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Die spanische Armada — eine Fahrt in den UntergangErwachet! 2007 | August
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Die spanische Armada — eine Fahrt in den Untergang
VON EINEM ERWACHET!-MITARBEITER IN SPANIEN
VOR über 400 Jahren stießen in der Enge des Ärmelkanals zwei Kriegsflotten aufeinander. Diese Seeschlacht war Teil einer Auseinandersetzung zwischen Protestanten und Katholiken im 16. Jahrhundert. Damals kämpften die Armeen der protestantischen Königin Elisabeth I. von England gegen die Streitkräfte des römisch-katholischen Königs Philipp II. von Spanien. „Für die Menschen der damaligen Zeit war der Zusammenprall der englischen und der spanischen Flotte im Kanal . . . der Beginn eines End- und Todeskampfes zwischen den Mächten des Lichts und den Mächten der Finsternis“, heißt es in dem Buch Die Armada — sieben Tage machen Weltgeschichte.
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Die spanische Armada — eine Fahrt in den UntergangErwachet! 2007 | August
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Warum der Invasionsversuch?
Schon seit Jahren überfielen englische Piraten wiederholt spanische Schiffe, und die englische Königin Elisabeth I. unterstützte aktiv den holländischen Aufstand gegen die spanische Herrschaft. Zudem hielt es der katholische König Philipp II. für seine Pflicht, den englischen Katholiken im Kampf gegen das Vordringen der protestantischen „Häresie“ beizustehen. Daher befanden sich an Bord der Armada auch rund 180 Priester und weiteres geistliches Personal. Schon als die Mannschaften für die Armada zusammengestellt wurden, musste jeder vor einem Priester seine Sünden bekennen und die Kommunion empfangen.
Die religiöse Stimmung in Spanien und am spanischen Hof wird in den Worten des berühmten spanischen Jesuiten Pedro de Ribadeneyra greifbar, der erklärte: „Gott, unser Herr, dessen Anliegen und allerheiligsten Glauben wir verteidigen, wird uns vorangehen — und mit solch einem Kapitän haben wir nichts zu befürchten.“ Die Engländer ihrerseits hofften, ein entscheidender Sieg würde der Ausbreitung des protestantischen Gedankenguts in ganz Europa den Weg bahnen.
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