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  • Korea
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1988
    • DER KOREAKRIEG

      Bis zum Juli 1949 waren sowohl die Besatzungstruppen der Vereinigten Staaten als auch die der Sowjetunion abgezogen worden. Beide Länder ließen nur einige Berater zurück. Die Halbinsel stand kurz vor einem der schrecklichsten Kriege der Neuzeit. Als im Juni 1950 die Kampfhandlungen begannen, setzte sich die südkoreanische Armee aus weniger als 100 000 Mann zusammen und war nur mit Handfeuerwaffen ausgerüstet. Die nordkoreanischen Truppen bestanden jedoch aus ungefähr 135 000 Soldaten und einer Panzerbrigade. Somit verfügte der Norden über besser geschulte und ausgerüstete Streitkräfte, wohingegen der Süden unvorbereitet war und die Invasion daher nicht abwehren konnte.

      Nachdem die nordkoreanischen Truppen die südkoreanische Armee überwältigt hatten, fiel ihnen am 28. Juni die Hauptstadt Seoul in die Hände. Nach wechselvollen Kämpfen am 38. Breitengrad wurde am 27. Juli 1953 ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet.

  • Korea
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1988
    • Da 43 Prozent der Industrieanlagen Koreas und 33 Prozent der Häuser zerstört waren, führte ein Großteil der Bevölkerung, einschließlich der Brüder, ein Flüchtlingsleben. Die Häuser waren verwüstet, und das persönliche Eigentum war verloren. Um überleben zu können, mußte man ständig auf der Hut sein. Sowohl bei nordkoreanischen als auch bei südkoreanischen Luftangriffen verloren mehrere Brüder ihr Leben. Einige — auch solche, die im Haus der Gesellschaft Zuflucht gesucht hatten — wurden von den Soldaten kaltblütig erschossen. Doch die Überlebenden erfüllten stets ihren Auftrag, das Königreich als die Hoffnung der Welt zu verkünden. Sie hörten nie auf, den Samen der Wahrheit auszusäen.

      In den ersten Kriegstagen war der größte Teil der Bevölkerung Seouls in der Stadt eingeschlossen. Die Brüder wußten, daß man sie zwingen würde, sich der Freiwilligen Volksarmee anzuschließen, wenn es ihnen nicht gelänge, in südliche Gebiete zu fliehen. Bruder Park Chong-il und Ok Ung-suk versteckten sich bis zum 5. Juli in der Stadt und überquerten dann heimlich den Fluß Han, weil sie ein „sicheres“ Gebiet südlich von Seoul erreichen wollten. Auf ihrem Fluchtweg sahen sie zahlreiche Leichen und kamen an zerstörten Panzern sowie verwüsteten Häusern vorbei, doch je mehr sie sich der Front näherten, desto schwerer war es, sich vor nordkoreanischen Soldaten zu verbergen.

      Nach der Landung des amerikanischen Generals MacArthur in Inchon am 15. September 1950 wurde die Stadt Seoul aus den Händen der Nordkoreaner befreit; später aber nahm der Krieg wieder einen anderen Verlauf. Bruder Park kehrte am 1. Oktober nach Seoul zurück und beschloß, von Haus zu Haus zu gehen. Es interessierte ihn, zu erfahren, wie die Menschen reagierten. Sie waren nervös und ängstlich.

  • Korea
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1988
    • Nach zweieinhalb Monaten südkoreanischer Verwaltung wies die Regierung am 24. Dezember alle Einwohner Seouls (ausgenommen Männer im wehrpflichtigen Alter) an, die Stadt wieder zu verlassen.

      Nur 11 Tage später, am 4. Januar 1951, wurde die Stadt erneut von nordkoreanischen und von chinesischen Soldaten besetzt.

  • Korea
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1988
    • Der Krieg nahm nun einen anderen Verlauf. Am 31. März 1951 hatten die UN-Verbände erneut den 38. Breitengrad erreicht. Wieder befand sich Seoul unter UN-Befehl.

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