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RusslandJahrbuch der Zeugen Jehovas 2008
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Auch auf andere Weise wurde der Nachschub an geistiger Speise gesichert. Das erzählte Aleksej Nepotschatow: „Einige Brüder konnten extrem fein schreiben — in der sogenannten Spinnennetzschrift. Mit einem scharf gespitzten Stift brachten sie auf Linienpapier zwischen 2 Linien jeweils 3 bis 4 Zeilen unter. 5 bis 6 solcher extrem fein geschriebenen Wachttürme in Miniaturausgabe passten in eine Streichholzschachtel. Für diese Arbeit brauchte man exzellente Augen. Und man musste lange angestrengt arbeiten können. Sobald die Lichter aus waren und alle schliefen, fingen die Brüder unter der Bettdecke an zu schreiben. Die einzige Lichtquelle war eine Funzel am Eingang der Baracke. Wenn man das einige Monate lang machte, konnte man sein Augenlicht ruinieren. Manchmal bekam ein Wachposten dieses nächtliche Abschreiben spitz, und wenn er uns mochte, sagte er nur: ‚Seid ihr immer noch am Schreiben? Wann schlaft ihr denn mal?‘ “
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RusslandJahrbuch der Zeugen Jehovas 2008
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[Bild auf Seite 175]
In eine Streichholzschachtel passten 5 bis 6 extrem fein geschriebene „Wachttürme“
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