeredet (1. Samuel 1:3, 11). In Römer 9:29 (Lutherbibel) bezieht sich der christliche Apostel Paulus auf Jesaja 1:9 und schreibt: „Wenn uns nicht der Herr Zebaoth Nachkommen übriggelassen hätte, so wären wir wie Sodom geworden und wie Gomorra.“ Und der christliche Jünger Jakobus schreibt: „Das Rufen der Schnitter ist gekommen vor die Ohren des Herrn Zebaoth“ (Jakobus 5:4, Lu). Im ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung bezeichneten Paulus und Jakobus Gott somit als Jehova der Heerscharen. In den folgenden 18 Jahrhunderten hat Gott zwar für das geistige Israel, das Israel Gottes, keinen buchstäblichen Krieg geführt, wie er es für das Volk Israel tat, doch ist er immer noch Jehova der Heerscharen.
8—10. (a) Wer erteilte die Befugnis zu dem Krieg im Himmel, und warum war Michael am befähigtsten zu kämpfen? (b) Wie ging der Krieg aus, und wieviel Zeit verbleibt noch bis zum Krieg des großen Tages Jehovas?
8 Im Jahr 1914 brach bei der Geburt des messianischen Königreiches am Ende der „Zeiten der Heiden“ im himmlischen Bereich Jehovas ein Krieg aus (Lukas 21:24, Lu). Wer erteilte die Befugnis zu diesem Krieg? Jehova Gott selbst. Er sandte seinen inthronisierten Sohn unter dem Namen Michael auf das Schlachtfeld, weil er am befähigtsten ist, die in diesem Namen enthaltene Frage „Wer ist wie Gott?“ zu beantworten. Unverzüglich trat Michael als der kämpfende Vertreter Jehovas der Heerscharen in Aktion.
9 Dementsprechend lesen wir in Offenbarung 12:7-10: „Und Krieg brach aus im Himmel: Michael und seine Engel kämpften mit dem Drachen, und der Drache und seine Engel kämpften, doch gewann er nicht die Oberhand, auch wurde für sie keine Stätte mehr im Himmel gefunden. Und hinabgeschleudert wurde der große Drache — die Urschlange —, der Teufel und Satan genannt wird, der die ganze bewohnte Erde irreführt; er wurde zur Erde hinabgeschleudert, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeschleudert. Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen: ‚Jetzt ist die Rettung und die Macht und das Königreich unseres Gottes und die Gewalt seines Christus herbeigekommen, denn der Ankläger unserer Brüder ist hinabgeschleudert worden.‘“
10 Heute, mehr als 70 Jahre nach jener Schlacht in den Himmeln, verbleibt nur noch „eine kurze Frist“, bis der Krieg des großen Tages Jehovas ausbrechen und Gott sich der gegenwärtigen Generation auf eindrucksvolle Weise als Jehova der Heerscharen zu erkennen geben wird (Offenbarung 12:12; Sacharja 14:3).
Der Streiter für die Rechtfertigung Jehovas
11. Welche bestimmte Zeit erwarten der Überrest der kleinen Herde und die große Volksmenge, und was werden sie dann überglücklich begrüßen?
11 Unter Inspiration schrieb Salomo, der weise König des Volkes Israel: „Für alles gibt es eine bestimmte Zeit, ja eine Zeit für jede Angelegenheit unter den Himmeln: ... eine Zeit für Krieg und eine Zeit für Frieden“ (Prediger 3:1-8). Die Jünger des regierenden Königs, der „mehr als Salomo“ ist, erwarten auf der Erde die Zeit und den Anlaß dazu, daß er die siegreichen himmlischen Heere in die Schlacht von Har-Magedon führt (Matthäus 12:42; Offenbarung 19:11-16). Dort „wird ... [er die Nationen] mit eisernem Stab hüten“, sie „mit eisernem Zepter zerbrechen“ (Offenbarung 19:15; Psalm 2:9). Wie sehr doch seine friedliebenden Jünger, die er beschützt haben wird, die von ihm bewirkte furchteinflößende Befreiung begrüßen werden! Das wird sowohl auf den Überrest der „kleinen Herde“ seiner Königreichsmiterben zutreffen als auch auf die „große Volksmenge“ seiner „anderen Schafe“, die die Hoffnung hegen, unter seiner tausendjährigen Friedensherrschaft die paradiesische Erde zu erben (Lukas 12:32; Offenbarung 7:9-17; Johannes 10:16). Überglücklich werden sie „unter dem Schatten des Allmächtigen“ den bedeutsamen Sieg begrüßen, den der Hirte und König, Jesus Christus, zur Rechtfertigung der universellen Souveränität Jehovas erringen wird (Psalm 91:1).
12. Von woher droht den Nationen Krieg, und wie wird er gemäß Psalm 68:1, 2 ausgehen?
12 Ohne zu übertreiben, kann heute gesagt werden, daß allen Nationen der Erde — seien sie UNO-Mitglieder oder nicht — ein Krieg droht, der von einem Bereich aus geführt wird, der dem menschlichen weit übergeordnet ist, und zwar ein Krieg mit treffsicheren Waffen, die die thermonuklearen Bomben des Menschen in den Schatten stellen. Hören wir einmal! „Möge Gott aufstehen, mögen seine Feinde zerstreut werden, und mögen die ihn aufs tiefste Hassenden seinetwegen fliehen. Wie Rauch vertrieben wird, mögest du sie vertreiben; wie Wachs vor dem Feuer zerschmilzt, mögen die Bösen umkommen vor Gott“ (Psalm 68:1, 2).
13. Wer wird jetzt, während Kriegsvorbereitungen getroffen werden, mit den Worten aus Psalm 45:1-6 auf sehr zeitgemäße Weise angesprochen?
13 Die Vorbereitungen für den Krieg aller Kriege sind jetzt im Gange. Gottes oberster Streiter, der für die Rechtfertigung Jehovas kämpft, wird von einem Angehörigen der Nation Israel mit folgenden unter Inspiration verfaßten Worten angesprochen: „Du bist wirklich schöner als die Menschensöhne. Anmut ist über deine Lippen ausgegossen. Darum hat Gott dich gesegnet auf unabsehbare Zeit. Gürte dein Schwert an deine Hüfte, o Mächtiger, mit deiner Würde und deiner Pracht. Und in deiner Pracht zieh hin zum Erfolg; fahre einher in der Sache der Wahrheit und Demut und Gerechtigkeit, und deine Rechte wird dich in furchteinflößenden Dingen unterweisen. Deine Pfeile sind scharf — Völker fallen fortwährend unter dir — im Herzen der Feinde des Königs. Gott ist dein Thron auf unabsehbare Zeit, ja für immer; das Zepter deines Königtums ist ein Zepter der Geradheit“ (Psalm 45:1-6).
Nationen rotten sich gegen Jehova zusammen
14, 15. Welche Worte aus Psalm 2 führten die Apostel nach ihrer Freilassung als erfüllt an, und worum baten sie Gott?
14 Kurz nach der Gründung der Christenversammlung zu Pfingsten 33 u. Z. erkannten gesalbte Christen eine Erfüllung von Psalm 2:1, 2. Dieser Text lautet: „Warum sind die Nationen in Tumult gewesen und murmelten die Völkerschaften ständig Leeres? Die Könige der Erde stellen sich auf, und hohe Amtspersonen ihrerseits haben sich zusammengerottet wie e i n Mann gegen Jehova und gegen seinen Gesalbten.“ Nachdem die Apostel des Gesalbten Jehovas ihre erste Verhaftung und Mißhandlung durch feindliche Juden hinter sich hatten, kamen sie wieder mit ihren Mitchristen zusammen und zitierten dann diese Worte aus Psalm 2, den König David verfaßt hatte. In Apostelgeschichte 4:23-30 wird darüber folgendes berichtet:
15 „Nach ihrer Freilassung begaben sie sich zu den Ihrigen und berichteten die Dinge, die die Oberpriester und die älteren Männer zu ihnen gesagt hatten. Als sie das hörten, erhoben sie ihre Stimme einmütig zu Gott und sprachen: ‚Souveräner Herr, du bist es, der den Himmel und die Erde und das Meer und alles, was darin ist, gemacht hat und der durch heiligen Geist durch den Mund unseres Vorvaters David, deines Knechtes, gesagt hat: „Warum brachen die Nationen in Tumulte aus und sannen die Völker auf leere Dinge? Die Könige der Erde stellten sich auf, und die Herrscher rotteten sich zusammen wie e i n Mann gegen Jehova und gegen seinen Gesalbten.“ Desgleichen waren in Wahrheit in dieser Stadt Herodes und auch Pontius Pilatus mit Menschen der Nationen und mit Völkern Israels gegen deinen heiligen Knecht Jesus versammelt, den du gesalbt hast, um die Dinge zu tun, die zu geschehen deine Hand und dein Rat vorherbestimmt hatten. Und nun, Jehova, beachte ihre Drohungen, und gewähre deinen Sklaven, daß sie dein Wort fortgesetzt mit allem Freimut reden, während du deine Hand zum Heilen ausstreckst und während durch den Namen deines heiligen Knechtes Jesus Zeichen und Wunder geschehen.‘“
16, 17. (a) Ist in der gesamten Menschheitsgeschichte je etwas geschehen, was sich mit dem vergleichen ließe, was 1914 begann? Erkläre es. (b) Wie handeln die Nationen fortgesetzt, und was in bezug auf das „Buch der Kriege Jehovas“ zu schreiben, zwingen sie Gott dadurch?
16 Ist jedoch in der gesamten Menschheitsgeschichte je etwas geschehen, was sich mit dem vergleichen ließe, was vor 76 Jahren, im Jahr 1914, begann, nämlich daß Nationen in Tumulte ausbrechen, daß sich Könige zusammen wie e i n Mann aufstellen und daß sich politische Herrscher gegen Jehova und seinen Gesalbten, Jesus Christus, zusammenrotten? 1914 war nicht nur das Jahr, in dem der erste Weltkrieg in der Geschichte der Menschheit ausbrach, sondern insbesondere das Jahr, in dem die Zeiten der Heiden, „die bestimmten Zeiten der Nationen“, abliefen (Lukas 21:24). In jenem Jahr begann eindeutig die größere Erfüllung von Psalm 2.
17 Am Ende der Zeiten der Heiden, im Jahr 1914, war keine Nation geneigt, Jehovas Gesalbten, Jesus Christus, willkommen zu heißen auf dem Thron der Herrschaft über die Erde — nicht einmal die Nationen der sogenannten Christenheit, in denen sich viele Bürger, was die Religion betrifft, als geistige Israeliten betrachten. Und heute, 71 Jahre nach 1919, als damit begonnen wurde, ‘diese gute Botschaft vom Königreich allen Nationen auf der ganzen bewohnten Erde zu einem Zeugnis zu predigen’, stehen die Nationen inner- und außerhalb der Christenheit sicherlich nicht im Begriff, dem lange angekündigten König Jehovas zuzujubeln, ihm die Untertanentreue zu schwören und gleichzeitig ihrer eigenen Herrschaft über die Erde zu entsagen (Matthäus 24:14). Ganz im Gegenteil! Sie führen letzten Endes eine Situation herbei, in der sie Jehova zwingen, sozusagen den glanzvollen Abschluß des „Buches der Kriege Jehovas“ zu schreiben (4. Mose 21:14).
Glorreicher Triumph des kriegführenden Gottes
18. Welche Aktion seitens Jehovas befürworten wir, und wer wird sozusagen an seiner Seite sein, wodurch sich Psalm 110 erfüllt?
18 Daher voran in die Schlacht, o Jehova der Heerscharen, mit deinem königlichen Sohn, Jesus Christus, an deiner Seite! An ihn sind die prophetischen Worte gerichtet: „‚Schreite zur Unterwerfung inmitten deiner Feinde.‘ Jehova selbst zu deiner Rechten wird gewiß Könige zerschmettern am Tag seines Zorns. Er wird Gericht üben unter den Nationen; er wird eine Fülle von Leichen verursachen. Er wird bestimmt das Haupt über ein volkreiches Land zerschmettern“ (Psalm 110:2, 5, 6).
19. Welches Gebet zugunsten der großen Volksmenge anderer Schafe richten wir hinsichtlich des bevorstehenden Krieges des großen Tages Gottes, des Allmächtigen, an Jehova?
19 O Jehova der Heerscharen, laß deine treuen Diener auf der Erde zu überglücklichen Zeugen des unvergleichlichen Sieges werden, den du durch deinen kriegführenden König, Jesus Christus, im Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen, an dem Ort erringst, der auf hebräisch Har-Magedon genannt wird! (Offenbarung 16:14). Laß die große Volksmenge schafähnlicher Menschen, die „ihre langen Gewänder gewaschen und sie im Blut des Lammes weiß gemacht“ haben, an der Seite des Überrests wahrer geistiger Israeliten jubelnd „aus der großen Drangsal kommen“ und bis in alle Ewigkeit deine irdischen Zeugen sein! (Offenbarung 7:14). Laß sie unter deiner liebevollen Fürsorge in das friedvolle Reich deines siegreichen Sohnes hinüberleben, der über die gereinigte Erde herrschen wird, die im Einklang mit deinem ursprünglichen Vorsatz in ein herrliches Paradies verwandelt werden soll! Laß sie für alle vom Tod Auferweckten ein lebendiges Zeugnis sein zur Rechtfertigung der Souveränität, die du zu Recht über das ganze Universum ausübst! Wir danken dir, daß du dann die universelle Streitfrage ein für allemal, ja für alle Ewigkeit geklärt haben wirst!
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